Dienstag, 8. August 2006

Eine einzige Oberfläche

Ich sass immer in den Buchläden und liess mir immer sehr viel Zeit. Na ja, es gab auch Zeiten als ich ganz genau wusste was ich lesen wollte, also ging ich hin und langte gezielt nach dem Buch was ich haben wollte. In letzter Zeit aber gehe ich nach der Arbeit in dem Buchladen, schaue viel rum, nehme mir ein paar Bücher die mir zusagen könnten und setz mich auf einen der gemütlichen Beigefarbenen Couchs die dort stehen und lese mich rein in den Büchern und entscheide mich dann für eines.

Je länger ich dort meine Zeit vertrödelte, bekam ich nach und nach und mit der Zeit bestimmte Verhaltensmerkmale der Menschen mit. Ich fing an zu beobachten.

Was mir als allererstes auffiel war dass es so aussah als ob das männliche Geschlecht das lesen völlig aufgegeben hätte. Ohne zu übertreiben könnte ich sagen dass bei mehr als 90% der Buchinteressierten, es sich um Frauen handelte. Ich wurde selbstkritisch. Das erste woran ich dachte war: Kann es sein dass du mehr Zeit hast als die anderen? Kann es sein dass die anderen Männer hartarbeitende Familien Väter sind die dabei sind das Geld zu verdienen was ihre Frauen in dem Buchladen verpulverten? Diese altmodischen Gedanken verwarf ich aber rasch. Ich arbeitete auch hart -was auch immer man darunter verstehen mag- und ich ging immer erst ab 17 Uhr nach dem ich aus dem Büro kam zum Buchladen. Zweitens sahen die Frauen die ich dort an den Bücherregalen sah nicht so aus als wären sie Hausfrauen und hätten den ganzen Tag Zeit zum lesen. Die grosse Mehrheit dieser Frauen waren mit sicherheit Berufstätig. Das konnte nur ein Fehlverhalten der Männer sein! Diese stumpfsinnigen Männer!

Dann aber beobachtete ich weiter. Was lasen denn diese Frauen?

"Enschuldigung wo haben sie ihre Bestseller?" (!!!!)

Eine sehr beliebte Frage. Doris Dörie, Henning Mankell, Patricia Shaw, Rosamunde Pilcher, und die anspruchsvollsten sahen sich nach Paolo Coelho um!

So langsam fing ich an die Männer zu verstehen zumindest relativierte sich einiges in meinem Kopf. Bevor man nach kommerzgesteuerten Bestseller nachfragt, liest man lieber nichts. Einige bringen fast alle 6 Monate ein neues Buch und somit genauso oft ein Bestseller auf dem Markt. Da fragt man sich wieviel Inhalt drin stecken könnte. Ich habs versucht und fand bei den meisten nicht viel sinnvolles als Inhalt vor.

Um wieder zu den Männern zurück zu kommen muss ich sagen dass sie mich nach wie vor enttäuschen. Viele dackeln hinter ihren Frauen in den Buchläden und sind völlig desinteressiert. Einige schieben den Kinderwagen vor sich her und scheinen eher damit zurecht zu kommen das schreiende Kind zu beruhigen als sich für ein Buch zu interessieren.

"Schatz ich warte hier solange du nachem Buch suchst". Auch ein sehr beliebter Satz. Das Kind schreit noch immer und die Menschen schauen dezent rüber zum Vater, haften den Blick aber nicht lange auf ihn, damit er nicht das Gefühl bekommt sich schämen zu müssen. Man hat ja schliesslich eine gewisse Klasse und ist zivilisiert aber dann greift man nach Patricia Shaw und da muss ich immer grinsen.

Dostojewski, Maugham, Updike, Fante, Maupassant, Balzac, Hesse, Remarque, Chechov, Tolstoi, Wilde, Dickens, Hugo, Melville, Orwell, McCullers, Camus, Nabokov... etc. liegen dort völlig verstaubt während man meint zum kreis der besseren und zivilisierten zu gehören nur weil man regelmässig die Abenteuergeschichten von Pilcher und die kommerzialisierten Bestseller von Mankell und Follet liest.

Die Welt verdummt und keiner scheint es grossartig zu bemerken. Das liegt daran dass wir unaufhörlich dabei sind die Kunst des "Den Schein zu bewahren" zu perfektionieren.



5.8.06 14:33

Er und Sie

" Was ist das denn wieder?" Das sagte sie, neigte den Kopf zur Seite und lächelte dabei. Er hächelte an uns vorbei und antwortete nichts. Völlig ausser Atem trug er die Last rein ins Haus und wir machten ihm Platz damit er durch konnte.

Mein Vater kam wieder nach Hause. Wie üblich hatte meine Mutter eine kleine Bestellung mit auf dem Weg gegeben und er kaufte wie immer den Laden halbleer! Mein Vater war ein gut aussehender Mann. Gross, drahtig ohne Protzig zu sein, einfach Elegant. Keiner in der Familie sah mit sowenig Mühe so Elegant aus und zwar auch in Zartem Alter von 50 wo seine Haare ergraut und die Haut Furchtig wurde, sah der Mann männlich und anziehend aus.Er hatte weisses Hemd und eine schwarze Schlaghose aus Baumwolle an, der oberste Knopf des Hemdes war nie zu so dass sein Hemd weder übertrieben offen war noch dass er übertrieben verklemmt aussah.



Aus allen Ecken des Landes war am Abend "Azan" zu hören als ob die Moscheen sich darin übertrumpfen wollten wer den besseren "Moazzen" mit der besseren Stimme hat. Wir hatten es damals Satt soviel arabisch zu hören da es doch nicht unsere Sprache war und wir davon nichts verstehen konnten. Die lauten Abendgebete aus den Moscheen waren uns zuwider.



Er machte also Abends immer die Tür auf und hatte meistens 2,3,4, Hellgrüne Plastiktüten in der hand und dazu noch 2 oder 3 volle Papiertüten. Die berühmtberüchtigten braunen Papiertüten die jedes iranische Kind kannte. Alle Obst und Gemüseverkäufer packten die üppige Wahre in diese Tüten ein.

Zuhause meckerte meine Mutter immer während sie dabei war die Tüten zu sortieren und im Kühlschrank einzuräumen.

" Soooviel Orangen??, Iraj (so heisst mein Vater) joon, du hast doch gester schon soviel gekauft, sie verfaulen doch nur , wer soll denn das alles essen?"

"Frau, die waren heute wirklich gut, die sahen gut aus und da habe ich mir gesagt ich hol wieder ein paar Kilo. Mach dir doch keine Sorgen, die werden schon gegessen"

Meine Mutter hatte meistens Recht. Er war sehr grossherzig und verschwenderisch. Er wollte immer dass wir von allem zuhauf hatten. Er war immer der Meinung dass ein Kind in grosse Räumlichkeiten aufwachsen müsse, weil kleine Zimmer und Häuse ansonsten die Psyche des Kindes negativ beeinflussen würden. Diese Sichtweise führte dazu dass wir seit ich mich erinnern kann, immer in Einzelwohnungen hausten die immer einen grossen und grünen Garten hatten. Damals verstand ich es nicht, viele Jahre danach erfuhr ich dass der Mann recht hatte dass nicht nur räumlichkeiten innerhalb einer Familie wichtig waren, sondern sogar Menschen aus weiten und üppigen Ländern, ausgiebiger, verschwenderischer und weniger Geizig waren als Menschen aus kleineren Ländern wo dann die Bevölkerungsdichte grösser war. Er wollte immer dass ich Geld in der Tasche hatte wenn ich das Haus verliess. Er schützte uns vor dem Gefühl des "nicht kennens" oder des "nicht haben könnens". Seine Mitteln waren zwar nicht sehr Üppig aber es reichte um uns lange Zeit ein ruhiges und beschwerdenfreies Leben zu verschaffen.

Die Mutter war da die Bank. Sie verwaltete die Finanzen. Ohne sie würde er Geld nur so aus dem Fenster schmeissen.

Das ganze interessierte mich damals nicht. Ich wühlte weiter in den Papiertüten um etwas zu finden was für mich bestimmt war. Meistens brachte er mir irgendetwas aus der Stadt mit. Sei es meine Lieblingsschokolade, Tischtennisbälle, Komikhefte....

1.8.06 19:37

Kräfte messen der erniedrigten Kranken

Heute las ich auf Chaots Blog etwas worauf hin ich ein wenig lächeln musste. Denn abgesehen davon dass ich mich fragte warum denn dieser Idee grade den Engländern als die langweiligsten Ficker Europas einfallen musste, musste ich an meiner Kindheit im Iran denken wie wir damals mitten im Krieg und während islamischer Unterdrückung ihre Höhepunkt erreichte, einen Ventil suchten um Sex auszudrücken. Wir hatten keine Mädchen in der Schule, wir durften Frauen nicht mal anschauen geschweige denn zu flirten oder sogar anzufassen. Also wurden wir Krank. Wir bekamen Komplexe. Ganze Generationen junger Iraner hatten ein gestörtes und krankhaftes Sexualverhalten. Wenn dir etwas körperlich natürliches per Gewalt verboten wird, wirst du nach ner Weile Krank und du merkst es in dem Moment nicht mal. Also trafen wir uns nach der Schule in einer schmalen Gasse hinter unserer Schule, die Sonne Schien und die Nussbäume spendeten Schatten. Das Turnier begann und 5, 6 junge Männer im alter von 13 bis 16 stellten sich auf einer Reihe und wichsten um die Wette, um einfach mal abzuspritzen. Der jenige der am weitesten spritzte gewann und bekam den Einsatz der anderen. Ich war 13 und konnte das Turnier 2 mal gewinnen, aber Iraner hätten wohl damal jeden geschlagen, bei uns staute sich viel Flüssigkeit wie hinter einem riesigen Wasserdamm.
Wir hielten Taxis und liessen freiwillig die Frauen vor. Ab gewisse Stunden waren Taxis in einer 15 Millionen Metropole wie Teheran sehr begehrt. Es funktionierte so dass der Taxifahrer hielt und aufeinmal eine grosse Menschmenge sich auf das Auto stürtzte um mitgenommen zu werden, jeder sagte dem Fahrer seinen Ziel und der Fahrer entschied ob er ihn/sie mitnahm oder nicht. wir wollten nach hause aber wir nahmen es im kauf spät nach hause zu kommen und von den Eltern ärger zu bekommen und wofür? Um uns an den Hintern der Frauen reiben zu können! Wir liessen die Frauen vor und während sie mit dem Fahrer redeten taten wir so als ob wir auch mit dem Fahrer reden wollten und rieben unsere Schwänze an den Hintern der Frauen die vor uns waren und das alles natürlich durch die Hose. Wir kamen und zwar reichlich und dickflüssig und nicht selten mussten wir uns die Hände oder die Tasche vor der Hose halten weil ein grosser, auffälliger Fleck sich abzeichnete der uns verraten hätte...

22.7.06 11:18

Wenn Sex sich nicht lohnt

Ich lag mit ihr im Bett, in ihrer Wohnung. Sie war blond, langbeinig, hübsch und hatte mich zu sich nach hause genommen. Ich war wohl zu besoffen um irgendwas da mitzubestimmen. Also stieg ich drauf und pumpte wie wild bis die Tür um 3 Uhr Morgens aufging. Ein grosser fetter Typ stand da schaute auf meinen pulsierenden Schwanz der nun nicht mehr in der Frau sondern in der Luft rumwedelte. Kein Ton sagte er und ging wieder weg.

-scheisse wer ist das?

- mein Freund!

Ach leck mich doch sagte ich leise und sprang aus dem Bett, vergeblich. Er war schon da und hatte eine Knarre in der Hand.

Er sprach italienisch. Ich hatte wohl die Freundin oder die Frau eines Italieners gefickt.

Er richtete die Waffe auf mich und laberte auf Italienisch. Ich dachte es ist aus also blieb ich ruhig. Die Frau fing an rumzuschreien

- Du verdammter Idiot. Nimm die Waffe runter das wird dir teuer zu stehen kommen!

Ich fand es nicht Lustig ihn so anzubrüllen da er eindeutig am längeren Hebel war. Ich sagte noch immer nicht und mein Schwanz war längst wieder Schlaff.

Er schien von der Lautstärke seiner Freundin beeindruckt und schaute mich an während er die Waffe noch immer auf mich richtete.

Ich schöpfte Mut.

- Hey Kollege, glaub mir da ist was schief gelaufen. Lass mich dir alles erklären. Wenn ich gewusst hätte...

BANG! Da gingen die Lichter halbwegs aus. Ich spürte ein Schlag fiel und hörte nur wie er die Frau durchs Zimmer prügelte. Ich lag da, fasste an meinem Kopf und bemerkte die warme Brühe die da runterlief. Der Typ hatte mit dem Griff der Knarre zugeschlagen. Ich kroch auf dem Boden herum und wollte mich am Bett wieder hochziehen als er die Frau losliess und wieder zu mir kam und mir an die Gurgel ging während er immernoch die Waffe auf mich richtete.

- Pass auf. Mach dich raus. Los!

Ich schickte mich an meine Hose vom Boden aufzu heben als ich den nächsten Schlag bekam. Wieder lag ich auf dem Boden und die Suppe lief wieder und zwar dieses Mal aus einer anderen Stelle.

- Ohne Hose! Raus

Der Typ hatte noch Humor mitten in der Nacht und nach allem was er ertragen musste.

Ich kroch raus auf die Strasse. Die Wohnung war direkt an der Strasse. Die Schläge waren zu heftig und sorgten dafür dass ich es nicht mehr schaffte auf die Beine zu kommen. Alles war verschwommen, ich versuchte mit aller Gewalt auf die Beine zu kommen aber das hatte ich nicht mehr drin. Als ich aufwachte war es schon Hell und ich lag noch immer an der Strasse und zwei Polizisten standen über meinem Kopf.

-Alles klar?

-Ja

- "Das glaube ich aber nicht!" sagte die Polizisten

-Doch alles ist ok.

-Hey du sagst mir jetzt was passiert ist! Nichts ist ok wenn man mit ein blutiges Gesicht und völlig nackt an der Strasse übernachtet!

- Doch doch alles ist ok. Können sie mich nach Hause fahren?

- Hat sie jemand geschlagen oder sind sie gestürtzt?

- Mich hat jemand geschlagen aber ich kannte ihn nicht und könnte ihn auch nicht anzeigen, also ist alles ok.

- Wo wohnen sie denn?

Ich sagte es Ihnen und sie schickten sich an mich nach Hause zu fahren. Ich stieg hinten ein während die Bullen lachten.


15.7.06 03:29

Belgique: Wallonie!

Vor kurzem war ich in Belgien. Ich musste eine Woche nach Lüttich und nutzte die Gelegenheit dieses eigenwillige Land etwas näher kennenzulernen. Ich muss sagen Belgien war für mich immer ein Buch mit einigen Siegeln. Ich war fast überall in Europa aber ich bin nur 2 mal nachts durch Belgien durch als ich von Frankreich aus nach Holland wollte. Nach den Aussagen der Bekannten die mal in Belgien waren hatte ich immer angenommen dass Belgien ein langweiliges und nicht sehenswertes Land seien müsste. Eine Woche waren zu kurz um gänzlich das Gegenteil beweisen zu können, aber ich konnte mir zumindest ein Bild von den Süden des Landes also der Region Wallonien machen. Ich muss sagen dass Wallonien herrlich melancholisch ist. Mag sein dass die Melancholie nicht jedermanns Sache ist, aber die Ruhe dieser Region, die sonnigen und nebeligen Morgen der Weiden, Dörfer und Wälder, die schwermütige Schönheit war etwas was zumindest meiner Seele gutgetan hat. Namur war überwältigend. Die Wallonen sind freundliche Menschen aber die Situation in Belgien ist wirklich komisch. Man hört wirklich alle mögliche Sprachen auf der Strasse aber sie sind alle Belgier. Französisch, Flämisch, Niederländisch ja sogar altwallonisch und Deutsch werden dort gesprochen. Jede Website, jede Behörde ist 3 Sprachig. Ein komisches aber meiner Meinung nach ein schönes kleines Land. Wallonien zumindest war eine malerische Region. Die melancholische Seele wäre dort wirklich gut aufgehoben.

15.7.06 20:31

Die Gewalt

Ich habe irgendwann versucht mich zu analysieren und nach dem Grund meiner sozialen Einstellung zu suchen. Ich meine ich habe immer mit den kleinen sympathisiert, ich habe immer die Ungerechtigkeit angeprangert, ich habe mich oft für Menschen eingesetzt die in einer schwächeren Position waren, die dadurch dass ich ihnen geholfen habe mich auch noch in eine schwächere Position gebracht haben. Ich habe mich durch meiner Persönlichkeit sehr oft mit den vermeintlich "falschen" solidarisiert. Ich bin aber nur ein Beispiel. Es gibt ja mittlerweile viele die die Gewalt und Ungerechtigkeit zumindest mündlich verurteilen. Dazu gehören schon immer die priviligierte Schicht der wohlhabenden Gesellschaften Europas und Nordamerikas, die abgesicherten, die finanziell besser gestellten, die Ärtze, Ingenieure, Profesoren...

Diese Leute aber wissen garnicht was dafür sorgt dass sie so gut leben dürfen. Leute die durch Geld und Kanonen vor der Wirklichkeit geschützt sind, hassen die Gewalt und wollen nicht einsehen dass sie Bestandteil der modernen Gesellschaft ist und dass ihre eigenen zarten Gefühle nur ein Ergebniss von Ungerechtigkeit sind. Eine Ungerechtigkeit gestützt durch Macht und Gewalt. Sie wollen garnicht wissen woher ihre Einkünfte stammen, woher die Luxus kommt.

Amerika hat es verstanden. Sie plündern um die Welt zu regieren. Die eigenen Einwohner abgesehen von den farbigen Schichten die systematisch am Rand gedrängt werden, leben ein gutes Leben, verdienen sehr gut, ihre Häuser sind gross, ihre Autos sind gross und grosszügig ausgestattet, das Benzin ist fast umsonst und sie haben kaum Probleme mit der Arbeitslosigkeit. Diese Leute wollen einfach nicht sehen was sie dermassen schützt und worauf dieser hohe Standard basiert ist. Ohne Millitär, ohne Macht, ohne Diktat, ohne Stärke läuft heute genauso wenig zusammen wie vor 7000 Jahren auch.

Auf dieser Welt so scheint es mir ist es fast unmöglich zwischen Gut und Böse wählen zu können. Es ist fast immer so dass man die Wahl zwischen zwei übeln hat. Mann kann die Welt von Nazis, Kommunisten, Kapitalisten, Imperialisten, Falagisten, Islamisten, Sozialisten, Marxisten, ...beherrschen lassen oder sie per Gewalt und Krieg besiegen und auch das wäre ein Übel. Eine andere Wahl haben wir nicht und wofür immer wir uns auch entscheiden, wir werden nicht mit sauberen Händen davonkommen.

19.6.06 20:49

Gin and Freedom

Wir kamen aus dem Laden raus und die Vögel waren schon zu hören, der Himmel völlig Hell, 7 Uhr morgens. Ein Freund ein Perser war die ganze Nacht mit dabei. Wir spazierten zum Wagen und aus dem Laden waren noch immer laute aber immer dumpfere Töne zu hören. ich gab ihm den Autoschlüssel weil er mindestens 2 Promille weniger drin hatte als ich.

Kaum waren wir drin fing es an

-"Hank ich will dir was sagen, ich weiss ich kann dir vertrauen, weisst du manchmal brauchen die Menschen keine direkte Hilfe, es reicht Ihnen einfach wenn sie mit jemand reden können ohne dass die ganze persische Community am nächsten Tag informiert ist"

-"ja kann sein! Fang an Was ist los?"

"Schau Hank, ich habe jetzt die letzten 3 Jahre nur geschuftet, nur verdient, nicht mal richtig Urlaub gemacht, nur damit es meiner Frau und meinem Kind an nichts fehlt."

"gut, und?"

"ich bin jetzt 36 und denke dass ich es nicht mehr länger packe!!!"

"Was?"

"Ich kann nicht mehr, ich will nicht mehr! Mich gibt es seit langem nicht mehr. Ich existiere nur weil meine Familie existiert."

"Schau, tu mir einen Gefallen und mach hier einen Fehler nicht. Deine Frau ist grade nicht da, die kleine dunkelhaarige Iranerin hat es dir angetan, du hast ja auch heute wirklich viel Gas gegeben, du hast Spass gehabt, du wirst mit ihr den Kontakt pflegen... aber komm mir jetzt nicht damit. Ne, ehrlich wenn ich dich so anhöre dann glaube ich wirklich ich hätte es mit jemandem zutun der sich grade in einer anderen Frau verliebt hat.."

"Und? Was ist wenn ich dir sage dass es stimmt? Was ist wenn ich mich frage warum ich geheiratet habe? was ist wenn ich dir sage dass ich es Satt habe mich wie ein Gefangener zu fühlen nur weil eine Frau meinen Namen trägt, nur weil ich ein Kind habe, nur weil uns in den Kopf gehämmert wurde dass es eine Sünde ist andere Frauen zu lieben un von Ihnen geliebt zu werden.."



Ich schaute ihn kurz von der Seite an und sagte erstmal nichts. Er hatte sogar meine Sympathien. Was er sagte war richtig, wir waren gefangene, wir versklavten uns eigenhändig indem wir den Gott erfanden und versklavten uns noch weiter als wir die heiligen Bücher akzeptierten die irgendwelche Leute in Namen Gottes schrieben. Dann aber entschied ich mich dazu doch was zu sagen:

"Hörzu, schlaf mit ihr, lass dich verwöhnen, von mir aus lass was nebenher laufen und lass sie dir dein Ding lutschen, lass aber deine Frau erstmal nichts davon merken. Das ist besser, nicht nur für dich sondern auch für sie. Hast du eigentlich daran gedacht dass du es mit einer Iranerin zutun hast? Weisst du dass die selbe zärtliche Blume dir das Leben zur Hölle machen wird sobald sie von dir enttäuscht ist? Weisst du dass du dadurch dass du Frau und Kind hast da dann anfälliger bist und eine sehr sensibele Angriffsfläche bietest?"

"Ja weiss ich"

"Und? Das wars?! Ey stell dir vor du fickst sie gut und stellst dich ansonsten auch ganz passabel an, sie ist Jung wird Anhänglich, du willst sie aber dann -warum auch immer - nicht mehr und möchtest sie loswerden, sie aber will dich um jeden Preis und nimmt mit deiner Frau Kontakt auf um dein Leben zu zerstören.. und oh glaub nicht dass sie nicht in der Lage ist sowas zu tun. Jede Frau ist in der Lage sowas zu tun und erst recht eine iranische Frau"

"Was soll ich machen Hank?"

"Ach leck mich doch am Arsch, komm das nächste mal einfach nicht mehr mit wenn ich irgendwohin will!"

8.6.06 20:06

"Mein" Land, "mein" Volk, "mein"...

Die Menschen lassen sich weniger von Taten als von Worten leiten. Sie schätzen einfach die Möglichkeiten zu handeln oder nicht zu handeln weniger als die Möglichkeit, über verschiedene Gegenstände und Menschen zu reden. Die Wörter: Mein, Meine, Mein sind für die Menschen sehr wichtige Worte die sie in Verbindung mit verschiedensten Sachen, Geschöpfen und Gegenständen sehr gern gebrauchen. Übrigens Auch in Verbindung mit Erde, Land und Völker. Über ein einzelnes Ding machen sie aus, dass nur einer „meins“ zu sagen habe. Und der jenige der von den meisten Dingen nach den Regeln dieses Spiels „meins“ sagen kann, der gilt bei uns Menschen für den Glücklichsten der in der Regel von den anderen die weniger Dinge besitzen die sie „mein“ nennen können, mit Ehrfurcht und Respekt behandelt wird. Wozu aber es so ist, ist mir Schleierhaft. Aber es ist so. Menschen die z.B ein Pferd „mein“ Pferd nennen, fahren nicht mit dem Pferd sondern ganz andere Leute. Sie füttern das Pferd auch nicht sondern wiederum ganz andere. Auch gutes erweisen sie dem Pferd übrigens auch nicht die das Pferd „mein“ Pferd nennen sondern Kutscher, Butler, Kinder, und andere Menschen. Pferd war nur ein kleines Beispiel, letzten Endes galangte ich zu der Überzeugung, dass der Begriff „mein“ keinen anderen Grund als einen niederen, tierischen, menschlichen Instinkt hat. Der Mensch sagt z.B auch „mein“ Haus und wohnt nie darin sonder sorgt nur für den Bau und Unterhalt des Hauses. Der Ladenbesitzer sagt oftmals „mein“ Laden, oder mein Textilladen und besitzt keinen einzigen Anzug aus dem besten Stoff das sich im Laden befindet. Bei uns Iranern ist es z.B so dass es sehr viele Menschen gibt die ein Stück Land „mein“ nennen, und es noch nie gesehen haben, und auch nie betreten würden. Es gibt bei uns Menschen die von ein teil „meines“ Volkes sprechen und diese anderen nie gesehen haben und nie sehen werden. Ihr ganzes Verhältnis zu diesen Menschen besteht darin, dass sie ihnen durch die Geschichte wissentlich und unwissentlich in Form von Zentralregierungen Leid zugefügt haben. Menschen streben meines Erachtens nicht danach gut zu leben oder das anzustreben was für sie persönlich gut seien kann sondern sie streben danach möglichst viele Dinge im Leben mit „mein“ zu benennen. In der Hinsicht möchte ich mal ganz kühn behaupten dass die Tiere auf der Leiter der Wesen höher stehen als die Menschen. Die Handlungen der meisten Menschen und in diesem Falle der meisten Iraner sind auf Worte basiert, die der meisten Tiere jedoch sind aufrichtig und basieren auf Handeln.

Den pseudonationalistischen und pseudopatriotischen Landsleuten gefällt das natürlich nicht. Denen hat sowas nie gefallen. Eins gilt für mich aber immer: Nichts mag mehr weh tun als wenn die Menschen eine schlechte Meinung von einem haben, nichts aber ist andererseits nützlicher, nichts befreit mehr vom falschen Leben als dass die meisten Menschen eine schlechte Meinung von einem haben. Je höher ich in der öffentlichen Meinung steige, um so tiefer sinke ich in meiner eigenen und das ist mir die Sache nicht wert.

Aber hey, es muss irgendwie weitergehen...! Also paddeln wir weiter rückwärts...

7.6.06 18:26

Change the Nature

Jedes Mal wenn ich schwach wurde und etwas mich zutiefst enttäuschte, jedesmal wenn meine vorbehalte gegenüber der Menschheit wieder bestätigt wurden, liess und lasse ich mich noch heute dazu hinreissen das Klischee was uns aufgezwungen wurde zu füttern. Das Klischee von der Unveränderbarkeit der menschlichen Natur. Uns wird erzählt: So ist nunmal der Mensch, er war nie anders. Er war immer auf sein Vorteil bedacht, war immer Unterdrückerisch und Habgierig, es wird uns ein Leben lang erzählt dass der Mensch ein Leben lang immer mehr Vermögen für sich und seiner Familie erraffen würde..Der Mensch sei von Natur aus Sündhaft wird uns gesagt.
So war es ohne zweifel in der Vergangenheit und so ist es heute. Ich sehe im Moment auch keine Aussicht auf Verbesserung.
Was ich jedoch weiss ist dass diese These nicht richtig ist. Den Menschen wird seit jahrtausenden beigebracht dass materielle Güter hoffnungslos knapp sein werden. Wir sind wirtschaftlich egoistisch und gierig weil wir alle in Schrecken vor der Armut leben. Wenn etwas nicht knapp ist, versucht keiner den anderen zu übervorteilen und sich mehr anzueignen als ihm zusteht. Wieso versucht kein Millionär Luft zu kaufen? Weil es genug davon gibt. Es gibt genug davon so dass sich keiner drum reissen braucht, ein Bettler atmet genausoviel Luft ein wie ein Milliardär und keinem Interessierts. Ich denke wenn man es so einrichten könnte dass von den materiellen Gütern genug für alle gäbe - was meines erachtens durchaus leicht zu machen ist- dann wären die angeblich unveränderbaren habgierigen Instinkte der Menschen in ein paar Generationen nicht mehr vorzufinden sein.
22.5.06 00:46

Planet der Dummen, der Opportunisten und der der Heuchler

Meine türkische Freundin hatte Krebs. Sie war sehr Jung als sie es bei ihr diagnostizierten. Sie überlebte aber musste bis ans ende ihrer Tage täglich ein Cocktail von Tabletten schlucken. Die Frau war rassig, hübsch, sehr zielstrebig im Berufsleben aber sehr bodenständig und romantisch wenn es ums Private ging.

Wir verbrachten Nächte miteinander an meinem alten Holztisch, in der kleinen küche einer 35qm Wohnung die ich hatte während ich studierte. In der Ecke meiner Küche standen teilweise 35 leere Rotweinflaschen. Sie wollte dass die leeren Flaschen nicht weggeschmissen werden. Sie bittete mich um kleine Gefälligkeiten, die teilweise sehr eigenwillig aber recht süss waren. Die Sammlung dieser Leeren Weinflaschen als zeichen und erinnerungsmahnmal für all die Nächte die wir uns um die Ohren hauten, gehörten auch zu den bitten die du einfach nicht abschlägst.



In der Küche, um den sehr kleinen billigen Holztisch, liebten wir uns, lachten, schrien uns an und streiteten und tranken rotwein wie die besessenen bis ich eines abends mitten in einer Streit davon erfuhr dass sie als Kind schonmal Krebs hatte. Mitten im spass, streit und schreierei, wurde ich still und goss mir noch ein Gläschen wein und kippte es runter als wärs wasser. Sie wollte weiter streiten, ich nicht, ich trank mein glass aus, und goss nochmal für beide ein.. sie schlug mich und ich trank sowohl mein Glas als auch ihr Glas aus... Sie umarmte mich sofort weil sie dachte dass ich nun aus mitleid heraus handeln würde. Eine komische Situation.


Du willst ihr nicht das Gefühl geben dass du getroffen bist, dass du tatsächlich Mitleid fühlst, aber ganz Kalt darf dich die Sache auch nicht lassen. Ich hatte Mitleid, ich schaute in ihren grünen Augen die durch die Tränen sehr glassig waren und war wirlich betroffen. Wir tranken weiter und redeten über Gott und Religion. Darüber dass warum ein 15 jähriges Mädchen Krebs haben muss wenn es einen gerechten Gott gibt der seine Kinder liebt. Ich hatte kein Problem damit. Ich wusste dass es einen Gott nie gegeben hat. Ich wusste schon vorher dass auch Jesus und Mohammed nur normalsterbliche Typen waren die nur die Gunst der Stunde zu nutzen in der Lage waren aber versuch das mal einem Menschen klar zu machen der tiefreligiös aufzuwachsen hatte. Diese Frau hatte an Gott und Religion geglaubt, hatte es wieder verloren und mit 26 Jahren hatte sie eine Phase in der sie nicht wusste woran sie zu glauben hatte.

Aber genau da möchte ich ansetzen. Ich meine wenn ich im nach hinein mein leben revue passiere und all die Gespräche über Gott und Religion und all die Erfahrungen mit religiösen Menschen wieder abrufe dann muss ich einfach nur sagen dass ich nie jemand begegnet bin von dem ich den Eindruck hatte, er glaube an eine nächste Welt etwa so wie an das vorhandensein von sagen wir mal Neuseeland. Dieser feste Glaube an ein Jenseits hat kaum noch ein Einfluss auf das Verhalten, wie es doch eigentlich seien müsste, wenn der Glaube wirklich echt wäre! Alles ein Schwindel.

Wenn die Gläubigen doch wirklich tief in ihren Herzen an einem unendlichem Weiterleben glauben würden, dann müsste unser irdiesches Leben doch sehr unwichtig und relaxed ablaufen. Das ist es aber keinesfalls weil auch der Papst tief im Herzen auch nicht wirklich davon überzeugt ist dass es ein Leben nach dem Tod geben wird. Er tut das des Geschäfts wegen.

Ich habe noch nie einen religiösen Menschen gesehen der mehr Angst vor der Hölle hatte als vor dem Krebs.


18.5.06 22:35

Wer verteilt die Rollen?

Neulich war ich beim Arzt und im Wartezimmer griff ich wieder instinktiv nach einer "Gala" die Zeitschrift der glamorösen Welt, die Zeitschrift die die reichen und schönen dieser Welt ausschnüffelt und uns normalsterblichen mit Geschichten füttert wonach wir uns sehnen. Das leben der stars ist uns wichtig, wir leben zwar nicht so wie sie, wir sind zwar sehr neidig auf sie aber wir lieben es herauszubekommen was nun mit Jennifer Aniston passiert nachdem sie sich dramatisch von Brad Pitt scheiden musste. Er damals hoch hinaus, glücklich mit seiner jetzigen, sie völlig am boden zerstört... heute berichten sie uns dass es mittlerweile der Pitt ist der frust schiebt und Aniston auf Wolke sieben schwebt und vor hat den hübschen und riesigen Vaughn zu heiraten und nach Chicago zu ziehen.
Etwas hat mich aber immer gestört und das war immer die Selbstverständlichkeit wie die reichen, die Armen unterstützen wollen, Wohltätigkeitsveranstalltungen organisieren, wie sie dann auch dadurch wieder neues Kapital dazu gewinnen. Sie alle sympathisieren mit den kleinen, den Armen und Erniedrigten dieser Welt. Sie erklären seit Jahrhunderten den Armen Mann zum moralischen Sieger des Lebens. Selbst wollen sie aber niemals die moralischen Sieger sein, sondern lieber reich und unmoralisch bleiben.
Die Idee von der moralischen Überlegenheit der Armen ist meiner Meinung nach aber Systematisch entwickelt wurden und zwar von der herrschenden Klasse, wobei dieses System sich selbst zu einen Selbstläufer weiterentwickelt hat.
Du magst zwar unterdrückt sein und beschwindelt werden, doch in den Augen Gottes bist du deinen Unterdrückern überleben und durch Filme und Zeitschriften kannst du ein Phantasie-Dasein geniessen, in dem du über die Leute triumphierst, die dich im wirklichen Leben unten halten und erniedrigen.
Der Reiche ist in den Filmen und Zeitschriften meistens "böse". Guter armer Mann besiegt sehr oft den bösen reichen Mann und das ist heute eine allgemein anerkannte Formel, während wir wenn das ganze umgekehrt wäre, das Gefühl hätten dass da etwas nicht stimmt!
Es ist einfach nur logisch wie ich finde. Die grosse Mehrheit der Leute die einen Film sehen sind arm also lohnt es sich einen Armen zum Helden zu machen. Filmemacher, Starschauspieler, Pressekönige etc. häufen aber immer weiter Reichtum an, in dem sie den Reichtum als sündhaft und unmoralisch darstellen.
Dieses Bullshit was den Leuten verkauft wird, vonwegen "guter armer Mann besiegt den bösen Reichen" ist einfach nur eine andere Version von der "Seligkeit im Himmel".
Ich persönlich hab sowohl bei mir selbst als auch bei anderen sehr oft beobachten können, dass solange man von sich selbst als einem starken, tüchtigen Menschen träumen kann der einem reichen und arroganten Gauner einen Kinnhacken versetzt, man sich um die wirklichen Fakten und Wahrheiten nicht mehr kümmert.
Ach übrigens beim Arzt war ich weil ich verdammt nochmal Rückenschmerzen hatte die ich mir beim Fussballtraining eingehandelt hatte. Nichts schlimmes sagte der Arzt. Nur ein paar Nerven eingeklemmt, eine Muskellockerungsspritze und ein bischen Diclofenac jeden Morgen nach dem Frühstück, und schon erkaufte ich mir die Wiedergenesung mit 10 €.
15.5.06 14:28

Paradies der Mercedes-Klassiker

dizin7ih

Neulich erzählte mir ein älterer Kollege der schon paar mal im Iran war, dass der Iran wohl das Land mit den meisten und gut gepflegtesten Mercedes-Klassiker der Welt sei. Hmm, habe ich mir gedacht. Darauf hatte ich vorher nie geachtet. Der Mensch will immer das was er nicht hat, sei es Elend, Krieg und Krankheit. Wenn du zu lange Ruhe und Frieden hattest, dann machst du Urlaub in Bosnien und Kroatien während dort grade eine ethnische Säuberung durchgeführt wird oder du meldest dich als freiwilliger und für nicht mal gutes Geld bei einer Privatsecurity Firma und führst mitten in Granaten- und Bombenhagel dort im Irak, Aufträge aus für die US Army so zu sagen als Fremdfirma. Es kostet der Army weit weniger als wenn sie eigene Soldaten versichern, bezahlen und ausrüsten müssten. Solche Probleme hat diese Gesellschaft. Luxusprobleme.

So wie die Iraner sich nach Technik und Moderne sehnen und danach lechzen, genauso ergreifen viele Menschen in Mitteleuropa lauter Technik und Moderne die Flucht zurück in die Vergangenheit. Hier bekommt das alte zusätzlichen Wert, dort im Iran zählt das Neue als das non plus ultra.

Wie dem auch sei. Dieses Bild zeigt einen sehr gepflegten Mercedes-Klassiker auf einen der gefährlichsten Strassen Irans. Die Strasse von Teheran nach Haraz über die Alburzgebirge zum Kaspischen Meer.


3.5.06 22:31

Wenn du Hanau nicht kennst...

Ich war 17, die 2 anderen der Armin 18 und Gino 20.

Wir gingen in Bremen zur Schule und machten in Rhein-Main-Gebiet eine kurze 3 tägige Klassenfahrt. Ich war grad mal 3 Jahre in Deutschland und der Armin war ein richtiger Heisssporn. So Jung aber schon sehr Kampferprobt. Manche meinten das würde daran liegen dass wir iranischen Kinder traumatiert waren. Viele hatten seit dem kleinkindalter nichts erlebt ausser dem Krieg. Ich selber war sogar paar Wochen am Front. Das geht nicht einfach so an einem vorbei.

Wir waren in einer Jugendherberge untergebracht. Wir planten am Abend wegzugehen und dabei bekamen wir heraus dass es in Hanau eine Rollschuhdiskothek gab. Rollschuhdiskothek! Wir konnten alle keine Rollschuh fahren aber du bist jung, und Abenteuersüchtig also versuchst du Dinge von denen du keine Ahnung hast. Also nahmen wir bahn bzw. Strassenbahn und fanden die Diskothek auch prompt.

Was wir nicht wussten, war dass diese Diskothek eine amerikanische Diskothek war in die meistens die schwarzen Soldaten rumlungerten und darauf warteten von weissen und meist blonden deutschen Frauen angebaggert zu werden!

Wir ganz frech, liehen uns Rollschuhe aus und machten uns auf die Fläche. Keine Chance. Ich persönlich kam nach dem ersten Faller erst garnicht wieder auf die Beine. Armin konnte ein bischen und der Gino war nicht besser als ich.

Irgendwann als ich und Gino merkten dass es keinen Sinn hat, gab es nur noch den Armin der noch wackelig auf der Fläche hin und her fuhr. Er aber suchte immer Streit und da wir in Bremen nie mit Amerikanern und Soldaten zutun hatten, wussten wir nicht wer diese Typen waren, dementsprechend waren wir Selbstbewusst wie in Bremen, dort hatten wir noch keine Schlägerei verloren und hatten uns schon einen Ruf aufgebaut. In Hanau war dieser Ruf fürn Arsch. Armin war aber nicht Intelligent genug um dies zu realisieren. Nach ungefähr 10 Minuten sah ich dass er eine blonde Frau anspricht. Ich konnte mir nicht vorstellen was er ihr sagen könnte denn er konnte sehr Schlecht deusch sprechen. Aus der Ferne sah ich dass ein schwarzer Mutant sich den beiden annährte und schon waren sie Head to Head.

"Gino was machen wir? Dieser Idiot fängt gleich ne Schlägerei an"

"Ich weiss nicht, warte ein bischen vielleicht kommts nicht so weit"

Armin war nie besonders Helle und konnte dem entsprechend seine Lage nicht richtig einschätzen, er dachte er wäre der King obwohl es in der ganzen Halle nur so von schwarzen GIs wimmelte.

Er hatte tatsächlich den Schwarzen aufgefordert mit vor die Tür zu kommen!

Der Schwarze war bestimmt 10 Jahre älter, nicht unbedingt grösser aber beinah genauso breit wie wir 3 zusammen.

Als Gino und Ich sahen dass die beide auf dem Weg zum Parkplatz waren, sind wir schnell rausgelaufen um vor den Beiden dort zu sein. Der Schwarze wusste nicht dass wir zu Armin gehören bzw. Armin zu uns gehört.

Wir warteten auf dem Parkplatz. Sie standen sich gegenüber, Armin stand vor ihm und machte eine hecktische Handbewegung in der Hoffnung den Ami einzuschüchtern. Der Ami aber kam gleich zur Sache und landete eine rechte Grade und streckte Armin nieder. Das Auge war gleich zu und das kannten weder wir noch Armin selber. Er stand da und rief: "Come up boy"

Gino und ich waren schon unterwegs. Wir überfielen den starken Ami von hinten, ich hatte probleme ihn von Hinten festzuhalten, ich fragte mich wie es aussehen würde wenn wir es allein und eins gegen eins mit ihm aufnehmen müssten. Das wäre eine Massacker geworden. Gino packte ihn endlich an den Beinen und er fiel. Das ganze muss ausgesehen haben wie die spannenden BBC Wildlife Sendungen in denen sie herrvorragende Aufnahmen machten von den Kämpfen zwischen den Tieren. Dieser Kampf war wohl vergleichbar mit dem Kampf 3er Hyänen gegen einen starken aber langsam müde werdenden Löwen. Später in meinem Leben sympathisierte ich immer mit den Löwen.

Armin trat ihm wütend gegen den Kopf, Gino und ich bearbeiteten den Körper. Er wollte aufstehen aber er bekam heftige Schläge auf dem Kopf und entschied sich irgendwann wie eine Schnecke auf dem Boden zusammen zu ziehen und den Kopf zu schützen. Wir traten und traten...

Irgendwann sah ich zufällig hoch und merkte wie ein Schwarzer die Szene sah und in die Halle reinrief.

"Jungs scheisse, lasst uns laufen und zwar so schnell wie wir können"

"Was?"

"Lauf sage ich, die ganze Kaserne ist unterwegs hierher!"

Wir liefen weg als gäbe es kein Morgen mehr und der GI lag bewusstlos auf dem Boden.


1.5.06 16:08

Stuff not worth reading

"komm, lässt du mich mal da durch?"

"ja kannst du, aber schau mich nicht so an als ob ich dir einen roten Teppich ausrollen müsste nur weil du jetzt da bist"

"Was?"

"Du hast schon gehört was ich sagte und jetzt mach dich rein, ich will mich wieder hinsetzen"

Das war am Freitag. In meine Lieblingsbar, mein bester Freund aus Serbien stand hinter der Bar und machte Cocktails wie verrückt. Cocktailabend, reduzierte Wahre für 4€ pro Cocktail.

Es war erst 22 Uhr aber ich hatte schon 4 Wodka-Redbull und einige Bier drin die ich im laufe des Abends getrunken hatte. Die Atmosphäre wurde immer besser, ausgelassener, der Laden der eigetnlich klein ist, wurde voller.

Der Typ der an mir vorbei gehen wollte aber sich dabei anstellte als hätte er es mit seiner Angestellten zutun kam grade erst rein. Hinterher erfuhr ich dass er 43 jahre ist, Schwerreich. Seine Begleitung: Eine Polin die grade studiert und im entscheidenden Moment nicht die Note bekam was sie brauchte um durchzukommen. Sie hätte aber noch eine letzte Chance was sie nicht mehr vergeigen dürfe. Ich kannte sie oberflächlich von früher wusste aber nicht dass sie die Freundin dieses Mannes war. Da war noch einer: Ein Typ der so aussah wie ein Albino, gross, 73 Jahre alt und genauso vornehm und gutgekleidet wie der andere.

Die Polin sass eine Weile neben mir und sprach mit mir über ihr Studium, ich hörte ihr zu und gab kräftig Tips die offensichtlich gut ankamen. Der Typ beobachtete die Diskussion aus der Ferne und behielt uns Konsequent im Auge. Ich war besoffen und er noch nicht, er schaute mich einmal richtig aufdringlich an und nahm den Blick nicht weg. Ich nahm ihn nicht für voll und nahm den Blick nach nur paar Sekunden wieder rüber zu seiner Freundin. Nach ungefähr einer halben Stunde kam er und wollte vorbei zu seiner Freundin und da hatte er sich vogenommen richtig hart ranzugehen um mir bloss nicht das Gefühl zu geben dass er auch nur im entferntesten daran gedacht hätte kleinbei zu geben. Also entstand die beschriebene Situation am Anfang der Geschichte.

"Wieso bist du so agressiv?"

"Hier ist keiner Agressiv, du kommst, willst vorbei kriegst den Mund aber nicht auf sondern willst dich durchzwingen. Wenn mir einer so kommt, dann scheiss ich ihm auf dem Kopf und zwar sehr schnell und direkt"

"Ja aber was willst du jetzt? Wenn ich vorbei kommen will dann komme ich vorbei, ob du es willst oder nicht"

"Ne, du irrst dich, wenn du normal fragst dann gehst du rein und alles wird wunderbar laufen, wenn du aber meinst du müsstes hier einen Affen machen, dann sage ich dir dass ich dir heute das Leben zur Hölle machen werde"

Er war geschockt. Er hatte sich vorgenommen hart zu agieren, bekam aber eine noch härtere Antwort. Er schaute mir tief in den Augen aber ich war besoffen, drehte mich zu Theke und nahm ein Schluck aus meinem Glas.

"Aber hey, wir beide kommen doch gut klar. Ich wollte ja nur durch"

"Klar kommen wir gut aus, nur ich kanns nicht ab wenn einer meint hier den grossen Baba machen zu müssen"

Er lachte und fragte nach meinen Namen und stellte sich selbst vor. Er war ein ganz erfolgreicher Immobilienverkäufer. Reichlich Opportunismus konnte man aus seinen Augen ablesen. Ich fragte nach dem Albino, er hatte eine ganz interessante Uhr und ich fragte nach dem Hersteller. Lange und Söhne, extra angefertigt nur für ihn. Kostenpunkt: 11 000 €. Dieser Mann war noch ein Tick reicher als der andere, er ging nach einer Weile nach Hause. Das Alter nehm ich mal an.

Der Typ wollte sich annähern. Er hatte gesehen dass Konfrontation keine gute Lösung war. Also fing er an ruhig und bedächtigt zu sprechen.

"Hör mal du hast mich vorhin nicht richtig verstanden, ich wollte kein Ärger, ich wollte nur durch"

"Ja ist schon gut, aber so wie du jetzt redest, hast du vorhin nicht geredet"

"Vielleicht, dann entschuldige ich mich aber wieso glaubst du unbesiegbar zu sein? Ich meine so denkst du doch oder?"

"Ich weiss nur was ich ab kann und was nicht. Von Unbesiegbarkeit ist hier nicht die Rede. Schau ich hätte dir wirklich das Leben zur Hölle gemacht. Das weiss ich."

"Ja ich glaubs dir ja. Aber weisst du hätte ich es selber nicht geschafft, dann hätte ich jemand bezahlt der dich unter dir Erde bringt. Das Geld habe ich und Typen die sowas machen kenn ich auch"

Er hatte recht. Er hätte es machen können. Er hätte die Möglichkeiten gehabt. Aber drauf geschissen.

"Möglicherweise hast du recht. Aber mich interessiert in dem Moment nicht was du danach machst, heute und hier hättest du gelitten und mein Freund das willst du auch nicht"

Er schlug mit der flachen Hand auf mein Rücken und wollte mit mir anstossen. Das taten wir auch. Zum Barkeeper sagte er dann, egal was ich als nächstes trinke, das würde auf seine Rechnung kommen. Als ich das hörte, lehnte ich ab. Das war zu schnell. Ich mochte ihn noch immer nicht.

Mittlerweile lief Trance Music und zwar eine softere Sorte davon. Das kann man sich im Rausch des Alkohols schon mal antun. Ein deutsches und ein österreichisches Ehepaar würfelten neben mir an der Theke. Die Österreicherin war sehr hübsch und schaute sehr oft rüber und nahm den Blick nicht weg bis ich selber den Blick wegnahm. Ihr man schien ein guter man zu sein. Ich wollte ihn nicht kränken. Sie waren Gäste in Deutschland.

"Komm mal mit"

"wohin?"

"komm einfach mit"

Ich ging mit dem Typen auf die Herrentoilette. Ohne was zu sagen, holte er etwas aus der Jackentasche. Kokain. Machte zwei Lines zurecht, drehte ein Zehneuroschein zusammen und zog die erste Line schnell hoch und gab mir danach den Schein. Ich tat es auch. Ich gab ihm den Schein zurück aber auf einmal umarmte er mich ganz unerwartet. Was für ein Bild. Mitten in einer Herrentolilette, die Tür abgeschlossen, und wir lagen uns in den Armen! Romantik pur!

"Pass auf ich weiss nicht mal wie du heisst aber ich mag dich"

"Soll ich sagen dass ich dich auch mag?"

"Neiiin, überhaupt nicht. Du konntest mich nicht ab ab dem Moment als ich zur Tür rein kam"

"Das stimmt"

"Aber du bist ehrlich"

"Das stimmt auch"

"Aber jetzt verstehen wir uns"

"Ja"


30.4.06 21:02

Pump Gun in Bed and ...

Neulich war ich besoffen aus der Stadt heim gekommen, völlig zu nach 12 Bier (davon 5 Stück 0,5), 4 Tequilla Gold mit Tabasco. In Bar hatte ich eine 21 jährige angesprochen und hatte ihr wohl ganz Direkt meine Absichten mitgeteilt vonwegen ich würde sie gerne flachlegen ohne gross zu reden. Ich hatte Glück. Die hübsche mochte wohl ehrliche Männer vielleicht wäre sie auch mitgekommen wenn ich nicht so direkt wäre. Egal.

Es hat ewig lang gedauert, dabei tat ich mir und ihr weh weil ich wie ein assozialer pumpte und pumpte, die kleine war eng -oder nicht feucht genug- und war nur am schreien. Ich idiot merkte garnicht dass ich dabei war mich selbst zu verwunden. Die Haut war längst weg, es brennte und ich pumpte noch weiter. Die Frau kam denke ich. Vielleicht hat sie es auch vorgetäuscht aber sie hätte eigentlich keinen Grund mir, einen unzurechnungsfähigen Typen der sowieso nichts merkte, was vorzumachen denn ich wusste nicht mal ihren Namen, wollte ihn nicht mal wissen, in dem Moment wusste ich nicht mal meinen eigenen Namen. Mir war alles egal, ihr glaube ich auch. Es ist immer wieder gut zu beobachten dass viele Frauen masochistische Züge haben, sie kommen mitten im Schmerz und Blut.



Irgendwann nach fast einer Stunde kam ich denn auch. Komplett wie ein Tier. Sie ging in die Toillette und wusch sich den Mix von Samen und Blut. Kam aber zurück und wollte noch mehr!!!!!



No way! Ich schmiss sie raus. Nicht per Gewalt aber verbal war ich so direkt dass ihr keine andere Wahl blieb als zu gehen.



Ich taumelte durch die Wohnung, trank komische Sachen: Milch, Apfelsaftschorle, Multivitaminsaft und ein Magnesiumtablette weil ich wohl gedacht hatte nach dieser Anstrenungen würden meine Muskel Magnesium brauchen. Die Magnesiumtabletten sind bei mir normalerweise dafür da um den Mineralienverlust nach harten Trainingstagen zu kompensieren. Auch egal!



Ich konnte nicht einschlafen. Also ging ich auf mein lieblingsforum und teilte mein Erlebnis einfach so der ganzen Öffentlichkeit mit. Ein sehr nettes Landsfräulein hatte genug langeweile um meine Ergüsse zu ertragen und sogar noch aktivmitzuschreiben. Über Sex, Verhaltungsstörung, Alkohol, Intelligenz, Überheblichkeit, Selbstherrlichkeit... ich schlug mich gut. Irgendwann aber so um 4 Uhr morgens legte ich mich ins Bett und wachte um 12:00 AM auf. Kein Kater, keine Kopfschmerzen, nur mein Ding sah furchterregend aus, geschwollen, voller Wunden und Hautschürfungen. Ich konnte nicht mal richtig pissen.



Ich schaute in dem Forum und fand den Thread nicht mehr vor, dafür aber einen anderen Thread mit dem Subject: "Für Hank" in dem eine Userin ein Gedicht über Selbstherrlichkeit gepostet hatte und mich damit meinte. Sticheleien der Frauen sind immer von besonderer Qualität.

Gut, so langsam kamen die Moralapostel und all die jenigen die nur auf eine Schwäche des Hank warteten. Der Moderator der mein Thread gelöscht hatte weil er es für politisch Unkorrekt hielt meldete sich zu wort und übte sich in Genädigkeit:

"Hätte Hank dieses Thread nicht in Unzurechnungsfähhigen Zustand geschrieben, wäre jetzt nicht nur das Thread weg"



Nach dem Motto: Hey Hank, sei vorsichtig, das nächste mal wird nicht nur dein Thread gelöscht sondern dein Nick gleich mit.



Ich hab noch ein bischen rumdiskutiert aber habs dann irgendwann seien lassen. Schliesslich wurde auch das Thread der Userin mit dem Gedicht an mich über meine Selbstherrlichkeit gelöscht. Da war Ruhe.




23.4.06 22:01

Eine Art von Intelligenz die auf der Strasse schläft

Ich hatte mich mit meiner Freundin in Berlin gestritten. Sie wohnte in einer vornehmen Gegend in Berlin-Steglitz. Es war 4 Uhr morgens, ich hatte keine Lust mehr auf Diskussionen und verliess die Wohnung meiner Freundin um Ruhe zu finden. Ich wohnte in Frankfurt und kam nur über das Wochenende nach Berlin um sie zu besuchen. Das hiess allerdings dann auch dass ich keine bleibe hatte sobald ich mich mit ihr stritt. Einfach nur Ja sagen nur weil es ihre Wohnung war konnte ich auch nicht.

Es war mitten im Winter und jeder der mal in Berlin gelebt hat oder zumindest den Winter dort erlebt hat, kann bestätigen was ich da durch zu stehen hatte. Wie ein Penner auf die vereisten Strassen, minus 10 Grad und ein Wind der die Nerven tötete und die Knochen erreichte.

Ich hasste Steglitz. Die gegend war mir zu Vornehm. Ich wollte zum U-Bahn um nach Bahnhof Zoo zu kommen. Aber mir war einfach zu kalt. Ich wäre gerne dort wo andere auch frierten, z.B in Wedding oder eben Bahnhof Zoo aber auf keinen Fall in Steglitz wo ich sicher war dass die reichen im warmen verweilten und hübsch träumten.

Ich nahm ein Taxi und stieg am Bahnhof zoo aus. Am Eingang waren immer irgendwelche Penner und Obdachlose die tranken und die Zeit totschlugen.

Mich packte der Gedanke dort mal mein Glück zu versuchen und zu testen ob ich bei ihnen ankommen kann oder nicht. Ich kam an. Einer von Ihnen bot mir sogar seine Decke und ein schluck Weizenkorn an.

Ich kam mit einem von Ihnen ins Gespräch...

"Weisst du, ich glaube ich bin ein Mensch, dem das Leben nicht weit genug ist. Das Leben ist eng, ich bin weit. vielleicht Stimmt das auch nicht aber es gibt im Leben eine Art von Menschen die wie die Juden nirgends einen festen Platz finden an dem sie Wurzel schlagen können. In ihrem Inneren lebt ein ruheloses Sehen nach etwas neuem. Die kleinen unter ihnen können nie eine Hose nach ihrem Geschmack finden und sind aufgrund dieser Mentalität ewig unzufrieden und unglücklich, den Grossen kann überhaupt nichts genügen, weder Geld noch Frauen noch Ehre. Solche Menschen sind unbeliebt auf dieser Welt sie sind streitlustig und schwierig. Weisst du die meisten Menschen sind Dutzendware, wie Pfennigstücke die sich nur dadurch unterscheiden dass sie verschiedene Prägungsdatum haben."

Ich nahm das erste mal einen grossen Schluck von dem Fusel und hörte weiter zu...

"Der eine ist etwas abgegriffener, der andere noch etwas neu aber sie sind alle aus demselben Stoff gemacht, sie sind sich alle ähnlich. Ich mein lieber bin aber kein Pfennigstück"

Er sagte dass alles in ruhiger Stimme und spöttischem Lächeln so als ob er es selber nicht glauben würde.

Der Mann war interessant. Die meisten Penner sind zwar auch nicht alle Dumm aber sie sind durch die Umstände schon geistig tot, haben alle Selbstachtung verloren, haben kein Urteil über sich selbst und sinken in der Regel von Tag zu Tag immer tiefer in Schmutz und Schande hinein. Irgendwann verschwinden sie aus dem Leben ohne das auch jemand ein Notiz davon nimmt.

Dieser Mann aber hatte etwas festes, entschlossenes. Er klagte auch nicht über das Leben wie die meisten obdachlosen es tun.

"KOMM STEHT AUF!!!" Sagte ein Typ der von der deutschen Bahn bezahlt wurde um die Penner und Obdachlosen zu vertreiben. Sie schadeten natürlich dem Image des Unternehmens. Wir standen auf, mittlerweile wurde es Hell, ich bekam Hunger und beschloss in Richtung Kurfüstendamm zu gehen um ein Laden zu finden in dem es am frühen Morgen auch was zu essen gab. Ich verabschiedete mich von dem Typen und bedankte mich für den Schluck Korn...

16.4.06 23:23

Die Vergangenheit

Es war ein feuchter Frühlingstag. Es nieselte wie es halt so ist am kaspischen Meer. Die Hafenstadt Anzali steckte noch in Lethargie. Es war Grau, regnerisch und nebelig. Ich hatte das Haus schnell gefunden. Es lag direkt am Hafen so dass aus dem Hinterhaus die Schiffe und das Meer wie grosse Miniaturen zu sehen waren als ob sie zum Haus gehörten. Das Haus war ungefähr 150 Jahre Alt. Die Architktur des Hauses war eine Mischung aus der russischen Antike und die gotische Architektur. Das Haus war nach so langer Zeit noch immer komplett weiss obwohl die Aussenwände schon tiefe Risse genommen hatten. Im Vorderhaus gab es ein Garten, der mittlerweile kein Garten mehr darstellte. Es war wie ein grüner Sumpf. Hohe Grässer, Löwenzahn, und ein weisses Boot der verkehrt herum in einer Ecke des Gartens lag. Die Grässer und das Unkraut wuchsen aus jede Niesche hervor. Es nieselte mittlerweile nicht mehr, es regnete richtig. Ich suchte aber kein Schutz, die Melancholie dieses Hause hatte mich gepackt, ich fotographierte weiter. An den Rändern des Bootes wuchsen aber 3 Mohnblumen. Alles war Grün, Weiss und der Himmel war Grau aber die 3 roten Mohnblumen waren die Abwechselung, sie verliehen der Atmosphäre Farbe und Hoffnung.

Ich sass mich hin mitten im Garten und der Regen plätscherte einfach nur so dahin, es wurde noch viel heftiger aber es gefiel mir. Alle paar Minuten hörte man aus der Ferne die dumpfe Sirene eines Dampfers und die typischen laute der Seemöven die nervös und orientierungslos über den Hafen kreisten.

Vor 150 Jahren hatten dort meine Vorfahren gelebt. Die Familie hatte das Haus nie verkauft aber auch nie besucht. Ich, aus Frankfurt kommend, suchte nach 150 Jahren nach ein Teil der Familiengeschichte und fand es ziemlich schnell und unspektakulär. Ich entschied mich dazu, noch eine Weile dort unter dem Regen sitzen zu bleiben...



16.4.06 12:28

Mangel an Format

"Nicht auswählen können"!

Am Anfang ziemlich nichtssagend vielleicht am Ende auch aber ich musste mir Heute wirklich die Frage stellen was denn "Nicht auswählen können" bedeutet und auf was so ein Verhalten basieren könnte. Ich denke auf dieser Welt geht es immer um Entscheidungen und das Auswählen. Zwischen gut und böse, Apfel und Orangen, Pest und Cholera, Richtig und Falsch.

Die jenigen die einfach nicht auswählen können sie leiden meines erachtens an Formatmangel. Mangel an Format ist es zu verdanken dass man nicht auswählen kann und demnach entweder alles Schön oder auch alles Hässlich sieht. Dazu ist aber das Leben zu kurz um alles schön zu finden. Man kann wirklich schön finden wovon man was versteht oder was dafür sorgt dass man sich gut bzw. besser fühlt. Wer nicht auswählt wird im Morast zugrunde gehen. Schlamperei, Mangel an Aufmersamkeit, von nichts wirklich Ahnung haben.. das sind alles Folgen von "Nicht auswählen können" und somit auch eine Seite des Dilettantismus.



"Sagmal willst du micht verarschen?" Fragte mich Roman nachdem ich all dieses Zeug an dem Kopf geworfen hatte.

"Ne du Penner, hast du eigentlich verstanden was ich gesagt habe?"

"Nein man, ich bin zu, siehst du nicht? bin völlig Grün im Gesicht weil dieser verdammte Joint einfach zu stark war"

"Zuwenig Tabak?"

"Ja, ich denke schon"

"Also willst mir sagen dass du nichts verstanden hast? ich meine ich bin auch besoffen, hab nur noch kein Joint geraucht aber geistig orientieren kann ich mich noch"

Der schwule Barkeeper schaute ständig rüber und grinste wie ein Idiot rüber zu uns während er die Gläser polierte.

Am nächten Tag gab mir Roman recht als wir beide ganz oben in dem Vorlesungsraum uns hinsassen und begrüssten. Das Problem war nur dass dieses Mal ich der jenige war der sich an fast nichts mehr erinnern konnte. Als Roman genug hatte, fing ich wohl erst an los zu legen und schoss mir alle Lichter aus. Nun ja, Roman war meiner Meinung, aber er musste mir gleich auch erklären was denn ursprünglich meine Meinung war.





8.4.06 15:29

Kiwigeschichten (Teil 3)

"Hey boy, what the heck are you doing there?" Sagte John zu mir nachdem er mich für ne weile dabei beobachtete wie ich ständig Wodka auf eis bestellte und dazu immer eine Dose 7Up bestellte um die dann miteinader zu mixen.

"Im drinking my drink"

" But hell what kind of drink is this? I never saw such a strange mixture before"

"You wanna try it?" und wollte ihn eine bestellen als er abwinkte.

"No, do not buy me anything. I just wanna try a bit of yours if you dont mind"

"I dont mind. Go ahead"

Er trank die hälfte meines Drinks und stellte das Glas wieder hin auf die Theke.

"I dont like it"

"I dont care" Sagte ich und kippte den Rest runter.

"Are you american?"

" Hell no, i couldnt care less about america and americans but... hey john, listen, i am drunk big time and this is the first place i got into. I dont know a shit about this city and i gotta find a room to get a sleep. Do me a favour and tell me where i have to go to find a cheap hotel or something like that?



Er hatte schon den nächsten Drink vor sich und schaute gradeaus als ich ihn das alles erzählte.

"What are you doing in Newzealand?"

"John, would you help me the fuck out or what?"

"Do you have enough money?"

"What for? I have enough to pay a hotel room to get a sleep and if not, i am ready to sell out my ass to find a fucking shelter somewhere in this fucking city"

Er began zu lachen und umarmte mich. Ich verstand nicht mehr viel, mir war nicht danach zu scherzen, ich war besoffen und war verdammt müde. Ich hatte seit Stunden nonstop getruken.

"Be my guest kid. whats you name again?

"Hank"

"Ok Hank let me drink a last one. We'll be off in 5 minutes"

"Feel free John, but i realy have to quit drinking now, i dont feel good at all. My god damn stomach is giving me a hard time..."

Ich sass mich hin und als ich aufwachte war es schon morgen. Ich lag in einem sauberen Holzbett, draussen sah ich keine Lichter sondern nur Schafe. John schmiss den Traktor an und das hatte mich geweckt.

Ich war an dem Abend vom Hocker gefallen und nichts mehr gemerkt. Der 55 jährige John hatte mich wohl irgendwie zum Wagen geschleppt und dann auch ins Bett getragen. John hatte 2 Töchter und ein Sohn. Der Sohn war ein hübscher junger Mann mit einer sehr beeindruckenden Statur. Die eine Tochter war wirklich sehr hübsch mit sehr niedlichen Sommersprossen und die andere war eine hässliche die in Auckland in einem Anwaltsbüro arbeitete. Der Rest arbeitete auf dem Familienfarm. John Weatherspoon besass unzählige Schafe, einige Kühe und bestimmt an die 50 Schweine. Die Familie besass zudem noch 5 Pferde.

Es war 11 Uhr vormittag und sie waren schon seit 5 Stunden am tun und machen.

Ich ging raus und begrüsste John auf dem Traktor.

"Hey kid, are you feeling better today?

"Yeah man, thanks a bunch for taking care of my dead body. I realy appreciate it"

"Ok kid. It seems like you owe me something" und lachte laut

" Hell yeah, whatever you say. How much do i owe you?" ich sagte es und wünschte ich hätte es nie gesagt weil er garnicht drauf reagierte. Warum auch? Es sah so aus dass er meine paar Kröten nie gebraucht hätte. Der Familie gings gut.

"You owe me a story. I still dont know who you are and what you are doing here"

"Thats it?"

"Thats it!"

"I am a persian, grown up in Germany having a gorgious idea to come over here to study geology. Funny isnt it?"

"Persian..hmm" und ich dachte Scheisse, wieder werde ich an meiner Herkunft scheitern. Verleugnenen wollte ich sie aber auch nie.

" An old civilization suffering from bunch of tire heads" Ich lachte mich schlapp, mit tire heads meinte er die Mullahs und die Dinger die sie auf den Kopf trugen. Reifenköpfe halt.



John liess mich nie in ein Hotel schlafen

Teil 1
Teil 2

29.3.06 23:40

Kiwigeschichten (Teil 2)

"...the Cathay Pacific flight number one o six from Hong Kong to Auckland, has just arrived..."

Ich war da. Wieder ganz allein, wie schon immer in meinem Leben. Nichts neues.

Ich wollte unbedingt einen Kaffee also ging ich rüber zu einem Stand in Flughafen und verlangte danach

"coffee please!"

"Sorry?"

"Coffee please"

"Sorry we dont have Coffee"

"What? You guys have no coffee to serve?"

"No sir"

"What do you got? Do you have a hotdrink at all or should i gather my things and go?" Ich lachte und die Frau lachte auch

"What about Tea?"

"Whatever you think is the right stuff to cheer up a lonely and tired guy" Sie fing nun an richtig zu lachen und sie sah dabei gut aus.

"Come on, drink Black tea, give it a try!"

"What are you waiting for? go for it!"



Ich trank den Tee und verabschiedete mich von der Dame. Ich bekam lust auf körpernähe aber dafür war die Zeit noch nicht reif. Wie schon so oft musste ich mir jetzt schon darüber Gedanken machen wo ich denn schlafen könnte.



Ich ging raus, das Wetter war gut aber sehr Windig. Für einen Moment dachte ich ich ruf den Freund meines Vaters an um Rat zu fragen aber diese Option habe ich schnell wieder gestrichen. Von dem was ich über Neuseeland gelesen hatte, wusste ich dass Auckland eine sehr saubere und wohlhabende Stadt seien musste. Das war schon schlecht in solchen Städten ist es immer Hart eloquent zu überleben. Das Elend war für den Vagabunden immer eine bessere Option. Das hatte mir Frankfurt spüren lassen. Ich nahm mir vor erst mal in die Stadt zu fahren um was zu essen und vielleicht ein Wodka7 auf Eis hinterher zu schieben.

"To downtown please" der Fahrer schaute mich ganz komisch an, sagte aber nichts. Ich sprach mit US Akzent und mir fiel auf dass das wort Downtown dort wohl nicht ganz geläufig war. Egal er verstand mich und brachte mich in die Stadtmitte. Ich fand einen Laden der hiess "Hot peppers". Die Einrichtung schien mexikanisch zu sein und die Gäste sprachen durcheinander und in verschiedenen Sprachen. Ich hörte Serbo-koratisch, griechisch, englisch....

Ich bestellte ein Wodka auf Eis und ein Seven Up weil ich mir sicher war der Barkeeper würde niemals was mit dem Begriff "Wodka7" anfangen können.



John Weatherspoon sah aus wie ein Cowboy und war der einzige blonde in dem Laden. Er war 55 Jahre alt, 192 cm gross mit ziemlich breiten Schultern.

Mittlerweile war ich schon 2 Stunden in dem Laden und hatte einige Drinks drin. John kam nach mir, stand aber jetzt schon seit einer Stunde am Bar und unterhielt sich mit dem Barkeeper. Er trank nur australisches Bier. Fosters. Eine widerliche Brühe eigentlich.

John sollte für mich über die nächten 11 Monate, sowas wie ein Vaterfigur werden.



Teil 1
Teil 3

28.3.06 23:44

Der dänische Grenzpolizist und Barsche

Wir fuhren zu dritt nach Dänemark. Ich hatte damals noch keinen deutschen Pass und musste mit den Blicken der Grenzpolizisten klarkommen sobald sie meinen iranischen Passport sahen. Da war meist Stress und Kontrolle vorprogrammiert. Nur die Italiener nicht. Sie winkten jeden herrein der Ihnen paar Flaschen deutsches Bier anbieten konnte und auch so waren sie generell sehr schlampige Grenzwächter.



Es ging aber nach Dänemark. Wieder mit Roman und Afshin ein Perser der gegensatz zu mir schon längst einen deutschen Pass hatte. An der Grenze war eine kleine Schlange und die Grenzpolizisten schauten in den Wagen, einige -zumeinst die blonden, deutschen Familien- wurden einfach durchgewunken, selbst bei den Deutschen die etwas dunkler waren wurde schon etwas intensiver hingeschaut und das Passbild wurde mehrmals mit dem Gesicht der Personen verglichen bis dann auch sie durchgewunken wurden.



Wir waren dran und Ärger lag förmlich in der Luft. Ich brauchte kein Visum weil ich in der dänischen Botschaft vorher nachgefragt hatte und sie hatten mir gesagt ein unbefristetes Aufenthaltserlaubnis in Deutschland würde reichen um einzureisen. Roman, alles klar. Er war zwar Tscheche aber er war Blond, Afshin war dunkel aber er zeigte den deutschen Pass und der Grenzbeamte gab auch ihm grünes Licht , zwar nach ner weile und sichtlich ungern aber er tat es. Dann war ich dran

"Your Passport please" und der wiederholte das gleiche dann auch auf Deutsch!

Ich gab ihm den iranischen Passport und er nahm die Mütze ab und steckte sie unterm Arm während er anfing mein Pass durchzublättern. Er sagte dann etwas zu einem Kollegen und ging weg zu dem Glashaus am Rande der Strasse. Sie diskutierten kurz, er telefonierte noch kürzer und kam dann wieder raus.

"You have to come with me" und das gleiche wieder in Deutsch!!!

"Why"?

"Please come out of the car"

Ich stieg aus und ging mit ihm zum Grenzposten. Dort wartete ein Kollege von ihm der perfekt deutsch konnte. Die deutschen Grenzpolizisten taten so als ob da nichts passieren würde. "Gute Reise"!!!

Ich versuchte die Flucht nach vorn anzutreten weil ich es einfach nicht einsah warum es denn immer an den Dänen scheitern musste.

"Sir, please tell me whats wrong now? I mean you dont let me pass the border without providing a valid reason. Whatever i did to deserve such a treatment is beyond me"

"Sie können mit mir Deutsch reden! Sie können doch bestimmt auch Deutsch habe ich recht?"

"Ja sie haben recht, aber ihr Kollege hatte wohl probleme mit Deutsch also bin ich davon ausgegangen dass Deutsch hier ein generelles Problem seien könnte" antwortete ich pampig und der verstand die Pointe.



"Hier sind einige Fragen offen wobei wir dabei sind sie zu klären. Waren sie mit diesem Pass auch in Frankreich?"

"Ja verdammt ich war fast überall in Europa mit dem selben Pass!"

"Ok, dann werden sie wohl auch hier keine Probleme haben die Grenze zu passieren es wird halt ein bischen dauern und dafür bitte ich sie Verständnis aufzubringen"

"Ja wenn ich wüsste woran es liegt dass sie mich hier überhaupt festhalten dann könnte ich möglicherweise dafür Verständnis aufbringen"

"Sie werden es müssen!" Das sagte er ganz lässig und beachtete mich dann garnicht mehr. Ich sagte auch nichts mehr aber das ganze dauerte eine Stunde und ich konnte danach zum Auto und einsteigen. Roman und Afshin lachten sich kaputt

"Hier, den scheissdreck kannst du fortwerfen. Der bringt dir nur Ärger" das sagte Roman und meinte damit meinen Passport. Er hatte verdammt recht.

Ich wurde mit dem Pass überall schief angeschaut nur weil dort im Iran einige Fundametalisten am Werke waren und unser Ansehen Weltweit ramponierten.



Der Urlaub an sich war herrlich. Ruhige Seen und ein Meer das wirklich dazu einlud Ruhe zu tanken, zu fischen und am Abend am Feuer zu sitzen und etwas Jazz zu hören.

Wir mieteten eine Strohhütte mit allem drum und dran. Küche, Sauna, Dusche, WC, Viel Platz.

Ich mietete zudem noch ein Holzboot um weiterhinaus paddeln und fischen zu können. Ich las viel, ich began Sören Kierkegaard den dänischen Philosophen zu lesen während ich im Boot sass und darauf wartete dass die Fische anbeissen.

Ruhe und Erholung pur. Abends hatte das fischen auf dem Meer keinen Sinn. 2 Tage später erzählte uns ein dänischer Fischer dass am Abend die Barsche an die Küste heran kommen und sich in dem wärmeren Sand reinlegen würden. Wir readjustierten unsere Angelausrüstung, warfen den Hacken hinein ins Wassser begleitet mit einem grossen Stück Blei damit der Hacken auch wirklich den Grund erreichte, dann zogen wir einfach den Hacken raus und bingo! Teilweise 5 Barsche hingen an den Hacken. An einem Abend hatte ich 35 Barsche gefangen.

Wir assen Fisch, ich las Kierkegaard, hörte Jazz, Afshin kochte gerne und Roman spielte mit seinen Hanteln rum die er mit sich überall hin schleppte. Nachts gingen wir in die kleine aber sehr feine Diskothek der kleinen Stadt und tranken...


26.3.06 13:43

Rheingau-Taunus

Heute musste ich beruflich nach Mainz fahren und hab mir vogenommen einen riesen Umweg zu machen um die alten bekannten Gegenden im Rheingau Taunus Kreis wieder zu sehen. Ich fuhr erst nach Norden um die nördliche Rheinseite zu erreichen obwohl Mainz südlich des horinzontalen Rhein liegt.

Der Rheingau war immer mein Liebling, egal zu welcher Jahreszeit, dieser Gegend ist immer gesegnet. Die Weinhügel, die schönen sonnigen Strassen eingebettet zwischen den Weinhügeln und dem Rhein, die holländischen, belgischen, deutschen Schiffe die behebig durchs Wasser gleiten. Ich hatte das alles vermisst obwohl auch Saarland ein sehr hübsches Fleckchen Erde ist.



Es war Sonnig und sehr mild. Ich machte in Kaub eine kurze Pinkelpause und stieg aus, ging an dem Ufer und streckte die Arme aus. Auf der gegenüberliegenden Seite der Strasse war ein kleines Cafe. Ich ging rein und bestellte ein Pfungstädter (ein Odenwälder Bier).

"Wollen sie sich drausen auf der Terasse hinsetzen oder..."

"Nein ich zahls gleich. Ich möchte raus ans Wasser. Gibts Pfand?"

"Ja"

"Ok, ich trinks aus und bring die Flasche wieder"

"Alles Klärsche!"



Auf der anderen Seite des Rheins waren einige kleine Burge und Kastelle zu sehen. Das Wasser kam nicht zur Ruhe weil die überwiegend niederländischen Schiffe ihr keine Ruhe gönnten. Kaub gehörte noch nicht zu Hessen sondern zu Rheinland-Pfalz wobei ich den "Willkommen in Hessen" Schild schon sehen konnte. Die Nachbarstädte Lorch und Lorchhausen waren schon hessisch.



Viele stufen die Hessen als sonderbare und teilweise holzköpfige Menschen ein. Ich jedoch mochte die Hessen immer. Sie hatten ihren eigenen Kopf, konnten Grausam aber auch sehr Herzlich sein aber ich hatte zumindest immer das Gefühl dass ich nach wenigen Minuten wusste mit wem ich es zutun hatte und konnte entscheiden ob ich lieber einen Bogen um ihn machte oder ob ich die Bekanntschaft vertiefen wollte. Das war mir viel Wert.



Bei mir im Auto lief Brian Cullbertson und Theo Bishop, aus ein Bier wurden 2 und wenn ich nicht was erledigen musste wär ich da hängen geblieben, hätte mir ein billiges Zimmer am Rhein gemietet und hätte die Zeit auf dem Balkon genossen. Vielleicht wär ich kurz nach Assmannshausen gefahren um von einem Privatwinzer einen sehr guten Riesling zu kaufen und hätte mir die Kante gegeben und dabei den Rheinischen Sonnenuntergang beobachtet.



In einer Woche muss ich wieder nach Mainz und da werde ich mir die eine Nacht am Rhein gönnen.


23.3.06 17:04

Edmund Eskandarian

Wir spielten auf der Strasse fussball und rannten hintereinander her durch den teilruinen der noch nicht fertiggestellten Hochhäusern. Im Kriegszeiten dauerten solche Bauten teilweise 7-8 Jahre bis sie fertiggestellt wurden. Einmal fehlte es an Zement, dann an Eisen, dann an Steinen oder auch an Kabeln. Das Gerüst war schon verrostet weil schon lange keiner mehr dort gearbeitet hatte und die Eisenstangen seit 2 Jahren Bloss standen. Sonne, Luft und Regen hatten die Oxidation beschleunigt. Die Ambiente war jämmerlich und trostlos, es war ein Neubaugegend in Nordosten Teherans wo die ersten anfingen auf den Hügeln ihre Häuser zu bauen.



Die Sonne schien unerbittlich und einige Jungs aus der Nachbarstrasse fanden sich zu uns um mit uns ein bischen Fussball zu spielen und hinterm Ball zu rennen. Sie liessen mich und Edmund aber nach ner Weile wieder allein.

Ich war 9 Jahre alt und Edmund war 10. Er war ein iraner armenischer Abstammung und somit ein Christ. Die Eltern schotteten sich weitestgehend ab und hatten kaum Kontakt mit den wenigen Nachbaren. Ich und Edmund waren aber gute Freunde. Die Seuche namens Religion hatte uns beide noch nicht infiziert. Wir waren noch rein. Wir waren einfach nur Freunde und nicht ein Moslem und ein Christ.



An dem besagten Tag hatte ich von meinem Vater die Anweisung bekommen um Punkt 12 zuhause zu sein weil ab Mittag die Sonne immer fürchterlich wütete und bis um 15 Uhr nicht mal ein Hund sich traute den Platz im Schatten zu verlassen.

"Edmund ich muss nach hause sonst schimpft mein Vater"

"Ok, kommst du um 4 wieder raus um Fussball zu spielen? Bis dahin wirds auch wieder kühler"


"ja, ich versuch zu kommen. Ich hoffe mein Vater erlaubt mir das.."



Ich sagte das und lief richtung unserer Wohnung in der parallelstrasse. Ich hörte wie Edmund -nun allein- den Ball an die Wand schoss und auf den Abpraller wartete damit er wieder gegentreten konnte. Die Wand war nun sein Mitspieler. Ich lief immernoch.



Kurz vor der Haustür, begann die rote Sirene stadtweit zu erklingen. Ein Zeichen der irakischen Luftangriffen. Mein Vater stand schon an der Tür und winkte mich rein, er hatte noch die Tür nicht hinter uns zugemacht als etwas gigantisches uns beide zur Boden warf. Es war so heftig dass ich erstmal für ein paar Sekunden nichts hörte. Mein Vater schmiss sich auf mich und nochmal war so ein Geräuch zu hören. Der Putz fiel von den Wänden und alle Scheiben gingen in die Brüche wobei sie durch den Knall wie Granatensplitter in der Luft rumwirbelten und die gegenüber stehende Wand förmlich durchsiebten. Im Garten hatten wir einige Bäume. In den Bäumen steckten die Scheibensplitter haufenweise drin. Wenn wir gestanden hätten wären wir durchsiebt wurden. Wir lagen noch am Boden.



Edmund war noch am Fussballspielen als die Bomben fielen. Er hatte die Sirene gehört und war zum Haus gelaufen. Die Haustür aber wurde zuspät aufgemacht, Edmund klingelte und klingelte und die Bombe traf unglücklicherweise in der selben Strasse wo Edmund wohnte. 60 Bombensplitter durchsiebten seinen kleinen, unschuldigen Körper. Hätte der Vater die Wohnungstür 5 Sekunden früher aufgemacht wäre Edmund heute 36 Jahre Alt. Der Vater baute die Wohnung nicht zu Ende. Er nahm seine Frau und die kleine Tochter und wanderte aus nach Amerika. Vor 4 Jahren hörte ich dass sie mittlerweile in der Heimat ihrer Vorfahren in Armenien leben.



22.3.06 16:03

Philosophie der Grossen

Ja ja, die Philosophie der Grossen...

Irgendwo hatte ich ein Zitat von Göthe gelesen:

"Wenn man den Leuten Pflichten auferlegt und ihnen keine Rechte zugestehen will, muss man sie gut bezahlen"

Auf dem ersten Blick ein sauberer und weiser Spruch und das erst Recht wenn es doch aus dem Munde von Göthe stammt. Da gibt es aber ein Hacken und ich setz das in Zusammenhang mit der typisch bürgerlichen Denkweise des 18. Jahrhunderts.

Wieso eigentlich ist es Göthe nicht in den Sinn gekommen zu sagen: "...muss man den Terror und das Morden bis ins Totale steigern" ?

21.3.06

Überfremdung der Metropole

Iran ist ja ein Vielvölkerstaat. Das hat ja seine Vorteile aber auch die Nachteile sind nicht zu unterschätzen. Teheran ist heute einer der grössten und Bevölkerungsreichsten Metropolen der Welt. Viele dieser Menschen sind zugezogen. Eigentlich sind denke ich 90% dieser Leute zugezogene Teheraner. Viele aus der Provinz Azarbaijan. Die meisten von Ihnen verlassen ihre Dörfer um in Teheran arbeiten und mehr Geld verdienen zu können. Das ist halt der kranke Zentralismus in diesem Land.



Ich sass im Taxi und fuhr richtung Süden der Stadt als ein dunkelblonder Mann mit grünen Augen anfing sein Herz auszuleeren. Er sass vorne und 3 sassen hinten. Einer von denen auf den billigen Plätzen war ich.



Ich selber bin ein Teheraner. Dort geboren, in die Schule gegangen obwohl auch die Familie meiner Mutter aus den kaspischen Regionen zugezogen sind. Teheraner sind meines Erachtens sehr tollerante Menschen. Sie nahmen jeden auf, sie brachten ihre Kulturen und kulturlosigkeiten mit ohne dass die Einheimischen jemals von ihnen verlangten zumindest die Gebräuche der Stadt und den besonderen Geist zu respektieren. Also kamen diese Einwanderer dorthin und errichteten ihre eigenen Stadtteile. Sie behielten die elterlichen Sprachen und Kulturen auch nach einigen Generationen bei.



Bis dahin ist alles noch verständlich. Aber wenn ich sehe dass der Geist der Stadt verändert wird, alles roher, unanständiger und respektloser wird, dann denke ich ist es Zeit die Dinge mal anzusprechen.



In der besagten Taxi fing der Mann an zu sprechen und schon nach dem ersten Satz merkte ich dass er ein Bauer aus Azarbaijan sein müsste. Sein Akzent war sehr intensiv und sein Persisch miserabel. Er schimpfte auf Teheran und teheraner und dass es im Dorf doch viel besser wäre, die Luft wäre sauber und die Milch noch Geniessbar...



Er faselte und faselte und ich hörte interessiert zu und wunderte mich darüber dass niemand etwas sagte sondern alle einfach nur zuhörten. Hinterher erfuhr ich dass all die anderen im Auto auch Azari waren!



"Entschuldigung Bruder, aber wenn es dir hier nicht gefällt, wieso tust du dir das an? Geh doch zurück zu dem Dorf wo du her kommst, da ist doch die Luft angeblich so rein und ..."

"Ich bin Teheraner" Das sagte er in ein Azariakzent und ich war kurz davor anzufangen hemmungslos zu lachen.

"Du bist Teheraner? Bruder man merkt an deiner Aussprache dass du allerhöchstens seit 2 Monaten hier bist"



"Hier schau" und er holte hastig und verärgert sein Shenasnameh (Geburtsurkunde) aus der Tasche und zeigte sie mir

Tatsächlich! Dieser Idiot war Teheraner. Er war dort geboren und nicht nur er sondern sowohl seine Mutter als auch sein Vater waren Teheraner!



Das meinte ich. Diese Leute hielten nichts davon sich auch nur ein bischen anzupassen. Sie kamen her, nahmen sich was sie wollten und was sie nehmen konnten und spuckten auf den Rest. Komisch! Diese Probleme scheinen auch national Geltung zu haben. Es ist wohl kein Problem einer Gesellschaft die es mit schwer integrierbare Ausländer zutun hat. Auch innerhalb eines Vielvölkerstaates und im Rahmen der nationalen Grenzen gibt es Menschen die die regionalen Werte missachten und darauf scheissen.
18.3.06 23:22

Schreie aus der Metropole (Teil 2)

Ich hatte in Frankfurt Fuss gefasst. Ich kam sehr gut zurecht. Mittlerweile arbeitete ich nicht mehr auf dem Bau. Ich war Cocktailmixer und Barkeeper. Es lief gut, ich verdiente gut und konnte mittlerweile auch wieder studieren. Zufällig traf ich einen Kubaner auf dem Campus und er brachte mir bei wie man Cocktails mixt. Hinterher fand ich heraus dass der Kerl -obwohl noch jung- ein sehr bekannter Mixer der Stadt war und deshalb schon garnicht mehr studierte sondern dabei war seinen eigenen Cocktailladen aufzumachen. Kein schlechter Lehrer dachte ich mir.



Ich strotzte nur so vor Selbstbewusstsein alles auf die Reihe gekriegt zu haben, meine Scheine machte ich Regelmässig obwohl ich fast jeden Abend bis in den Morgenstunden in verschiedenen Bars arbeitete und selbst danach noch unterwegs war.



Ich entdeckte die Kaiserstrasse. Die Strasse der Nutten, Spieler, Drogendealer ,Fixer und ängstliche Polizisten. Eines Tages hab ich mich dazu entschieden Hütchen zu spielen, ein Spiel was von den Jugos und Albanern dominiert wurde. Einmal setzte ich 50 Mark auf ein Hütchen weil ich mir verdammt sicher war die Kugel unter dem Hütchen gesehen zu haben, war nichts, ein Trick. Der Jugo hatte meinen 50 Markschein noch in der Hand und wedelte noch damit. Ich schaute ihn an, grapschte danach und riss ihm den Schein aus seinen Händen und fing an zu laufen als gäbe es keinen Morgen mehr. 2 von Ihnen verfolgten mich ungefähr 100 Meter, aber sie waren jämmerliche Läufer, ich konnte sie mühelos abhängen weil ich stabiler und schneller war, ich spielte Fussball und American Football und das nicht mal so schlecht. Sie hatten Angst mich bis zum Bahnhof zu verfolgen weil dort regelmässig die Polizei patrollierte. Meine Naivität war das erstemal dabei mir grosse Probleme zu bereiten wenn mir da die Physis der Beine nicht zur Hilfe geeilt wäre.



Ich studierte, keepte Bars und besuchte Nutten. Meine Beine wurden noch stärker durch das ganze Treppensteigen in den Nuttenhäusern. Ich bemerkte dass ich einen übermässigen Spass an Sex entwickelte. Es gab Monate in denen ich täglich Sex hatte und meistens mit verschiedenen Frauen. Entweder ging ich nach der Arbeit zu den Frauen die ich dort kennenlernte oder ich ging und übte Treppensteigen. Mädchen und Frauen aus Argentina, Libanon, Kolumbien, China, Brasilien, Phillipinen, Thailand... die Auswahl war gross.

"Komm Baby.."

"Du hälst mich nicht aus" sagte ich einmal frech und die kleine hübsche aus den Philipinen fing an sich krumzulachen. Sie hatte wohl mehr gesehen als ich mir vorstellen konnte. Ich ging rein und konnte mich davon überzeugen dass sie nicht nur mich locker aushalten könnte, sie wäre in der Lage einige zusätzliche Kaliber über sich ergehen zu lassen ohne mit der Wimper zu zucken. Ich hatte mich überschätz, ich gefiel ihr wohl. Sie lachte und wollte anstatt 50 nur 30. Ich legte 60 auf dem kleinen Tisch und ging raus ohne was zu sagen. Da waren Profis an Werk und ich war noch ein Rookie. Das änderte sich aber, ich wurde immer besser und mittlerweile die Brasilianerinen und Kolumbianerinen des Hauses freuten sich auf mich. Ich war wohl Charmant und behandelte sie gut. Ich kannte Männer die trauten sich nie an den Kolumbianerinen ran weil sie dachten sie würden von Ihnen belächelt werden. Einmal traf ich auf eine verhältnismässig ältere Frau die vielleicht 40 war. Sie wedelte nicht mit den Beinen und zog niemanden zu sich rein. Das reizte mich. Ich ging rein und setzte mich auf ihr Bett. Sie fing an sich auszuziehen ohne einen einzigen Blick auf mich zu werfen. Ich war zu, hatte einige Wodka 7 drin und fühlte mich gut. Ich hatte im Bar sehr viel Lounge und Jazz aufgelegt und hatte spass mit mir selbst und mit meiner Laune. Meine Taschen waren voller Geld. Ich kam aus dem Laden nicht raus ohne mindestens 100-150 Mark Trinkgeld gemacht zu haben.



"Zieh dich wieder an"

"Bist du ein Kranker?"

"Nein, zieh dich einfach wieder an" Das sagte ich und machte ihr klar dass das finanzielle klargehen würde. Diese Frauen hatten es am Tag mit verschiedensten Arten von Kranken Männern zutun und waren desensibilisiert. Hätte sie einmal angefangen zu schreien oder die Zuhälter zu rufen dann hätte ich nicht mal die freie Bahn zum Bahnhof und müsste mich der Schlägerei stellen und obwohl ich physisch gut war, hätte ich da keine Chance. Ich hatte die Mutanten mal bei der Arbeit erlebt. Allein die Tatsache dass die Polizeit jeden einzelnen von diesen Zuhältern kannte aber nichts gegen sie ausrichten konnte, war ein Grund ein bischen nachzudenken bevor man den Helden spielte.



"Hier, hier sind 50 Mark. Oder sag du mir, wieviel ist denn ein Gespräch mit dir wert?"

"Gehe mir aber nicht auf die Nerven. 50 sind genug. Was willst du?"

"Komm, setz dich neben mich" und schlug mit der rechten Hand aufs Bett als Zeichen der Einladung"



Sie kam, setzte sich neben mich und schaute mich mit ihren hübschen aber schmerzvollen Augen an und grinste.



"Wo kommst du her?"

"Argentinien"

" Wieso hast du mich so traurig angeschaut? Magst du die Sache hier nicht?"

"Nein aber ist egal jetzt, ich weiss nicht bist du sicher dass du kein Sex willst?"



Ich sah auf ihren kleinen Tisch eine CD wodrauf "Tango Argentino" zu lesen war.



"Tanz Tango mit mir!"

Sie dachte ich bin auch nur ein bekloppter Idiot wie die anderen. Womöglich war ich es auch aber ich fühlte mich nicht als ein Idiot. Mir war die Sache ernst. Ich hatte Emotional eine schnelle Bindung aufgebaut zu dieser Frau, ich hätte grosse Probleme mit ihr Sex zu haben, weil ich das Gefühl hatte dass sie für den Job den sie machte zu intelligent war. Sie machte es ohne Eigenwerbung und ohne schlampigen Gesten.



"Du weisst was mit dir passiert wenn du mich verarschen willst"

"Dein Geld ist da auf dem Tisch. Nimm es und stecks in deiner Tasche. Bezahlt habe ich ja, also bring nun Leistung jetzt. Tanz Tango. Kannst du das überhaupt?"



Ich konnte zwar Salsa aber es gab einen grossen Unterschied zwischen Tango und Salsa. Ich stand auf, und macht eine stolze Geste was eigentlich jeder drauf haben müsste der einmal ein Tangotänzer im Fernseher beobachtet hatte.



"Kannst du Tango tanzen?"

"Nein, aber du bringst es mir bei. Ich bin talentiert, ich lern schnell"

Sie stand auf, ihr Bademantel den sie angezogen hatte ging auf und sie war drunter splitter nackt. Sie legte die CD rein und kam langsam zu mir während sie den Kopf schüttelte, sie dachte wohl was ist dass nun für ein Idiot mit dem sie sich um die Uhrzeit abgeben musste.



Die stolze Musik fing an zu spielen, sie führte mich langsam und sehr bedächtigt, sie war der Mann und ich die Frau, sie war Dominant und ich musste mich hingeben, sie tat es sehr gut, ich lernte tatsächlich schnell und nach 5 Minuten waren meine Aktionen sehr koordiniert. Ich übernahm die Führung und rückte die Verhältnisse zurecht. Ich war nun der Mann und sie die Frau. Nach 10 Minuten hörte ich auf. Sie war begeistert. Sie verlor ihr Hemmung und den letzten rest von Misstrauen mir gegenüber. Ich bedankte mich und wollte sie verlassen als sie mich festhielt und umdrehte. Sie hatte die 50 Mark in der Hand.

"Hier, nimm den Schein"

"Nein ich hätte die Zeit mit dir auf jeden Fall bezahlt. Ich wollte Tanzen als o bezahle ich dafür, andere wollen vielleicht Sex aber ich bekam was ich wollte. Ich bin ein zufriedener Kunde" Ich sagte das und lächelte sie an, sie stand vor mir und fing an an mir rum zu spielen.



"Nein, die 50 Mark nehme ich dann wenn du mit mir Sex hast. Wenn nicht dann nimm dein Schein und gehe"



Einmal mehr hatte ich in der vermeintlich unterste moralische Schublade der Gesellschaft einen Menschen getroffen der mit Sicherheit um längen moralischer, feiner und menschlicher war als all die abgefuckten Krawattenträger die man am Tag, nicht weit von Rotlichtviertel aus dem silbernen Hochhaus der Dresdner Bank herausspazieren sah.



Ich drehte mich um und ging hinaus und zog die Tür hinter mir zu. 3 Zimmer weiter wedelte eine Brasilianerin mit ihren hübschen Beinen und ihre hübsche Kakaofarbige Haut lud mich ein. Ich ging rein und verpulverte den Rest meines Geldes. Dieses mal für das wofür ich ursprünglich dorthin gegangen war.

Teil 1
14.3.06 21:58

Und sie verlangten Leben, und boten nichts (Teil 3)

Ich stand inmitten der Stadt Sanandaj. Kein Geld in der Tasche dafür aber Taschen voller Löcher.
Langsam kam das Kind in mir hoch. Ich fing an leise zu weinen während ich nach einen Ausweg suchte und einfach ziellos weiterging. In Teheran hätte mich bestimmt jemand angesprochen und nach mein Problem gefragt. Kurden aber waren selbst ein Leiderprobtes Volk. Ich glaube der Anblick eines Jungen mit löchrigen Kleider der die Strassen hoch und runter ging, war dort nichts besonderes. Alle gingen an mir vorbei und ich an Ihnen.
Ich beschloss irgendjemanden anzusprechen und einfach die Wahrheit zu sagen. Ich ging zu einem alten Teehaus wo viele alte Kurden sassen, Teetranken und Backgammon spielten. Hinterher erfuhr ich dass niemand auf dieser Welt die Kurden in ein Backgamon match schlagen könnte. Sie schnitzten die besten und künstlerischsten Backgamons der Welt. Wohl der Nationalsport der Kurden.
Ein Junge kam aus dem Teehaus raus und bediente die Herren mit Tee und Wasserpfeife. Er hatte ein weisses Küchentuch auf sein Schulter. Ich suchte ihn aus um mein Problem mitzuteilen. Er war in meinem Alter, vielleicht ein zwei Jahre älter. Ich ging zu ihm und sagte dass ich ohne meine Eltern dort wäre und einfach nur telefonieren wollte. Ich bräuchte nurmal ein paar kleine Münzen. Er schaute sich um und fragte mich wo denn meine Eltern wären.
>>Sie sind in Teheran<<
>>Und was machst du hier?<<
>>Wenn du mir die Münzen geben kannst, dann gib sie mir bitte, ansonsten gehe ich weiter und frag einen anderen<<
Er schaute sich wieder ein bischen um griff in die Tasche und holte alles raus was er in den Taschen hatte. Lauter Münzen. 2 davon gab er mir. Ich bedankte mich und lief wie verrückt zu der anderen Seite der Strasse wo ein heruntergekommenes öffentliches Telefon stand. Ich rief zuhause an, und als meine Eltern nach 3 Wochen das erste mal meine Stimme hörten, fingen sie an zu heulen. Ich versuchte mit meinem Vater zu sprechen aber er rief nur meinen Namen. Das ging 5 Minuten lang. Ich war pragmatisch mein Vater war einfach nur Emotional weil er wahrscheinlich nicht mehr daran glaubte dass ich lebe.
>>Wo bist du mein Sohn? Wo?<<
>>In Kurdistan. In Sanandaj<<
Er fluchte, wie wild, er beschimpfte die Führer und verdammte diesen Krieg. Es war nicht Druckreif. Er wusste wer dafür verantwortlich war dass 11, 12 jährige Söhne für etwas den Kopf hinhalten mussten wofür sie nichts konnten. Das war nicht mein Krieg, auch nicht der Krieg der Iraker. Wir waren einfach nur die Instrummente.
>>Pass auf, ich hab einen alten Freund der unter mir diente als ich noch in der Armee war. Ich war auch in Kurdistan. ich gib dir die Telefonnummer, zufälligerweise habe ich vor 2 Monaten noch mit ihm telefoniert. Ruf ihn an und sag er soll dir Helfen bis ich da bin<<
>>Ich hab nichts zu schreiben. Ruf du ihn an und sag ihn wo ich bin dann kann er mich hier abholen.<<
Ich gab den Strassennamen durch und den Namen von dem Teehaus und beschrieb mein äusserliches. Er fing wieder an gedämpft zu heulen als ich dabei war meine Kleidung zu beschreiben damit sein Freund mich dort orten konnte.
Nach ungefähr 45 Minuten kam er. Er nahm mich im Arm, küsste mich auf die Wange und wir fuhren weg. Ich kam an, duschte, bekam neue Kleider und schlief auf dem Sofa ein. Seine Frau deckte mich zu. Ich schlief durch. Das erste mal nach 3 Wochen.
Am nächsten Tag kam mein Vater. Ich dachte er würde ein Feuerwerk der Tränen abbrennen. Es war nicht so. Er hatte sich zuhause in Teheran ausgeheult und kam um mein Problem endgültig zu lösen. Ganz Pragmatisch. Er war Mathematiker.
Er küsste mich überall im Gesicht, hielt mich ganz fest in den Armen und ich hörte ihn leise weinen als er mich drückte. Ich war zu nah an ihn dran um es nicht zu merken. Er liess mich erst dann los, als er vorher seine Tränen wegwischte. Er wollte nicht dass ich es merkte aber ich bemerkte es.
Er kam mit viel Geld und mit ein Plan mich aus dem Land zu schmuggeln. Ich wollte nicht gehen ohne dass ich meine Mutter gesehen hatte. Also blieben wir noch 2 Tage dort bis dann auch meine Mutter nach Sanandaj kam.
Sie organisierten einen Termin mit einen Schmuggler. Er bekam wohl einige tausend Dollar um mich über die Grenze in die Türkei und von dort aus erst nach Istanbul und dann über Bulgarien, Jugoslawien und Tschechei nach Deutschland zu bringen. Von dort aus sollte mein Onkel aus Norwegen kommen und mich zu sich dorthin bringen.
Die Abschiedsszenen waren Grauenvoll. Eine Familie war dabei auseinander zu brechen. Meine Mutter hatte 2 Tage lang nonstop geweint. Ihr Kind, ihr kleines Kind war dabei für immer wegzugehen.
Wir kamen zu der Grenze und ich stieg in ein verstecktes Unterteil eines Lastwagens. Wir kamen locker durch. Es war nur Kalt. Der osten Türkeis ist wie unser Kurdistan: Sehr Kalt, sehr Gebirgig. Wir waren auf dem Weg nach Istanbul. Wir hielten nur Nachts. Der Fahrer war mittlerweile ein Türke und der iranische Schmuggler konnte perfekt türkisch. Er liess mich in abgelegenen Ortschaften manschmal raus und neben sich vorn zu sitzen. Ansonsten sah ich nur Dunkelheit in den eingebauten Unterteil des Lasters. Mein Vater hatte den Schmuggler gut bezahlt. Er versprach mich heil bis nach Deutschland zu bringen.
In Istanbul, übernachteten wir in ein mittelmässiges Hotel. Am zweiten Tag kam der Schmuggler und sagte:
>>Es tut mir leid Junge. Ich kann dich nicht mehr weiter bringe!!<<
Er hatte sich mit anderen Schmugglern gestritten und wurde verletzt. Sie hatten wohl in der Nacht ein Messersticherei. Jedenfalls war er für ein Schmuggler zumindest so gut dass er mein Aufenthalt in Istanbul für 2 Wochen sicherte indem er aus dem Geld was er von meinem Vater bekam für 2 Wochen im Voraus das Zimmer zahlte in dem ich hauste. Ich war Illegal dort. Er gab mir noch 500 Dollar und zusammen mit dem Geld was mein Vater mir selbst gab, hatte ich insgesamt 1500 Dollar. Allein in Istanbul, verstand kein Türkisch und hatte Angst vor der Polizei. Das wetter jedoch war gut. Ich hatte teilweise schöne Tage dort. Ich ass draussen, telefonierte mit Eltern und erzählte von dem was mir passierte und davon dass ich nun Allein bin und nur noch auf mich selbst zählen kann. Mein Geld neigte sich dem Ende zu und meine 2 Wochen im Hotel waren auch bald rum. Es war nicht nur bald rum, irgendwann wurde es sogar zu Wirklichkeit und ich hatte das Zimmer zu räumen. Ich tat es und schlief ab sofort in den Parks und am Hafen. Ich hatte Glück, die Tage und Nächte waren Warm und es gab keine grösseren Probleme mit der Temperatur. Irgendwann sass ich am Tag am Hafen und schaute mir die Schiffe an die am Bosporus zahlreich hin und her fuhren als auf einmal ein Typ mit mir persisch sprach. Ich drehte mich um und wunderte mich wieso denn dieser unbekannte Typ mit mir persisch sprach. Er wurde zufällig aufmerksam als er an mir vorbei ging und mich pfeifen hörte. Ich pfiff wohl ein persisches Lied und er erkannt es und wusste sofort dass ich nur ein Iraner seien konnte.
Dieser Man war wohl der beste Landsmann den ich jemals davor und lange danach antraf. Er hörte sich meine Geschichte an und sagte dass er leider nicht viel mehr tun könne als mir das verlorene Zimmer wieder zu besorgen und für die nächten 2 Wochen im vorraus zu zahlen. Einfach so. Ich habe nie herausgefunden wie er hiess und was er machte. Er kam mit mir zum Hotel, zahlte mein Zimmer, verabschiedete sich und ging. Es gab wohl noch gute Landsmänner.
.....
Jahre Später studierte ich Architektur in Frankfurt und schlief immernoch in Parks und in der Dresdner Bank. Ich jobte immernoch in Bars, Restaurants, kneipen...
Heute schreibe ich über Banalitäten und sehe das Leben als völlig Sinnlos an. Nein kein depressiver Nihilist. Nach dem was ich gehört, gelesen und gesehen habe - und das ist eine Menge gewesen- kam ich zu dem Schluss dass wir Sinnlos existieren. Dein Leid hat irgendwann auch ein anderer gehabt, die schwere deines Leides wurde bestimmt irgendwo von irgendeinen anderen armen Menschen getoppt. Was du schreibst, hat irgendjemand vor dir in ähnlicher Art und Weise auch geschrieben...
Wir warten auf ein Ende und schlagen unsere Zeit tot bis dahin. Die einen erfinden für sich eine andere Welt im Himmel nur um dieses Leben auf der Erde und die Unwissenheit ertragen zu können und um sich ein abruptes Ende -was am wahrscheinlichsten ist- nicht vorstellen zu müssen.
Die einzigen Dinge die dieses warten angenehmer gestallten können sind nach meinen Erfahrungen: Lieben, Bücher, Musik, Sport, Angeln, und das alleinsein mit Schönheiten, ganz egal ob diese Schönheiten in der Natur vorkommen oder bei den Menschen.
Teil 1
Teil 2
9.3.06 18:25

Lass dich untersuchen

Ich hatte meinen Führerschein verloren weil ich besoffen Auto fuhr und dabei erwischt wurde. Zum Glück hatte ich eine türkische Freundin die für mich wirklich wie ein Engel war. Sie sah gut aus, war rassisch, hatte dunkelblonde Haare und grüne Augen, volle Lippen. Der Sex mit ihr war FANTASTISCH. Es gab zeiten dass sie um 4 Uhr morgens bei mir klingelte, hoch kam, ihr Portion abholte und wieder nach Hause fuhr. Sie hatte immer irgendwelche Ausreden und Lügen parat um die strengen Eltern um die Finger zu wickeln. Mir war das Recht. Sie war einiges Wert. Sie holte mich ab, fuhr mich zu Uni, holte mich von der Arbeit ab, kochte, putzte meine Wohnung und fühlte sich beleidigt wenn ich ihr helfen wollte. Also liess ich die ganze Sache geschehen.
Wir fuhren nach Bingen zum Jazzfestival. Eine gignatische Stimmung, die ganze Stadt war ein einziges Konzert. 24 Jazz und Blues Bands die meisten aus den Staaten und der beste war ein 74 jähriger Schwarzer Bluessänger aus Detroit, Michigan.
Ich besorgte 2 Flaschen Pinot Noir. Wir waren zu viert. Tim ein Schwabe, Susan eine Waliserin, die Freundin von Tim, ich und meine hübsche Prinzessin. Wir liefen von Band zu Band, von der einen Weinecke in die andere und blieben am Ende bei den alten Bluessänger hängen. Wir tranken und applaudierten. Wir wurden besoffen. Das Wetter war genial, die Sonne verschwand langsam hinterm Rhein und es wurde Dunkel.
Irgendwann ganz Spät in der Nacht haben wir beschlossen zurück zu fahren. Susan wollte wasser lassen aber dadurch dass sie einen sitzen hatte, war die Koordination und Genauigkeit hin, sie pinkelte, aber die hälfte besudelte die heruntergezogene Hose. Sie also zog die Hose aus, zog die Fensterscheibe runter, legte die Hose drauf und zog die Scheibe wieder hoch. So sollte die Hose während der Fahrt trocknen. Die stimmung war gut, ich sang Ihnen ein paar Sinatra und Presley Lieder und sie lachten. Susan übrigens hatte keine Unterhose an und sass nackt auf dem Hintersitz neben Tim. Wir wollten noch nicht nach hause. Ich schlug vor noch in ein Cocktailbar zu gehen. Wir hatten einen sehr guten Mixer in der Stadt und er machte die besten Cocktails für höllige Preise. Wir gingen hin und fanden sogar freie Plätze.
>>Lass uns über Sex reden<< sagte Susan. Ich hatte kein gutes Gefühl dabei. Ich kannte Susan, sie hatte eine Geschichte. Sie konnte locker explodieren und die Stimmung versauen. Ich glaube das ist das unberechenbare keltische Blut gewesen.
Ich bestellte für mich und meiner Prinzessin. Susan setzte fort:
>>Hey was hälst du eigentlich von Dildos<< fragte sie und schaute dabei meine Prinzessin an. Ich konnte sowas nicht leiden, ich war eine komische Mischung in vielen Dingen war ich überliberal, aber in sachen Sex war ich etwas altmodisch.
>>Wieso fragst du sie sowas Susan?<<
>>Was geht dich das an? Ich hab sie gefragt und sie soll auch antworten<<
Ich hielt mich zurück aber meine Prinzessin war überraschenderweise neugieriger als ich dachte. Sie fingen an sich warm zu unterhalten. Ich nahm mittlerweile den ersten Schluck aus meinem Bananencocktail.
Tim grinste die ganze Zeit und fand alles cool. Susan hatte dort im Haus alles zu sagen, teilweise sogar darüber wann Tim auf die Toilette durfte und wann nicht.
>>Ich hab ein Dildo und Tim weisst das!<<
>>Ich weiss nicht Tim, stimmt das?<< Fragte ich erstaunt.
>>Ja, ich glaub schon<< sagte Tim und lachte.
>>Sagmal was bist du denn für einer. Was ist denn so schlimmes dabei? Ich liebe Tim, aber ab und an benutze ich den Dildo. Das ist als Abwechselung wirklich sehr schön<<
>>Wenn Tim es richtig bringen würde, hättest du hier niemals so einen Show abgezogen!<< Ich lief langsam Amok, zwar noch Verbal aber es war Amok.
>>Wie kannst du so mit ihr sprechen? Schäm dich!<< sagte mittlerweile auch meine Prinzessin. Um mich herum leerte es sich so schaute es aus.
>>Was ist? Benutzt du auch ein Dildo und ich weiss es nicht? Brauchst du auch Abwechselung? Willst du mir im Suff jetzt was beichten?<<
>>Leck mich am Arsch!<< sagte Susan und wurde Ernst. Tim versuchte sie zu beruhigen. Vergeblich.
>>hast du gehört was ich sagte? LECK MICH AM ARRRSCH<<
>>Susan ich hab kein Problem damit dein Arsch zu lecken wenn du dich vorher untersuchen lassen würdest<< das sagte ich und der Satz brach alle Dämme. Sie fing an zu heulen, stand auf, zog sich die Hose runter, zeigte mir ihre hübschen Pobacken und zog mit beiden Händen die Pobacken auseinander so dass ich alles detailiert sehen konnte. Alles.
>> so komm. ich möchte dass du mich leckst. Am Arsch und auch woanders<<
Die männlichen Gäste bekamen allesamt zusätzliche Augen. 2 fingen an zu applaudieren als sie diesen schönen Anblick sahen. Ich stand auf, nahm von meiner Freundin eine Zigarette und ging raus. Sie kamen nicht hinterher und ich war froh darüber. Es war mittlerweile 4 Uhr morgens. Ich lief durch die Stadt und entschied mich dafür zu Sizilia zu gehen. Sie hatte immer eine offene Tür für mich und vieles Mehr noch dazu.
8.3.06 22:49

Und sie verlangten Leben, und boten nichts (Teil 2)

Wir waren Stunden unterwegs und als ich die Front erreichte bekam ich es langsam mit Angst zutun. Ich war nur ein Kind zwar ein logisches und teilweise Starkes Kind aber noch immer nur ein Kind.