Donnerstag, 10. August 2006

Bella Italia

Wir kamen grade in Livorno an. Die Stadt schien ein wenig Depressiv zu sein zumindest hatte man den Eindruck wenn man in der Nacht in die Stadt kam. Wir waren zu viert. 3 Jungs und eine gute Freundin. Das hatten wir oft gemacht, einfach rein ins Auto, nach Italien über die Schweiz und dann entweder aus Genua oder aus Livorno die Fähre genommen richtung Korsika oder Sardinien. Diesesmal gings nach Korsika.
Die erste Fähre würde um 6 Uhr Morgens richtung Bastia losfahren. Wir hatten uns verkalkuliert und waren schon um 3 Uhr morgens im Hafen von Livorno. Der Hafen von Livorno ist sehr Breitflächig und herunter gekommen. Es gibt eine riesige Parkfläche die einem noch riesiger vorkam weil um 3 Uhr morgens noch kein Idiot dort parkte.
Schon als wir noch in der Stadt waren und nach dem Weg richtung Hafen suchten, fiel mir ein Alfa Romeo auf der für diese Uhrzeit ziemlich agressiv auffuhr, bremste, hin und her zickzack fuhr und auch manchmal so tat als ob er uns überholen wollte, es aber nicht tat sondern neben uns weiterfuhr. Die Insassen schauten uns an als hätten sie Mörder aufgespürt.
>>Sag mal was will der?<< Sagte Roman ein Tscheche mit dem ich studierte.
>>Ich weiss nicht sollen wir anhalten?<< erwiderte ich
>>Jungs bitte nicht, wir sind doch gleich im Hafen, bitte kein Ärger, lasst uns bitte die paar Tage ohne Stress verbringen<< sagte Anna, auch eine Studiumkollegin.
>>Pass auf wir halten an! Diese Idioten lassen uns ansonsten nicht in Ruhe. Mensch ich bin dabei die Kontrolle zu verlieren. Was soll das denn? Wieso macht er hier den Affen? Gleich gibts hier ein Unfall<<
Das sagte Afshin, der Fahrer, ein Persischer Landsmann der auch ein Student war allerdings studierte er Bauingenieurwesen und wir die anderen Architektur. Alles potenzielle Arbeitslose und Taxifahrer.
Anna hatte riesen Angst und sie gab uns das unmissverständlich zu verstehen. Wir entschieden nicht anzuhalten und weiter richtung Hafen zu fahren. Die Italiener verfolgten uns.
Als wir dort auf dem riesen Parkplatz ankamen war es schluss mit lustig. wir hielten an und die Italiener neben uns auch. Roman, Afshin und ich beschlossen erstmal nicht auszusteigen um zu sehen was die Italiener vorhatten.
>>Jungs wenn es drauf ankommt müsst ihr aber da sein, nicht kneifen und auch keine Ausreden, raus und einfach drauf ok?<<
Ja klar. Ok sagten die anderen zwei während Anna nichts mehr sagte.
>>Anna, wenn wir aussteigen kommst du bitte von hinten nach vorne und setzt dich hinterm Steuer. Wenn wir es schaffen wieder ins Auto einzusteigen dann gibst du einfach nur gas, wenn nicht, und wenn du siehst dass es länger dauert, dann fährst du einfach los zu der Polizeistation. Sie sind nicht weit weg, ich hab sie auf der Fahrt hierher gesehen<<
Sie war damit einverstanden. Es dauerte keine 2 Minuten als die 3 Italiener das Auto verliessen und zu uns rüber kamen. Sie schienen besoffen aber trotzdem agressiv zu sein. Roman hielt es nicht aus, er öffnete die Tür und schlug damit den ersten Italiener vors Bein der mittlerweile an der Wagentür stand. Wir sprangen raus und es entwickelte sich eine intensive Schlägerei wobei die Italiener gut mitmachten dafür dass sie ziemlich betrunken waren. Hinter dem Motiv ihrer Agressivität kamen wir nicht aber wir richteten sie ziemlich derbe zu. 2 von Ihnen bluteten überall im Gesicht ich und Roman auch weil wir die stärksten von Ihnen zugeteilt bekamen während Afshin sich mit den letzten eine Ringeinlage lieferte und sie sich beide lange Zeit auf dem Boden nur rumwälzten. Wir jedoch hatten richtige Faustkämpfer erwischt die zudem gut austeilten die aber keine gute Nehmer waren. Alle drei haben ungefähr nach 5 Minuten das Auto gesucht und stiegen ein, blutig und ziemlich ausser Atem. Ich hatte kratzer am Hals und meine Lippen bluteten, Roman hatte ein blaues Auge und Afshin der sich nur auf dem boden wälzte hatte nichts!
Mittlerweil waren die Italiener fort und als wir zum Auto kamen, war Anna dabei sich kaputt zu lachen.
>>Und? hat der Urlaub gut angefangen?<< Sagte sie zu uns
>>Leck mich am Arsch Anna, fahr schon los in die Stadt hier können wir nicht lange bleiben, wenn sie mit Verstärkung kommen hilft uns hier keiner<< Sagte ich.
Sie fuhr los

11.3.06 14:17

Schreie aus der Metropole (Teil 1)

Ich arbeitete auf dem Bau. Ich kam aus Bremen nach Frankfurt um zu studieren, bekam kein Bafög und hatte kaum was gespart um lange davon zu verzehren. Die Substanz des Kontos war wirklich überschaubar gering.

Ich hatte nicht viel drauf. Ich hatte ja nur die Abitur in der Tasche. Taxischein hatte ich nicht und für was anderes war ich nicht zu gebrauchen ausser als Fussball - oder Footballspieler. Darin war ich wiederum nicht gut genug um damit grossmässig geld verdienen zu können. Frankfurt beeindruckte mich nicht, ich weiss bis heute nicht warum ich dorthin kam in so jungen Jahren. Bremen war beschaulich, etwas unterdkühlt aber das war ich mittlerweile auch. Ich liebte den Hafen und hasste Hamburg wie die Pest.

Ich kam mit 5000 Mark in die Stadt und das war nichts für jemand der erstmal Fuss fassen musste. Es kam nichts dazu aber jeden Tag musste was davon verzehrt werden und das Studentenzimmer musste ja auch bezahlt werden. Das Zimmer war nicht gross und auch nicht sehr Teuer aber immerhin kostete es mich 250 Mark im Monat.

Ich dachte ich muss unbedingt schnell was finden also ging ich runter mit den Erwartungen die eigentlich nie richtig hoch waren. Ich ging zu einer Arbeitsvermittlungszentrale und teilte mit dass ich einen gekonnten und sehr fähigen Bauarbeiter abgeben würde wenn sie mir denn die Möglichkeit geben würden mich zu beweisen. Ich stellte schnell fest dass mittlerweile fast keinen Job geben würde der selbstverständlich zu haben wäre. Auch als Kloputzer musstest du wahrscheinlich erstmal 5 Absagen über dich ergehen lassen bevor du den Traumjob angeboten bekammst.

Ich bekam keine Absage, mir wurde nur gesagt dass ich doch überqualifiziert wäre als der Sachbearbeiter mitbekam dass ich eine gute Abiturdurchschnitt hatte, fragte er mich was ich denn für ein Gehaltvorstellung hätte. Ich pokerte hoch und überschätzte mich:

"Ist mir egal was sie mir geben wollen solange ich mit 1000 Mark Netto am Ende dastehe"

"Hmm..Also 1000 Mark?"

"Richtig"

"Ok, wir melden uns bei Ihnen, sie haben ja die Telefonnummer dagelassen."

"Richtig"

Ich kam raus aus dem Sklavenvermittlungsbüro und hatte eigentlich keine Hoffnung mehr als ich dann eine Woche später einen Anruf bekam und sie mir den Job gaben. Ich muss wohl eindruck gemacht haben.

Als Erstsemestler kam ich garnicht zum studieren. Ich hab nur gearbeitet und zwar teilweise 10-12 Stunden am Tag auf dem Bau. Am Anfang waren sie vorsichtig und hielten sich an die 20 Stunden pro Woche für Studenten. Mir reichte es aber nicht. Ich sah die Gestallten an und wusste dass 80% des Belegschafts auf dem Bau ohnehin Schwarzarbeiter waren. Polen, Jugos, Rumänen, Russen, Türken.. und ein verdammter Iraner. Ich ging zu dem oberbauer und sagte:

"Ich kann länger Arbeiten wenn sie denn interessiert wären"

"Du bist doch Student"

"Egal, ich muss arbeiten und im Moment brauche ich die Kohle, das Studium muss ein bischen zurückstecken"

"Nein nein, sowas machen wir nicht!"

Am nächsten Tag kam der selbe Idiot auf mich zu und sagte dass sie bereit wären mich Vollzeit arbeiten zu lassen nur die Differenz zu den 20 Wochenstunden würde dann Bar auf die Hand ausgezahlt werden.

"Passt"

"Also dann morgen Früh um 6 am Bahnhof, es geht richtung Hattersheim"

"Geht Klar"

Teil 2

13.3.06 20:36

Histoires du Sud

Ich kam grade in Bastia an. Die grösste Stadt auf der französischen Insel Korsika und die Hauptstadt des Nördlichen Präfektorats. Es war heiss, und die 2 Stunden auf dem Deck der Fähre hatten mich völlig verbrannt. Als ich ankam war ich schon total Braun im Gesicht.

Ich stieg aus, und spazierte richtung Stadtmitte. Sie ist in Bastia unweit des Hafens. Ich setzte mich auf der Terasse eines Cafes unter einer Palme und bestellte Cafe au lait. Es dauerte keine 30 Sekunden und schon merkte ich dass es keine kluge Entscheidung war. Ich nahm die Bestellung zurück und bestellte Martini auf Eis mit einer Scheibe Zitrone. Ich war angekommen und hatte nun den Drink vor mir der zu den Temperaturen passte. Es waren 40 Grad in Schatten und der Cirocco aus Afrika war grade dabei Korsikas Wälder niederzubrennen. Mittlerweile war ich von Martini auf Gin Limette umgestiegen und hatte insgesammt 5 Drinks drin. Es ging mir gut, das einzig Beklagenswerte war dass die Stadt völlig leer war. Die Korsen wussten wohl warum, nur ich nicht.



Ich schlug die Zeitung auf und sah eine Anzeige des Spiels zwischen SC Bastia und Paris saint Germain. Das wollte ich schon immer tun, ein Fussballspiel des Ligue 1 auf Korsika anzuschauen. Bastia war die einzige ersteklassige Mannschaft auf Korsika, die andere Mannschaft aus Ajaccio spielte in der zweiten französischen Liga.



Ich ging ins Stadion und feuerte Bastia an. Die Korsen können Hautpstadtteams nicht leiden. Generell sind die Korsen sehr misstrauische und ernst drein schauende Menschen. Bastia kam aber über ein 1-1 gegen Paris nicht hinaus und konnte froh sein nicht verloren zu haben. Ich wusste noch immer nich wo ich schlafen sollte. Genug Geld hatte ich bei mir und die Visa Karte war auch vorhanden, trotzdem hatte ich das Problem noch nicht gelöst. Es wurde langsam dunkel und ich unternahm den ersten ernsthafen Versuch eine Bleibe zu finden. Es gab eine Strasse sie war bekannt dass da immer Privatpersonen Zimmervergeben und zwar zu sehr günstigen Preisen. Ich ging zu der besagten Strasse und lief die Strasse entlang. Einige Köpfe schauten aus dem Fenser heraus und es dauerte nicht lange bis ich den ersten Angebot bekam. Ich nahm sofort an weil ich müde und besoffen war. Es war ein kleines Zimmer aber mir reichte es völlig. Ein Bett, Handtücher, Badetücher, Waschbecken und eine Toilette draussen. Es passte. Der Vermieter war ein 30 jähriger Halbkorse. Sein Vater war Engländer und er hatte wohl vor 30 Jahren eine Nummer mit einer hübschen Korsin geschoben und er war das Produkt dieser 20 Minütigen Vergnügung des Britischen Urlaubers. Er sprach perfekt Englisch. Das war mir Recht. Mein Französisch war gut, aber Englisch war mein Ding. Das konnte ich fast genauso gut wie Deutsch. Ich lud ihn ein auf mein Zimmer, ging runter zum Spirituosenladen und kaufte eine Flasche Gin. Als ich kam stand er da am Fenster und schaute Richtung Hafen. Mittlerweil war es Dunkel und die Stadt sah fantastisch aus. Das Zimmer war etwas höher gelegen und man hatte einen märchenhaften Blick auf Hafen und der Stadt. Ein leichter angenehmer Wind wehte mittlerweile und sorgte für Erfrischung. Ich setzte mich aufs Bett und er auf dem Stuhl. Ich goss uns beiden die Glässer halbvoll und entschuldigte mich dafür dass wir es halt pur trinken mussten. Cheers! Wir tranken und tranken und unsere Gespräche wurden immer heftiger und Hemmungsloser. Irgendwann sagte ich ihm dass ich die Briten nie gemocht habe und dachte mir nichts dabei.

"I am a brit!"

"I couldnt care less. Another one?" und goss weitere zwei Gläser voll mit Gin.

"Hey motherfucker, i said i am a brit. You are not gonna badmouth the brits once again or i will rip your ass off, right now, right here"

Die Sache wurde scheinbar ernst. Mit sowas hatte ich immer pech. Ich spendierte Alkohol, und war ehrlich und nun hatte ich mitten in Korsika in meinem Zimmer einen Typen da gegenüber mir sitzen der zufälligerweise eher ein Brite war als ein Korse und sich nichts daraus machte dass der verdammte britische Vater ihn und seine Mutter in den Arsch getreten und verlassen hatte.



Es war aber irreversibel. Ich mochte die Briten nunmal nicht und ich war Holzköpfig genug um die Herrausforderung anzunehmen.

"Hey bro, you can be whatever you want but you certainly wont change my mind about those fucked up brits. So either you accept this Statement as it is, or you get the fuck out of my eyes. As simple as this" Und schon bekam ich den rechten Hacken aufs Kinn geschlagen der Mächtig war und mich völlig aus dem Rythmus brachte.



Ich trat gegen dem Tisch und traf ihn am Knie. Das war das einzige was ich erstmal machen konnte. Sein Schlag war hart genug um mich für paar Sekunden durcheinander zu bringen. Aber ich fasste mich wieder, kam hoch und lief auf ihn zu. packte ihn mit der linken hand am T-Shirt und fing an einige kurze Rechte anzubringen. Er war unbeeindruckt, duckte sich ein bischen, packte mich an der Hüfte und schob mich vor sich hin bis zum Waschbecken. Er war Bärenstark und ich konnte nichts gegen ihn tun obwohl ich selber auch Stark war. Während er mich durchs ganze Zimmer schob, schlug ich dauernd linke Hacken und rechte Uppercuts. Einer dieser Schläge brach ihm das Jochbein aber der Kerl liess nichts anmerken und knallte mich mit voller wucht gegen das Waschbecken und drücke mein Kopf nach hinten so das auch der Spiegel in die brüche ging. Nun fing er auch noch an mit Fäusten zu arbeiten. Er schlug hard. Ich versuchte mitzumachen, es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, ohne verteidigung. Gradeaus, immer drauf los, ich mit Rechts er mit Links (er war linkshänder) und alles Treffer, mittlerweile merkte ich garnicht mehr was ich tat, ich schlug nur noch zu nur um nicht kleinbei zu geben und merkte wie die heisse Suppe mir übers Gesicht lief sah gleichzeitig aber dass auch mein Gegner blutig wurde. Ich war noch am Schlagen als aufeinmal alle Lichter aus gingen.

Ich stand auf, es war Hell und Sonnig, alles ganz Beschaulich, der Hafen, die Seevögel... und keiner war mehr da. Mir tat alles weh, das Zimmer voller Blut und die halbleere Ginflasche stand noch auf dem Tisch. Er hatte wohl mitten in dem bestialischen Schlagabtausch einen lucky punch gelandet und mich ausgeknockt. Er hatte zumindest soviel klasse dass er dann von mir liess und einfach ging ohne auf meine Leiche weiter zu trampeln.

Der Urlaub auf Korsika hatte gut angefangen. Ich wusch meine Wunden, zog mir ein neues T-Shirt an und goss mir ein glass Gin ein. Es war mittlerweile 10 Uhr morgens.

17.3.06 01:35

Histoires du sud (2)

Kiwigeschichten (Teil 1)

Heute fuhr ich durch die Dörfer Saarlands und irgendwann musste ich anhalten weil eine ganze Horde von Schafe die Strasse blockierte. Weit und breit kein Hirte!

In dem Moment als ich da machtlos mitten auf der Strasse stand und wartete bis der letzte Schaf die Strasse passierte, verliess ich kurz Deutschland und musste an Neuseeland denken. Ich hatte mich an der University of Auckland beworben und bekam wie durch ein Wunder für den Studiengang Geologie eine Zulassung. Ein alter Freund meines Vaters lebte seit 30 Jahren in Perth/Australien und er versprach erstmal die Universitätskosten zu übernehmen bis ich dort Fuss gefasst habe. Ich war sehr Jung aber ich kannte diese Situation nicht dass mir jemand unter den Armen helfen wollte und ich fühlte mich auch nicht gut dabei. Ich rief den Typen in Australien an und erklärte dass ich unmöglich in seiner Schuld stehen könne. Das wäre für mich eine riesen Belastung. Ich sagte ihm dass ich mit den Gedanken spiele die ganze Sache selbstständig durch zu ziehen. Ohne Hilfe. Er hat ein bischen so getan als wäre es eine Ehre mir helfen zu können weil er doch meinen Vater so gut kennen würde und bla bla... an seinem Ton merkte ich aber dass er garnicht so Traurig war dass er mir nicht helfen musste. Er liess seine Telefonnummer und bittete mich ihn zu kontaktieren und zwar egal wann und warum auch immer. Ich nahm die Nummer an.



Ich arbeitete in dem VW Werk in Wolfsburg als Werksstudent obwohl ich nie eine Vorlesung besuchte. Ich hatte mich nach meinem Abitur lediglich in Bremen eingeschrieben nur damit ich besser an Jobs rankommen und Geld verdienen konnte. Beim VW in Wolfsburg zu arbeiten war ein Traumjob. 25 Mark Netto pro Stunde. Nachtschichten wurden mit 35 Mark die Stunde vergütet und wenn du an den Feiertagen im Lager arbeitetest und dazu noch Abends und Nachts dann kam man teilweise auf 60 bis 65 Mark die Stunde. In den 2 Sommerferien die ich dort voll gearbeitet hatte verdiente ich 13 000 Mark abgesehen von der Zeit während der Semester, in der ich 22 Stunden in der Woche arbeitete und noch immer auf 3300 Mark im Monat kam. Als ich meinen Studentenvisum abholte und mich so langsam richtung Neuseeland machen wollte, hatte ich 15 000 Mark gespart und das war damals eine Menge Geld. In Neuseeland konnte man damals für die Gesamtstudienzeit im vorraus zahlen oder man bezahlte jährlich. Ich hatte eine Zulassung für Geologie und musste mit allem drum und dran ca. 5000 NZ $ pro Jahr zahlen damit ich anfangen konnte zu studieren.

Meine Mutter war immer dagegen, sie meinte es wäre so schon schwer zu ertragen dass ich in Deutschland und sie im Iran lebten aber Neuseeland kam ihr verdammt weit weg vor und sie hatte Angst mich nicht mehr sehen zu können. Neuseeland war ja auch ein kleines Fläckchen was Gefahr lief unten aus der Karte zu fallen.


Ich flog mit KLM erst nach Hong Kong und von da mit Cathay Pacific nach Auckland. Hong Kongs Flughafen ist einfach von der Lage der schönste auf der ganzen Welt. Direkt eingebettet zwischen dem Meer, den Wolkenkratzern und den Bergen. Die Landebahn ist verdammt kurz und er stellt jeden noch so versierten Piloten vor einer grossen Herausforderung und gleichzeitig bekam es der Passagier der diese Umstände noch nicht kannte sofort mit der Angst zutun sobald er von oben die kurze Landebahn erblickte die dann direkt am Meer endete.


Teil 2
Teil 3

28.3.06 16:06

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