Montag, 2. Oktober 2006
Die wahre Schönheit
Während wir auf dem Boden sassen und er mir die Teppiche zeigte deckte ich das kleine Mädchen mehrmals zu aber sie stiess die Decke immer wieder zurück. Ihr wars warm. Der Raum war gut temperiert nur ich merkte es lauter Verwirrtheit nicht. Ich musste die Mutter sehen. Dieses Mädchen musste eine bildhübsche Mutter haben. Dafür war er viel zu hässlich und das kleine 6 jährige Mädchen viel zu himmlich. Das hübscheste was ich jemals gesehen hatte. Das hübscheste kleine Mädchen das ich bis heute je gesehen habe.
An der Decke hing eine einfache Glühbirne und die Verkabelung war von aussen erledigt worden. Mann konnte den Kabel bis zu dem Punkt verfolgen als er in dem Schalter verschwand. Nicht mehr als 40 Watt denn der kleine Raum war nicht richtig Hell. Es war ein gelbliches und schwaches Licht.
Da ging die dünne Holztür auf und eine Schönheit kam herein. Mir stockte der Atem. Eine junge Frau die einen weissen Tschador um die Hüfte trug und auf dem Kopf ein rosanes Kopftuch. Die dunkelblonden Haare hingen ihr vorne ins Gesicht, ihre Lippen waren voll, ihe Augen waren gross und hellbraun, die Lippen sinnlich und absolut elektrisierend. Weisse regelmässige Zähnte und die selbe unglaublich zarte und gesund aussehende Haut wie ihre kleine Tochter. Sie ware Schwanger trug aber 2 grosse Wasserkanister. Ich schaute den Mann an und dann die Kanister aber der Mann beachtete die Frau garnicht. Ich stand auf und wollte ihr die 2 Kanister aus der Hand nehmen als der Mann aufstand. Ein Kopf grösser als ich, breiter und massiger, Hände die mächtig waren und so aussahen als hätte er ein Leben lang nichts anderes gemacht als sie zu schelten. Er packte meinen Arm und zeigte mir den Weg nach draussen. Ich ging raus, er kam hinter mir her.
"Gehe, los"
"Was ist eigentlich mit Ihnen los? Ich wollte nur ihrer Frau helfen"
"Erzähl kein Scheiss, gehe und lass wind wehen. Wenn ich dich wieder hier in der Nähe sehe brech ich dir beide Beine"
"Pass auf so einfach ist es auch nicht. Ich werde nicht warten damit du mir die Beine brichst" Ich wusste dass ich dabei war Selbstmord zu begehen. Aber das war ich mir schuldig. Mein Ego war verletzt. Ich hatte niemanden. In den nordiranischen Dörfern -wie in allen anderen Dörfern des Landes auch- sind die Hauptstädter auch nicht besondern beliebt und schon garnicht wenn sie auch noch anfangen Stunk zu machen.
Er fing an seine Ärmel hochzukrempeln. Ich musste mich entscheiden. Für den sicheren Tod in den einsamen Bergen wo keiner nach mir Fragen würde oder ich musste für das erste mal in meinem Leben vernünftig bleiben und den Rückzug antreten. Ich hätte kein Problem gehabt von ihm Prügel einzustecken. Ich war ein bewährter Kämpfer. Ich liess mir nie was per Gewalt aufdrücken aber ich wusste dass es nicht dabei bleiben würde. Ich wusste dass ich noch schlimmer dran wäre wenn ich ihn vielleicht sogar besiegt hätte. Da wären Waffen dazu gekommen, das ganze Dorf würde sich auf mich stürzen. Ich drehte ab und ging. Ich lief nicht. Ich ging. Ich kapitulierte also mit Würde.
Dieser verdammte Hurensohn war der massen religiös dass er es nicht mit ansehen konnte dass ein fremder Mann seiner Frau hilft. Ich war anders aufgewachsen. Ich unterschätzte aber die grossen Mentalitätsunterschiede die es nunmal in so einem riesen Land gab. Dieser Hinterwäldler hatten es noch nicht so mit Gleichberechtigung. Ich meine es war ja nicht mal von Gleichberechtigung die Rede. Ich wollte einfach nur einer schwangeren Frau helfen die dabei war 20 Kilo mit sich zu schleppen während ein Kerl wie ein Baum da vor mir sass und seiner himmlichen Frau nicht mal ein Blick würdigte.
Er kam mir nicht nach. Ich bin auch gut gebaut. Auch er schien sich eine mögliche Abreibung durch meiner Wenigkeit, sparen zu wollen.


