Dienstag, 3. Oktober 2006

One Shot but...

A little different than the other ones!

Ich hab grade entschieden den "One Shot" versuch zu wagen den ich übrigens bei Wortspiel als erstes entdeckte.

Ich habe davon abgesehen durch die Wohnung zu laufen und nach originellen Vorlagen zu suchen. Ich hab einfach die drei Dinge die ich zur Zeit zur Hand hatte als Vorlage genommen. Weinflasche, Weinglas und mein Hemingway Buch.

Das ergebnis könnt ihr hier in riesigen Wallpaperformat begutachten ;)
Cheers übrigens!





Dazu habe ich euch ein wirklich schönes Lied von einen meiner alltime favourites ausgesucht: Brian Culbertson - Reflections

Und sie wissen nicht was sie tun...

Ich bin angetrunken und höre grade Miles Davis. Ich habe schlechtes Gewissen. Ich verlor meinen besten Freund vor 3 Jahren. Er machte sich nach USA und lebt und arbeitet seit dem in Los Angeles. Ich bin der massen Gleichgültig dass ich ihn seit einem Jahr nicht mehr angerufen habe obwohl ich seine Telefonnummer habe.

Die Geschichte die ich hier erzähle stammt von ihm. Er erzählte sie mir als wir unseren letzten Abend bei mir auf dem Balkon verbrachten, den Abend durch tranken bis es wieder hell wurde, Whisky tranken, Tomaten und Gurken in Scheiben assen und frisches Grass rauchten.

"Hey Hank du weisst nicht wie es war im Krieg. Das mag sich komisch anhören aber glaub mir ich hab mitten im Krieg schöne Zeiten erlebt. Verdammt scheiss auf die die alles runterziehen wollen aber ich hab da Helden und Witzfiguren kennengelernt die man im normalen Leben nie kennenlernen würde.

Eine Geschichte zum Beispiel, ich war in Südfront in Khuzestan. Sie hatten mich zu einer Batallion in Andimeshk zugeteilt. Wir aus Teheran fanden uns gleich und schon machten wir alles zusammen. In unserer Gruppe waren auch ein paar Azaris, Rashtis und auch Mashadis aber die überwiegende Mehrheit war aus Teheran. Einmal hatten ich und 10-12 andere Jungs Freigang und wir entschieden uns mit der Bahn nach Dezfool zu fahren. Einfach so, wir waren ja wie die vagabunden. 2 Tage hätten nicht ausgereicht nach Teheran und zu unseren Familien zu fahren. Allein die Fahrt dort hin hätte ja fast 2 Tage gedauert, also nutzten wir die kurze Zeit uns ein bisschen in Khuzestan umzuschauen.

Wir waren Verrückt Hank. Glaub mir richtig Verrückt. Man müsste meinen wir wären ganz depressive Idioten die im Krieg einen Knacks abbekommen hätten aber so wars nicht. Wir waren gut drauf, wir hatten uns an Bomben gewöhnt und waren fröhlicher als in der Zeit in der wir als nutzlose Zivilisten durch den Strassen von Teheran spazierten, Frauenanmachten und ab und zu mal jobten.

Weisst du Hank, Andimeshk ist ein Stadt der Verräter. Da leben mehr Araber als Perser, sie haben den iranischen Pass aber ein irakischer also arabischer Geheimagent hätte es dort leichter als die iranischen Agenten. Die arabische Bevölkerung solidarisiert einfach eher mit den Arabern aus Irak als mit uns Iranern. Kein Wunder das Andimeshk von den Irakern nie angegriffen wird. Dort wimmelt es nur so von irakischen Geheimagenten die sogar bei der Bevölkerung übernachten. Du kannst sie nicht mal von unseren Arabern unterscheiden. Dezfool eine Stadt die fast ausschliesslich Persisch und nur wenige Kilometer von Andimeshk entfert ist, wurde in Schutt und Asche gelegt während Andimeshk vielleicht nur 2 mal bombardiert wurde. Als wär dort kein Krieg!

Wir fingen jedenfalls an im Zug zu singen und zu lachen, und irgendwann kamen wir auf die verrrücke Idee den Zug zu kippen! Wir gingen raus aus dem Abteil, gingen in eine Ecke, nahmen Anlauf und liefen zu der anderen Ecke des Zuges und wuchteten unsere Körper so heftig an die Scheiben dass der Zug tatsächlich begann mächtig zu wackeln. Wir taten es bis irgend ein anderer Fahrgast aus Angst die Notbremse zog.

Unter Lärm blieb der Zug stehen, draussen waren grosse Wassermelonenfelder und die nächste blöde Idee war auch schon da. Wir haben beschlossen raus zu gehen und uns auf den Feldern satt zu essen. Es waren 45 Grad. Sehr Heiss und wir zogen uns unsere Armeehemde aus und stürmten raus. Auf dem Weg zur Tür sah ich einen riesigen Araber in den typischen weissen Kleider die sie anhaben und grade als ich an ihn vorbei wollte wehte wind und sein langes weisses Kleid klebte an seinem Körper. Hank, glaub mir der Typ hat den grössten Schwanz gehabt die du dir vorstellen kannst. Die Araber tragen ja unter den weissen dünnen Kittel nichts, also konnte ich für einen Moment sein Ding sehen, fast so Dick wie ne Weinflasche und bestimmt 30-40 Zentimeter lang. Sogar ich bekam angst. Hank das heisst schon was, ich bin 193 und 110 Kilo und bin ansonsten auch ganz gut gebaut aber dieser Typ hat mir Angst gemacht. Auf dem dünnen Flur machte ich mich Dünn damit er vorbei gehen konnte. Ich wollte mit seinem Ding nicht in Berührung kommen.

Wir gingen raus auf den Feldern und machten uns über die Wassermelonen her, der Zugführer war am Anfang sauer aber er war ein alter patriotischer Mann. Er sah uns Idioten aus dem Fenster. Rauchte eine Zigarette und wartete auf uns. Der Mann wartete tatsächlich auf uns Soldaten. Er beobachtete uns in ruhe bis wir unseren Streich beendet hatten. Nach einer halben Stunde stiegen wir wieder ein und er fuhr los. Kein Mucks, kein Ton, keine Beschwerden. Wir waren halt Soldaten."

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