Der Regen und die schwachen Lichter
Es war eines dieser dunkelen Abende als ich nach hause fahren wollte, wir wohnten in einer ganz anderen Gegend um die 6-7 Kilometer entfernt von der Schule also kam ich immer zur Hauptstrasse um mir einen Taxi zu rufen. Es schüttete ungemein und ich hatte nur ein T-Shirt an weil am Mittag als ich das Haus verliess noch die Sonne schien. Innerhalb 2 Minuten war ich komplett durchnässt, das Wasser tropfte an mir runter, ich hatte meine Schulmappen unter der Axel und fand nach 10 Minuten einen Taxifahrer der in der Richtung fuhr wo ich auch hinwollte. 6 Fahrgäste drängten sich in dem Wagen und fanden zuflucht vorm Regen.
Ich sass Vorne und als ich die Tür zumachen wollte, hielt ein anderer sie fest und quätschte sich noch mit zu mir vorne auf dem Sitz. Hinten sassen 4. Das ein- und ausatmen der Fahrgässte beschlug die Fenster und es wurde wärmer, dadurch dass wir eng beieinander sassen, berührten sich die Oberschenkel deutlich. Es fühlte sich warm an, die Autoheizung wärmte die nassen Hosen von unten und das Wasser verdampfte.
Die Fahrgäste stiegen einer nach dem anderen aus und irgendwann war ich mit dem Fahrer allein. Ein hagerer Man mit einem knochigen Gesicht und einem dünnen Oberlippenbart.
Er beschleunigte immer mehr, die Strassen wurden leerer und ich merkte dass er einen falschen Weg fuhr.
"Entschuldigung aber fahren wir nicht falsch?"
"Nein, ich bring dich dort hin wo du hin wolltest"
"Aber das ist nicht der Weg, wir sind bald auf dem Autobahn richtung Flughafen" Er antwortete nicht.
Ich wusste nicht was er vorhatte aber ich hatte sehr viele Geschichten gehört von Typen die Kinder entführten und sie vergewaltigten. Es hatte keinen Sinn weiter zu diskutieren. Ich schaute die Strassenränder an und wartete auf einer Stelle die nicht betoniert war. Als ich die Stelle fand, machte ich die Tür auf aber er trat ein wenig auf die Bremse und hielt mich mit der rechten hand am Kragen fest. Es hatte so keinen Sinn also schloss ich die Tür, drehte mich um, und schlug aus allen Rohren auf ihn ein. Rechts Links, Grade Schläge, Hackenschläge. Ich erwischte ihn einige Male richtig hart. Er erwartete solch einen Widerstand nicht und konnte sich nicht verteidigen weil er halt am Steuer sass aber das Autoanhalten war ihm zu riskant, wir waren mittlerweile in einem der Randbezirke Westteherans. Er liess mich los, ich öffnete die Tür und sprang raus. Ich donnerte doch auf dem Beton aber zum Glück fuhren wir nicht mehr so schnell. Ich hatte nur ein paar Schrammen und mein Arm tat mir weh.
Meine Schulmappe war im Wagen geblieben, es regnete weiter und auf Taxis und Autos hatt ich keine Lust mehr. Also lief ich die 2 Kilometer unter sehr schwachen Strassenlichtern nach hause und der Regen begleitete mich. Meinem Vater erzählte ich dass ich in der Schule eine kleine Schlägerei hatte.


