Vor kurzem war ich in Belgien. Ich musste eine Woche nach Lüttich und nutzte die Gelegenheit dieses eigenwillige Land etwas näher kennenzulernen. Ich muss sagen Belgien war für mich immer ein Buch mit einigen Siegeln. Ich war fast überall in Europa aber ich bin nur 2 mal nachts durch Belgien durch als ich von Frankreich aus nach Holland wollte. Nach den Aussagen der Bekannten die mal in Belgien waren hatte ich immer angenommen dass Belgien ein langweiliges und nicht sehenswertes Land seien müsste. Eine Woche waren zu kurz um gänzlich das Gegenteil beweisen zu können, aber ich konnte mir zumindest ein Bild von den Süden des Landes also der Region Wallonien machen. Ich muss sagen dass Wallonien herrlich melancholisch ist. Mag sein dass die Melancholie nicht jedermanns Sache ist, aber die Ruhe dieser Region, die sonnigen und nebeligen Morgen der Weiden, Dörfer und Wälder, die schwermütige Schönheit war etwas was zumindest meiner Seele gutgetan hat. Namur war überwältigend. Die Wallonen sind freundliche Menschen aber die Situation in Belgien ist wirklich komisch. Man hört wirklich alle mögliche Sprachen auf der Strasse aber sie sind alle Belgier. Französisch, Flämisch, Niederländisch ja sogar altwallonisch und Deutsch werden dort gesprochen. Jede Website, jede Behörde ist 3 Sprachig. Ein komisches aber meiner Meinung nach ein schönes kleines Land. Wallonien zumindest war eine malerische Region. Die melancholische Seele wäre dort wirklich gut aufgehoben.
15.7.06 20:31