"Ein Ding wie ein Pferd?"
"Ey der Gürkan hat ja ein Ding wie ein Pferd, ohne scheiss alla hassu schonmal sein Ding gesehen..."
Ganz automatisch kam mir der Gedanke, warum es eigentlich immer heisst "ein Ding wie ein Pferd"? Ich meine haben sie schonmal das Ding von einem Esel oder von einem Zebra gesehen? Die Perser zum Beispiel wissen welches Tier das grösste Ding hat. Bei Ihnen heisst es "Taraf kiresh andaze kire khare" was soviel heisst wie "Der Typ hat einen Schwanz wie ein Esel".
Ich denke das muss man den Eseln lassen, der Penis ist nunmal so lang wie das halbe Tier und da kommen 10 Pferde und 10 Gürkans zusammen gegen einen Esel nicht an



Man kann das Wesen nicht auf das Ding reduzieren
- sichere und zuverlässige Freizeitbegleiter (Stuten wie Wallache gleichermassen geegnet)
- verfügen über einen freundlichen, menschenbezogenen Charakter,
- besitzen ein tolerantes, neugieriges und sensibles Wesen
-nehmen kleinste Veränderungen in Körperhaltung und Gesichtsausdruck des Menschen wahr
- hohe Intelligenz und starke Persönlichkeit. Rangordnungsverhalten und Unterwürfigkeit im Sozialverhalten der Esel nur schwach ausgeprägt :
--- Esel lassen sich zu nichts zwingen
--- sie sind 'schlau' und 'denken mit'
--- sie lernen gern, müssen aber einen konkreten Sinn im zu lernenden sehen
--- sie schätzen und geniessen es, wenn ihre Bezugspersonen viel Zeit mit ihnen verbringen
Für den Umgang mit und die Erziehung von Eseln sind Geduld, Einfühlungsvermögen und Selbstbewusstsein sehr wichtig
Gewissenhafte Haltung und Pflege besonders bedeutsam (Einhaltung fester Fütterungszeiten, regelmässige Stallsäuberung, Fell- und Hufpflege)
- Esel sind 'Gewohnheitstiere'
- feste Strukturen in Erziehung und Tagesablauf unentbehrlich.
Pferd
- Begegnung und Auseinandersetzung mit Pferden kann wesentlich zur Persönlichkeitsentwicklung des Menschen beitragen (Entdecken eigener Ressourcen, Selbsterkenntnis, innere Freiheit, Begeisterung, Lebensfreude)
- Das Pferd ist ein Herdentier und geprägt durch ein Leittier (Stute oder Hengst).
- symbolisiert Mut, Kraft, Stärke, Energie, Durchsetzungswillen, Souveränität, Aufrichtigkeit, Besonnenheit, Selbstsicherheit, Klarheit und Vertrauenswürdigkeit
- in seiner Wesensart verankert sind, Führung zu suchen und sich an klaren, dominanten Führungspersönlichkeiten zu orientieren
- auch vom Menschen erwartet das Pferd klare Führung
- 'Führen' ist für das Pferd gleichwertig mit Dienst an der Gemeinschaft.
- 'Dominanz' beruht auf Erkennen kompetenten Verhaltens, woraus sich die Anerkennung der Höherrangigkeit und die Bereitschaft, sich dieser zu fügen, rechtfertigen.
Übernommen aus 'Bausteine' Nr. 3, Juni 2006, Informationsblatt über Strafvollzug, S. 8 : Auszug aus dem 'Konzeptbeschrieb Saxerriet 'Tiergestützes Förderprogramm für Strafgefangene basierend auf der Biophilie-Hypothese', Strafanstalt Saxerriet, CH-9465 Salez.
Nun kann jeder wählen, was evt. schöner oder besser ist : Ein Ding wie ein Esel oder wie ein Pferd. Und vielleicht ist es weit weniger abwegig denn abschätzig, vom Ding auf das Wesen zu schliessen, vorausgesetzt, man weiss, wovon man spricht.
Pferde finden übrigens sehr häufig Einsatz in der Heilpädagogie, vor allem für Kinder, mit grossem Erfolg.