A Farewell to Arms?
Ein italienischer Kriegssanitäter spricht mit Hemingway während sie sich den Alpen nähern. Der erste Weltkrieg ist voll im Gange und die italienische Armee bereitet sich auf einen Angriff gegen die Österreicher vor.
"Signor Tenente" sagte Passini, "wir nehmen an, dass wir frei von der Leber weg reden dürfen. Hören Sie zu. Es gibt nichts schlimmeres als Krieg. Wir bei den Kraftwagen-Sanitätern können uns noch gar nicht vorstellen, wie schlimm es ist. Wenn es Menschen klar wird, wie furchtbar es ist, können sie nichts mehr dagegen tun, weil sie verrückt werden. Es gibt Leute, denen es nie klar wird. Es gibt auch Leute, die haben Angst vor ihren Offizieren. Und mit denen wird Krieg gemacht."
"Ich weiss, dass es schlimm ist, aber wir müssen durchhalten"
"Es gibt kein Ende. Für einen Krieg gibt es kein Ende."
"Doch, das gibt es."
Passini schüttelte den Kopf. "Kriege gewinnt man nicht durch Siege. Was ist schon, wenn wir den Carso erobern und Monfacone und Triest? Wo sind wir dann? Haben Sie heute all die frenen Berge gesehen? Glauben Sie, dass wir auch die alle erobern werden? Nur wenn die Österreicher zu kämpfen aufhören. Auf einer Seite muss das kämpfen aufhören. Warum hören wir nicht auf? Wenn sie runter nach Italien kommen, werden sie bald die Sache satt haben und wieder abziehen. Sie haben ihr eigenes Land. Aber nein, statt dessen ist Krieg."
"Du bist ein Redner"
"Wir denken. Wir lesen. Wir sind keine Bauern. Wir sind Handwerker. Aber selbst die Bauern sind nicht so dumm, sich was vom Krieg zu erwarten. Alle hassen diesen Krieg"
"Es gibt eine Klasse die ein Land regiert, die dämlich ist, und die niemals etwas begreifen wird, auch in Zukunft nicht. Und deshalb haben wir Krieg."
"Ausserdem verdienen sie daran".
"Die meisten nicht", sagte Passini. "Sie sind zu dumm. Sie tuns umsonst. Aus Dummheit."
Trinkt etwas und hört dazu Guiseppe Verdi. Der grösste und genialste Opernkomponist aller Zeiten. Hört ein bisschen mit wenn ihr lust dazu habt. Die Turiner Symphonieorchester hat da einen höllig guten Job gemacht.
Cheers!


