Sklaven der US Army

Pedro hiess er. Soldat der US Army aus Pennsylvania. Nicht mal Amerikaner sondern noch Mexikaner. Ich dachte um in der US Army dienen zu können muss man die amerikanische Staatsbürgerschaft besitzen, von vielen Mexikanern habe ich mir eines besseren belehren lassen. Die Mexikaner die dort keine Möglichkeit sehen sich und ihre Familien zu ernähren melden sich bei der Army um ihr Leben für ein Land aufs Spiel zu setzen das nicht mal bereit ist Ihnen die amerikanische Staatsbürgerschaft zu geben. Viele arme nicht amerikaner sterben in den Kriegen die von den Amerikanern angezettelt werden. Diese Jungs sind dort aufgewachsen, sprechen genauso gut englisch wie spanisch kennen Mexiko teilweise nur von den Geschichten die ihnen die Eltern erzählt haben aber Amerikaner sind sie immer noch nicht. Aus Not und aus finanziellen Engpässen heraus melden sie sich zur Armee weil Ihnen die amerikanische Staatsbürgerschaft versprochen wird. Auch dem Pedro wurde es versprochen. Bekommen hatte er sie nicht obwohl er schon 4 Jahre bei der Army war.

"This is not my war man, this is not my buisness" hat er mir mal gesagt als wir zusammen Basketball spielten.

"What the fuck are we doing in iraq? This is not our country, i am ashamed. We bomb people and i dont even know why, i hate it hank, i am honest with you i am so sorry. I mean look i am a mexican, i couldnt have accepted if the americans had invaded Mexico. I cant wait to get outta the army hank"

Er war ein guter Jump shooter ich war etwas grösser, physischer und ich dribbelte besser. Die Sonne schien uns auf den Köpfen aber wir spielten, machten etwas "trash talk" zwischen Freunden und ich gewann meistens. Sowohl das Spiel als auch den trash talk.

Ich kannte viele Amerikaner aus der Bar in der ich arbeitete. Es war mir vorher schon aufgefallen dass die weissen Soldaten meistens in einer Gruppe weggingen, die Domenikaner und Mexikaner waren meist unter sich und die Schwarzen gingen auch nur mit gleichfarbigen weg. Zwischen durch sah man auch mal einen Schwarzen oder Latino unter den Weissen aber das war wirklich die Ausnahme.

Der Junge hatte mal in der Kaserne mit einigen anderen Soldaten gesprochen und ihnen erzählt dass er mich kennen würde und als sie ihn fragten wo ich denn her kommen würde sagte der Pedro halt die Wahrheit: "He's Persian".

Dieser Satze "My friend is a persian" sorgte dafür dass Pedro ab sofort mit Samthandshuhen angefasst wurde. Die restlichen dummen Opfer der Gehirnwäsche vermieden seine Nähe ab sofort. Die Anti-Iran Propaganda der US Administration hatte sie im Glauben versetzt Iraner seien generell teuflische, einäugige Drachen. Keiner sagte ihm was direkt ins Gesicht, nur er merkte dass der Kontakt zwischen ihm und seine Kameraden immer kälter wurde. Wenn es sich machen liess, machten sie ein Bogen um ihn. Er wurde letztenendes wie ein Aussätziger behandelt weil er halt kontakt mit einem "Persian" pflegte. Was die Sache in ihren dummen Augen noch schlimmer machte war die Tatsache dass dieser Kerl nicht nur einen persischen Kumpel hatte, nein, hinzu kam noch dass er selbst ja auch nur ein braunhäutiger Mexikaner war. Als er mir das erzählte bat ich ihm an sich ruhig von mir fern zu halten. Er lehnte es ab. Wir spielen noch immer Basketball wenn er aus Würzburg hierher kommt um mich zu besuchen. Im sommer gehen wir oft in den Park und werfen uns den Football solange zu bis irgendwelche interessierte dazu kommen und mit uns mitspielen wollen. Dann machen wir zwei Mannschaften und spielen "touch football". Er ist ein grosser Fan der Pittsburgh Steelers und der Cleveland Browns, ich war immer ein St.Louis Rams und SanFrancisco 49ers fan. Wegen dieser Kombination wurden wir beide eigentlich ausgelacht da normalerweise weder die Browns die Steelers noch die Rams die 49ers abkönnen. Wir unterstützten rivalisierende teams deren Fans sich nie riechen konnten.

Einmal in Sommer hatten wir Football gespielt und gingen Abends weg. Wir tranken die ganze Nacht bis in den frühen Morgenstunden. Wir sassen in ein Irish Pub. Alles, die Stühle, die Tische die Theke ..alles war aus Dunkelholz, das Licht Gelb und die Wände waren voll von alten irischen Schwarz-Weiss Bilder auf denen Arbeiter zu sehen waren die in der Whiskyherstellung arbeiteten und die Fässer hin und her schoben. Der bekannte irische Whiskyhersteller "Jamison" war da gross vertreten.

Pedro umarmte mich und heulte wie ein Wasserfall. Mein Hellgrünes Hemd wurde nass und mein Schulter wurde immer wärmer weil er sein Stirn drauf stutzte. Plötzlich stand er auf, nahm die linke hand in die Luft während er die linke Hand auf der linken Seite der Brust ruhen liess.

"I swear if america would invade iran and if i had to kill you i would put down my gun. I would let you decide what to do, but i wouldnt kill you man". Ich war besoffen aber dieser Junge musste unter dieser Vorstellung so gelitten haben dass er sie nicht mehr für sich behalten konnte. Diese Szene bewegte mich für einen Moment.

Ich nahm seine Hand und zog ihn runter zum Stuhl und während ich mit der linken Hand noch seinen Arm hielt, hob ich die rechte Hand als zeichen einer Bestellung. Die Bedienung kam, eine hübsche russische Studentin:

"Gib ihm Jacky Cola und mir ein Wodka-Redbull".

Er begann sich zusammenzureissen und lächelte. Ich umarmte ihn und küsste ihn auf der Wange und zog ihn grob zu mir so dass unsere Köpfe zusammen kollidierten. In dem Moment kam auch die Bedienung.

Ich nahm die Getränke vom Tablett bevor sie es tat und gab ihm sein Getränk.

"Cheers man"

"Yeah cheers"

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