Der Film "300"



Die Spezialeffekte, die Computeranimationen, die atemberaubenden Szenen die in dem Film "300" vorkommen sind wohl wirklich einsame Spitze. Der Inhalt jedoch und wie dieser Film historische Gegebenheiten auf dem Kopf stellt ist etwas was mich stört und ich es einfach nicht auf sich beruhen lassen möchte. Ich bin vom Typ her wahrheitsliebend und fair, einer der absolut nicht davor zurückschreckt auch (sogar vor allem) Persien harsch zu kritisieren. Was mich irritiert ist dass der Film wohl auch kein "historisch akkurater" Film sondern eher ein "Fictional/Fantasy" seien sollte. Dann frage ich mich aber warum der Frank Miller hier nicht irgendwelche Fantasievölker geschaffen hat sondern ganz klar von den bösen, teuflichen, dunkelen und dämonischen Perser und von den guten, heroischen, gutaussehenden, freiheitsliebenden Griechen bzw. Spartanen spricht.

Eine Million Persische Dämonen werden von 300 Griechen besiegt und was da nicht alles über die Perser hergezogen wird und dabei waren es grade die Zeiten worauf viele Perser stolz sind. Die vorislamische Zeit, die Zeiten als dieses arisch/nordische Volk sich nach Süden begab und dort mit die grösste Dynastie der Weltgeschichte aufbaute, das waren unsere erfolgreichen Jahre als die grösste Macht der Welt und zwar sowohl kriegstechnisch als auch in Hinsicht von Rechtssysteme, Agrarwirtschaft, Postwesen, Medizin, Architektur, Strassenbau, Bewässerungssysteme, Kanalbau,... Da waren wir den Griechen zu der Zeit um Meilen vorraus. In Europa weiss das nur kaum einer weil die Geschichte hierzu von den Griechen und speziell von einen Mann namens Herodot geschrieben wurde.

Genau in der Zeit in der der Film spielt, gab es in Griechenland (Sparta und Athen) grosse Sklavenaufstände. Klar hat es griechische Aufstände gegen die Perser gegeben, aber es gab andererseits auch viele Griechische Sklaven die in den Persisch/Griechischen Kriegen oft mit den Persern kooperierten weil sie es satt hatten Sklaven zu sein und weil sie wussten dass es eine Chance gab unter den Persern zumindest kein Sklave mehr zu sein weil die Perser schon vor 2500 Jahren die Sklaverei abschafften. Das verschweigt der Film ebenfalls und verbreitet sogar falsche Informationen weil er den Krieg der Spartanen als den "Fight for Freedom und Democracy" darstellt! Was für ein Bullshit. Während in Griechenland das Wort Demokratie nur ausgesprochen und nie verwirklicht wurde, wurden in Persien zur gleichen Zeit Menschenrechte, Distanzierung von Sklaverei, Religionsfreiheit, Kleidungsfreiheit von sovielen verschiedenen Völkern praktiziert. Zu dem verschweigt der Film dass die Perser -damals für damalige Verhältnisse- ihren Staat äusserst Modern und Liberal führten und das ist bis Heute von der UN gewürdigt. Ein Abschrift von der 2500 Jahre alten Bekennung des Königs Kourosh (Cyrus) zu den Menschenrechten und Religionsfreiheiten, die auf Steingemeisselt und erhalten geblieben ist, ist in der UN Gebäude allgegenwärtig. Die Perser kreierten nämlich damals den ersten föderalen Staat. Das Reich erstreckte sich von den Grenzen Chinas bis nach Griechenland. Nicht alle Völker des Reiches waren iranisch aber es gab kaum Aufstände gegen die persischen eroberer weil sie erstens die besiegten Völker nicht versklavten und zweitens ihre Religionen tolerierten und sie generell und fast vollständig in Ruhe liessen. Das war in der Tat das Geheimnis des Erfolges. Ein nicht unerhebliches Teil der Soldaten der persischen Armee waren nichtperser die jedoch für gutes Geld und aus Zufriedenheit heraus dem Reich dienten. Diese Zustände waren zu der selben Zeit in Griechenland nicht denkbar. Die Sklaverei war bei den Griechen höchst beliebt, die Staats- und Rechtsysteme waren hochgradig Korrupt. Auch hier möchte ich nicht ungerecht sein.

Wie dem auch sei. Ich werde mir diesen Film mit Genuss anschauen weil die Technik da wohl wirklich meisterhaft gewirkt haben soll. Geschichtlich jedoch ist dieser Film absolut nichts wert. Sehr lächerlich ist auch die Auswahl von einigen Kostümen der persischen Soldaten die eher wie die Kostüme der arabischen Beduinen aussehen als wie die damals modernsten Kriegsausrüstungen der Welt die nunmal den Persern gehörten. Zum Teil sind die Ausrüstungen ja korrekt ausgewählt worden aber ich habe zumindest in dem Trailer Soldaten gesehen die absolut wie arabische Soldaten aussahen obwohl die persischen Soldaten sich damals fast wie die Kreuzritter ankleideten also viel Leder und Kettenhemden als Schutz und Eisenhelme. Vielleicht handelte sich dabei ja auch um nichtpersische Soldaten die für die Perser kämpften und ihre eigenen Kostüme trugen. Das war nämlich auch ein Teil der liberalen Staatsführung. Die Völker des persischen Reiches durften ihre Kriegskostüme und Waffen selbst auswählen. Ihnen wurde in der Hinsicht nichts aufgezwungen. Die persischen Kettenhemde und Kataphrakten waren jedoch berühmt, davon haben später auch die Römer gebrauch gemacht, die persischen Streitwagen waren technisch genial konstruiert, unsere Schwerte waren damals Grade wie die der Wikinger und Sachsen aber hier tragen die vermeintlichen Perser gekrummte Schwerte, tragen irgendwelche dummen Tücher um ihren Köpfen als wären es palästinensiche Jihadisten. Ziemlich lächerlich.

http://300themovie.info/
http://www.persepolis3d.com/

So entstand das Perserreich, das hier ist das erste Teil einer 5 teiligen Dokumentation. Teile 3 und 4 behandeln übrigens genau dieses Thema der persisch-griechischen kriege:
http://www.youtube.com/watch?v=eKN-gZuSH2o&eurl=

Ach in Wirklichkeit sahen die persischen Soldaten übrigens so aus:

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sillerbetrachter - 19. Mrz, 19:38

mir sind kaum spielfilme bekannt, die sauber historisch recherchiert sind.
ist doch "bloß kino". der teil der dokumentation über persien, in der auch cyrus erwähnt wird, ist sachlich. beeindruckend fand ich die bewässerungsanlagen. mich freut es stets, hier was zu lernen. :-)

Chinaski - 19. Mrz, 20:15

Wenn ich solche Sachen auch nur so locker sehen könnte...
Die einhellige Meinung sieht aber leider etwas anders aus. Holleywood ist eine Geldmaschine, sie nutzt jede sich bietende Möglichkeit die Stimmung der Menschen für sich auszunutzen. Grade ist die Sache mit den Persern und ihr Atomprogram ein gefundenes Fressen. Der Westen und freiheiliche Werte gegen Ahmadinejads Iran und seine Atombombe. Aus den USA ist zu hören dass dieser Film allein wegen die momentane Stimmung gegen den Iran alle Rekorde gebrochen hätte. Da geht es schliesslich auch darum dass die angeblich freiheitlichen Griechen gegen die persischen Dämonen gesiegt haben. Das passt und damit lässt sich gut geld verdienen dass dabei aber ein Volk das sich in Bereichen der Wirtschaft, Bauwesen, Postwesen, Kriegswesen, Politikwesen, Staatswesen, Agrarwesen.. verdient gemacht hat, völlig unnötig dämonisiert wird, das ist den Machern völlig egal.

Griechen haben damals alle anderen Barbaren gennant waren in Vergleich zu den Persern jedoch eine ganz hinterwäldlerische, diktatorische und korrupte Gesellschaft und zwar in jäglicher Hinsicht. Selbst der Grund warum die Perser die Griechen angegriffen hatten war eine ganz andere. Die Grenze zwischen den Persern und den Griechen war die Ägais. Den Persern gehörten ein Teil der Inseln. Die Griechen jedoch haben ein ums andere mal versucht in den persischen Gebieten Aufstände heraufzubeschwören worauf hin Darioush und Xerxes irgendwann die Schanuze voll hatten und es sich zur Ziel machten den Griechen eine Lehre zu erteilen was sie auch in den allermeisten Schlachten taten.
sillerbetrachter - 19. Mrz, 21:27

das mag sein, dass filme auch zur unterstützung von politischen interessen eingesetzt werden. sicher sogar. allerdings gehört der mensch zur spezies des intelligenten lebens. wer sich eine meinung über ein anderes land bilden möchte, der sollte nicht ins kino gehen, finde ich. die massen der schubladendenker werden schon genug durch das "blöd-fernsehen" bedient, denke ich. egal ob in amerika oder anderswo.
Chinaski - 19. Mrz, 21:36

Mit nem kühlen Kopf betrachtet hast du absolut recht :)
Wenn man aber noch ein persisches Herz im Brust schlagen hat, ist das schon etwas unangenehm wenn man bewusst missbraucht und dämonisiert wird und eines sollte nicht unterschätzt werden nämlich der mächtige Eindruck und die Beeinflussungskraft die von solchen Medien wie Kino und besonders Hollywood ausgestrahlt wird. Nicht alle sind intelligent meine Liebe, die meisten sind eben nicht intelligent und die nicht intelligenten lassen sich sehr wohl von solchen Dingen beeinflussen. Frag einfach die Menschen in den Strassen von USA was sie von Iran und Persern halten und zwar speziell nach solchen Filmen. Die Antworten werden schrecklich sein.
Alora (anonym) - 19. Mrz, 22:13

Leider hat Chinaski mit den schlechten Einflüssen völlig recht, bereits dieser billige Roman aus dem Verlag Bastei nicht ohne meine tochter hat soviel Eindruck bei den Lesern geschaffen, und das auch bei Leuten, die etwas kritischer zu leben pflegen.

Wann läuft der Film in den dt. Kinos ? Im September ? Na denn prost ...

Chinaski - 19. Mrz, 22:38

Ich hab zu der Zeit als das Buch raus kam sogar eine Freundin gehabt die aus Wut heraus und nach einen normalen Streit folgendes sagte: "Weisst du was? Ich glaube dieses Buch hat euch Iranern schon genau richtig beschrieben...bla bla".

Ich war baff. Sie hat sich danach ungefähr 300 mal entschuldigt und zwar über eine Zeitspanne von 2 Jahren aber ich konnte es nicht mehr. Da war für mich etwas gestorben und abgetrennt was nicht mehr hergestellt werden konnte.
Chinaski - 19. Mrz, 22:40

Hier ein sehr interessanter Artikel von Ari Siletz bezüglich des Films "300"
http://www.arisiletz.com/movie-reviews/2007/03/300.shtml

"..The slaves in Sparta outnumbered free citizens by seven to one. A common initiation rite for a young Spartan male was to sneak up on local slaves and massacre them..."

lightly (anonym) - 20. Mrz, 00:19

Lieber Chinaski,
ich schau mir öfters deine Seite an und habe mich in die wundervollen
Landschaften über den Iran richtig verliebt. Deine Berichte über den
Iran und deine Sichtweise finde ich hervorragend und so informativ wie ich es sonst in den Medien nicht finde. Auch deswegen
komme ich immer mehr zu der Überzeugung, das die Menschen im Iran
sich diese tyrannische Regierung nicht mehr lange bieten lässt und
mit friedlichen Mitteln -vielleicht ähnlich wie in der DDR- ihre Freiheit
einfordern werden.
Das Weltweit mit allen "dämonischen Machtmitteln" Angst und Schrecken
erzeugt wird ist offensichtlich. Und diesen "Angstmachern" ist es völlig gleichgültig wen`s trifft, Hauptsache ist, es wird Angst produziert.
Deswegen finde ich es sehr wichtig das wir uns mehr auf liebevollen-positiven
Umgang miteinander konzentrieren und dadurch Ängsten und Hass keinen weiteren Raum mehr schaffen.
herzlich lightly

Chinaski - 20. Mrz, 00:43

Liebe lightly, mit friedlichen Mitteln lassen sich diese Tyrannen nicht vertreiben dass schliess ich so ziemlich aus, andererseits sind die Perser ein ganz anderer Schlag von Mensch als z.B die Türken oder die Araber. Sie haben eine schier unendliche Tolleranzgrenze, bis die Iraner ausrasten, muss die Welt halb untergegangen sein und das ist das Dilemma in dem wir stecken. Wir gehen zuviele Kompromisse ein, versuchen es immer wieder friedlich, sind oft viel zu liberal ansonsten könnte diese tierische Regierung niemals schaffen mit nur 10% Unterstützung aus dem Volk, 30 Jahre an der Macht zu bleiben. Schau dass das Hollywood sich überhaupt traut solche Filme zu machen ist auch grösstenteils unser eigener Schuld. Diese Regierung hat in den letzten 30 jahren das Ansehen und Kreditwürdigkeit dieses Landes dermassen vernichtet dass heute jeder der ein bisschen Geld verdienen möchte nur ein antipersisches Drehbuch bzw. Buch schreiben muss und die Kassen klingeln. Das hat es vorher nie gegeben. Die Iranisten auf der ganzen Welt haben so einen riesen Respekt vor den diversen Leistungen dieses alten Volkes dass sie niemals auf die Idee kommen würden z.B Spartaner überhaupt mit den Persern zu vergleichen geschweige denn sie als demokraten und die Perser als Barbaren zu bezeichnen, aber nicht jeder ist ein Iranist und kennt sich mit der Materie aus.

Was ist eigentlich aus deiner Seite geworden?!
ligthly (anonym) - 20. Mrz, 11:05

Freiheit und Frieden schaffen mit den Mitteln des Krieges!?

Lieber Chinaski,
es ist die Liebe die du für das wunderbare Land, in deinem Herzen trägst!
Es ist deine Liebe, die zu mir "überschwappt"! Deswegen berühren mich
deine Berichte und Erzählungen so, das ich auch Zuneigung zu dem Land
spüre und mich dafür interessiere. Was anderes hätte keine Chance mich
positiv zu erreichen.

Chinaski - 22. Mrz, 14:39

Einfach Genial!
Professor Touraj Daryaee von der California State University schreibt einen verdammt guten Artikel der wirklich sehr interessant, fundiert und vor allem informativ ist. Ich hab ihn genossen.

http://web9.ehost-services.com/hemrani/Movie%20300%20Daryaee%20w%20pic.pdf

Guest (anonym) - 24. Mrz, 19:53

Naja

Ok, du hast es ja bereits selbst angesprochen, es ist eben ein Film - eine Comicverfilmung.
Zum historischen: Was heißt, diese Inseln gehörten den Griechen und die anderen den Persern?
Ja, das damalige Persische Reich hatte einen hohen kulturellen und zivilisatorischen Stand erreicht.
Letztlich war es aber auch nur eine Feudalgesellschaft die auf Eroberung aus war und ihr Territorium durch Krieg beständig erweiterte.

Und lies auch mal Herodot tatsächlich!
Der schreibt nämlich recht ausgewogen über die Perser.
Und sollten die heutigen Perser nicht nur stolz auf ihre Kultur und Geschichte sein, sondern entspannt auch andere Kulturen nicht als Dreck betrachten die alle vor ihnen knien müssten, dann könnten sie vielleicht tatsächlich an alte Größe anschließen (und nicht zu vergessen, dass die alten Kulturen vor euch in Mesopotamien keine Perser waren).

Guest (anonym) - 24. Mrz, 21:13

Zu Herodot

Chinaski - 24. Mrz, 23:56

Und was hat das ganze Gelaber damit zutun dass dieser Film nunmal defacto die Perser dämonisiert und die Geschichte zu 180 Grad falsch widergibt während die Figuren allesamt originalnamen tragen? Und vor allem was hat das was du hier sagst alles für einen Sinn wenn es damals und sogar noch tausenden von Jahren später nunmal nachweislich keine liberalere und tollerantere Weltmacht gab als die persische die Sklaverei vor mehr als 2500 Jahren abschaffte wärhrend in USA noch bis 1900 und etwas sklaverei betrieben wurde?

Deine Intentionen sind mir egal, denn jeder der sich hier für dieses Thema interessiert, kann sehr wohl recherchieren und über Herodot lesen denn mittlerweile gibt die nicht vorurteilslose abendländische Literatur sehr offen zu dass Herodot nunmal ein Grieche war der damals über die griechisch-persischen Kriege schrieb und dabei sehr oft masslos und im sinne der griechen und zu ungunsten der Perser übertrieben hatte.
--- (anonym) - 30. Mrz, 10:45

Naja, die Perser, die es vor ca .2500 Jahren gab gibt es Heute sicher nicht mehr.
Heute ist von Liberalismus, Vielvölkerstaat und Freiheit nichts zu spüren und ich weiß warum du dich mit einer Zeit schmückst die nicht deine Zeit ist!

Sicherlich spiegelt dieser Film die Geschichte nicht wieder, aber so verherrlichend wie du die Perser darstellst kommt man auch der Geschichte nicht Neher.

Es heißt, Geschichte wird von den Siegern geschrieben. Also ist es nur eine Frage der Perspektive wie die Geschichte ausgelegt wird.

Im Iran werden ebenso genügend Propaganda Filme gedreht wie in Hollywood, das Problem ist nur das Hollywood ein Weltpublikum erreichen kann, wehrend die iranischen Filme nur Regional wirken. Vielleicht kann der Iran von Indien lernen, die heizten mit ihrem Bollywood ganz schön den Engländer ein.

Du sagst es selbst, dass andere Mächte die Perser so darstellen können, liegt mit auch in der Verantwortung der persischen Gesellschaft selbst. Wenn die persische Gesellschaft zu Freiheit, Liberalismus und Demokratie findet wird sich auch kein Hollywood erlauben so düster über Persien zu drehen.

roj bash

Chinaski - 30. Mrz, 14:27

Strichi, da wurde nichts verherrlicht. Es gab nunmal Phasen in der persischen Geschichte die herrlich waren, die heutigen sind weniger herrlich sonder eher Widerlich. Die verherrlichenden Worte findest du nicht in meinen Beiträgen sondern eher in dem zweiten Clip als amerikanische und britische Uniprofessoren, Archäologen und Wissenschaftler aus Stanford, Oxford, Berkeley... ihre Begeisterung kaum mehr zügeln können. Meine worte sind lädiglich wissenschaftlich und historisch belegte (auch in dem Clip zu sehen) Informationen speziell in Bezug auf das Verhältnis der damaligen Griechen und den Persern.

Über die heutige Situation gibt es nichts weiter zu zu sagen. Da bin ich mit dir einer Meinung. Ich denke aber dass du dich schon als einen separatistischen Kurden der keine Möglichkeit auslässt Zentralstaaten zu attackieren vorstellen solltest, denn das bist du und das wissen wir beide. Das sollten aber die anderen auch wissen damit sie eine Vorstellung davon haben warum und mit welchen Absichten du hier überhaupt schreibst.

Noch was: Wirst du politisch, beginnst du deine übliche, kurdisch-nationalistische PKK Kampagne zu starten, lösch ich den Unsinn. Ich denke ehrlicher kann man nicht vorgehen.
300 (anonym) - 27. Apr, 15:20

Dieser Brief wurde an den Grünen Politiker Omid Nouripour geschrieben.
Herr Nouripour hatte zuvor sich im Spigel über diesen Film geäussert.

Donnerstag, 26-04-07 12:19

Hallo Herr Nouripour,

Ich habe Ihren Artikel im Spiegel gelesen und finde es erfreulich, dass es anscheinend auch noch besonnene iranische Stimmen zum Film "300" gibt.
Ich habe mich eigentlich seit längerer Zeit für Iran und auch für die alte persische Kultur und Geschichte interessiert. Deswegen fand ich persönlich die Darstellung der Perser im Film 300 auch etwas unfair und ärgerlich. Jedoch handelt es sich letztendlich um nichts weiter als um einen nicht wirklich ernstzunehmenden "Märchenfilm".
Wenn ich aber immer wieder die überzogenen, tiefbeleidigten Reaktionen von vielen Iranern und die ewigen Belehrungen über die ach so glorreiche persische Geschichte in diversen Filmforen so lese, kann ich nur mit dem Kopf schütteln.

Dass einige Iraner hier dann noch dem "Spiegel" mangelnde Seriosität nachsagen wollen, nur weil dieser nicht die tiefbeleidigte Haltung mancher Iraner (und der iranischen Regierung) teilen möchte, ist einfach nur lächerlich. Die Iraner wollen mit solchen Aktionen das Image der persischen Kultur "retten", erreichen aber eher Gegenteiliges mit ihren ewigen Selbstbeweihräucherungen.

Wenn es etwas gibt, was tatsächlich dem Image des Iran schadet, dann ist es einzig und allein das heutige Regime dort.

Wenn den Iraner so viel an einem besseren Image gelegen ist, dann sollten sie ihre Aktionen und ihren Elan auf die realen Missstände im Iran konzentrieren, anstatt auf einen belanglosen Hollywoodfilm. Dieser blinde Aktionismus bezüglich "300" kommt mir persönlich dagegen wie eine Art Beschäftigungstherapie vor, mit der man letztendlich nur von den wirklich relevanten Themen ablenkt.

MfG
Kamill

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