Konversation des Tages
Ich holte mein Buch aus der Tasche und began zu lesen als eine laute etwas rauchige Stimme meine Aufmerksam auf sich zog. 2 Bänke weiter unterhielt sich ein älterer, grosser, wie ein Pole aussehender blonder Türke mit einen kleinen unscheinbaren Marrokaner.
Der Marrokaner war ganz Ohr und der Türke redete und redete und lästerte über Gott und die Welt.
"Ach is doch scheisse, alles scheisse". Er redete darüber dass man heute den Kindern doch gar nichts mehr beibringen könnte weil sie sowieso keinen Respekt mehr hätten und nur noch in einer virtuellen Welt leben würden... sie würden nicht mehr in der Realität leben und vor dem PC sitzen...
Er hat noch viel mehr erzählt und zwischen durch schlug er mit der flachen Hand auf dem Rücken des kleinen Arabers und lachte laut und der andere grinste, duckte sich ein wenig und der Türke setzte seine Rede fort...und ich fing langsam an nervös zu werden. Ich konnte mich nicht auf mein Buch konzentrieren, es war heiss und der Mann kam mir vor wie ein primitiver Idiot der alles Schwarz sah und nur noch nörgelte. Davon gibts viele und ich hatte keine Lust jetzt Fair zu sein und zu unterscheiden. Für mich war das ein Idiot wie alle anderen auch.
Dann fing er an "wieso kinder machen? Ich bin seit 40 Jahren hier, damals hat Adam Opel 46 000 Menschen beschäftigt, heute sind es nicht mal 12 000 und die meisten sind eh Büroleute. Dann kommen sie und sagen sie im Fernseher die Leute sollen Kinder machen? Wofür? Wo ist die Arbeit? Bei Opel macht heute alles ein Roboter. Biisssss, bissssss, fertig ist das Auto".
Er hatte mich zwar genervt aber er hatte recht. Er war in meinen Augen deshalb nicht weniger primitiv aber auch primitive Leute zeigen ab und an gesunde geistige Ansätze. Glücklicherweise hatte der Marrokaner irgendwann genug und stand auf und ging. Ich fragte mich was seiner Meinung nach mehr wehtat, seine Ohren die die Monologe des Türken aushalten mussten oder sein Rücken der alle 3 Minuten die Schläge des Türken mit der flachen Hand aushalten musste.



komplexe Wahrheit ?
die kleine Analyse über die wirtschaftliche Lage war sicher nicht besonders komplex, doch ein Körnchen Wahrheit liegt drin.
Es ist traurig, dass die Menschen mutlos werden und sich nicht mehr trauen mehr als ein Kinder in die Welt zu setzen.
Aber es schwingt aus eine Portion Egismus in dieser Mutlosigkeit mit, denn der wahre Hintergrund der 1 oder 2 Kind - Familien hat oft etwas mit den Ansprüchen der Eltern am Konsum zu tun. Mehr Kinder bedeutet oft Einschränkung im Konsum der Eltern.
Wenn keine Kinder mehr geboren werden, gibt es keine Konsumenten mehr und so frist sich die Konsumgesellschaft irgendwann selber auf.
Statistisch gesehen ist der Altersdurchschnitt in Deutschland zu alt. Das heißt jedoch nicht, das die Alten immer älter werden und sondern weil immer weniger Nachwuchs auf die Welt gebracht wird.
Der technische Fortschritt ist unaufhaltsam, aber der Schwerpunkt der Arbeitsplätze kann sich nicht mehr ausschließlich im Bereich der Produktion abspielen, sondern sich mehr in den Bereich der Dienstleistungen verlagern.
Auch meine Betrachtung ist einfach und primitiv, wird sie von einen studierten Wirtschaftsexperten gelesen :-) - sie ist einfach nur aus dem bauch heraus.
Gruß LaWe
Was der Türke aber meinte ist genau das gegenteil und er hat auch recht. Er meint wieso Kinderkriegen wenn die Rahmenbedingungen immer schlechter werden? Wieso Kinderkriegen wenn immer weniger menschliche Arbeitskräfte benötigt werden. Und zwar ganz egal ob in der Produktion oder in der Dienstleistung denn schliesslich kann ja nicht jeder in der Bank arbeiten, Arzt werden oder eine Reisebüro aufmachen. Die grosse Masse muss nach wie vor in der Produktion beschäftigt werden und die Produktion wird zusehends Menschenunfreundlicher. Mann kann natürlich kommen und versuchen den Menschen beizubringen dass es von grosser Bedeutung sei sich höher zu qualifizieren und zu studieren. Aber das wäre wirklich scheinheilig weil dafür die Rahmenbedingungen sogar gezielt schlechter gemacht geworden sind. 3 Länder haben schon die Studiengebühren eingeführt (gut Hessen wird aussteigen) die von vornherein die Mehrklassengesellschaft fördern. Der sohn eines Produktionsarbeiters wird unter diesen Umständen aufs Studium verzichten müssen weil dafür einfach kein Geld vorhanden seien wird.
Wenn man die Sache pragmatisch und nüchtern betrachtet ist es wirklich so dass die Masse besser keine Kinder in die Welt setzt. Die Politik dieses Landes sagt direkt und indirekt: "Kinder sind sehr willkommen, aber nur von Eltern die sie finanziell komplett unterstützen können und zwar bis sie das Studium abgeschlossen haben!"
Die Anzahl der Eltern die ihre Kinder komfortabel und ohne hilfe aufziehen und Studierenlassen können, nimmt aber zusehends drastisch ab.
gegenläufige Tendenzen
die Entwicklung sieht wirklich nicht rosig aus, wenn sie sich weiter so fortsetzt und die Tendenz, dass Kinder in einfachen Familien keine Zukunft erwartet, sich immer stärker abzeichnet.
Gruß LaWeWas ich nicht verstehe kann, warum die (Masse) Menschen sich alles gefallen läßt und sich mit dem Schweigen der Lämmer auf das Abschiebegleis der Gesellschaft ausrangieren läßt..
Trotzdem beißt die Katze sich selber in den Schwanz, wenn die breite Masse die Produkte nicht kaufen kann, weil die Gesellschaft nur noch auf eine Zielgruppe schrumpft, die besser Verdienenden.
Die Politik unseres Landes drängt die Alten und Kinderreichen Familien immer mehr an den Rand der Gesellschaft und es gibt immer mehr junge Menschen, die schon vor ihrem Berufsstart resigniert haben, weil sie aus ihrem Bauch heraus glauben, dass sie sich ihre Zukunft nicht leisten können. Deshalb stimmt die Aussage der beiden Herren und ich würde als Elternteil auch überlegen, ob ich meinen Nachwuchs in eine trostlose Zukunft aussetzen möchte.
Vor Kurzem sah ich einen Fernsehbericht, der sich mit der Prostitution befaßte. In Gebieten und zu dem Zeitpunkt, wo die Studiengebühren fällig waren, stiegen die Anzeigen der Huren auf einer Internetplattform sprunghaft an. Die Recherchen ergaben, dass die Studentinnen sich damit ihre Studiengebühren finanzierten.
Es wird wirklich Zeit, dass die Menschen an den richtigen Toren rütteln. Doch der revolutionäre Geist, wie ich ihn 1989 zum Ende der DDR kennengelernt habe, schläft noch tief und fest.
was ich vorhin umständlich formulieren wollte,
brachte ein namhafter Unternehmer mit wenigen Worten auf den Punkt
"Autos kaufen keine Autos." (Henry Ford)
In der Hinsicht sind mir die Franzosen viel lieber. Wenn es Ihnen irgendwas nicht passt, überfluten sie die Strassen. Vor ein paar Jahren sind Fischer aus Bordeaux extra nach Paris, stürmten das Büro des Landwirtschaftsministers und schütteten 100 Kilo verfaulte Fische auf seinen Tisch. Ähnlich harsche Proteste gab es auch seitens der LKW Fahrer, Studenten, Winzer, Bauern, Metallarbeiter...
Dort müssen die Politiker Haargenau aufpassen was sie sagen und wie sie handeln weil die Franzosen als Nachfahren der grossen republikanischen Revolution sich kaum was gefallen lassen.
In Deutschland kann der -im Vergleich zu anderen Industrieländern- ohnehin schon unverschämt niedrige Stundenlohn imgrunde noch weiter gesenkt werden und die Menschen würden wie die Lämmer auch das hinnehmen.
eine grausliche mentalität wenn der chef seinen mitarbeiter abkanzelt schlägt dieser dafür zuhause sein kind oder den hund, und das kind das die schläge bekam schlägt wieder seinen ausländisch aussehenden schulkameraden.
und so dreht sich die spirale in einem fort....