Opinion

Dienstag, 11. März 2008

Sowas wie "Leiden" gibt es nicht?!

Heute in den frühen Morgenstunden lag ich im Bett und nahm mir ein altes philosophisches Buch aus dem Regal und blätterte es ein wenig durch, ganz leicht, ohne grosse Konzentration... Spinoza, Schopenhauer, Kant, Hume, Bradley...

Und bei den Bradley habe ich ganz flüchtig etwas gelesen was meine Aufmerksamkeit erweckte. Da habe ich mich konzentriert und habe einige Seiten zurückgeblättert und angefangen zu lesen. Es ging um die philosophische Erklärung des guten und des bösen und wie Leid philosophisch erklärt werden könnte.

Ich sage euch eine gequirlte Scheisse haben einige dieser meist gutbetuchten Philosophen von sich gegeben. Der gute Mr. Bradley der nie Leid ertragen musste war nämlich felsen fest davon überzeugt dass im grossen und ganzen so etwas wie leiden gar nicht gebe. Alle Konflikte und Ungleichheiten und das Böse generell, seien ein teil des Absolutum und würden es nur umso reicher machen. Sie würden alle einem höheren Guten dienen. So so..dachte ich mir... dann müssen leute wie Hitler der Welt und dem Absolutum sogar ein Dienst erwiesen haben, das Apartheid regime in Südafrika wohl genauso und all die Sklavenhändler der Geschichte, all die Kinderschänder der heutigen Zeit...sie alle machten und machen durch ihre Handlungen die Welt reicher und das Leben lebenswerter. So so dacht ich mir...

Ich meine das zeigt mir nur aus welchen Quellen sich die Menschheit über Jahrhunderte und Jahrtausende geistlich ernährt. Das sind quellen die selbst hätten erzogen und ausgebildet werden müssen. Typen wie Bradley sind hochanerkannte Philosophen. Kein Wunder dass dieser Welt so aussieht wie sie aussieht.

Ich hätte eine Frage an dem Herren Bradley. Ich sage es ist schon vorstellbar dass das Leid die Menschen erzieht, ihnen Mitgefühl und Mitleid lehrt. Aber was hat z.B ein an meningitis erkranktes unschuldiges Kind von meinem Mitleid ausser dass ich damit aus Ego heraus nur meinem eigenen Gewissen beruhigen würde? Dieses Kind wird sterben und qualen erleiden ohne das es jemals eine Schuld auf sich geladen hätte.

Was hat ein Krüppel auf der Strasse der sowieso schon vom Schicksal hart getroffen ist und betteln muss, von meinem Mitgefühl und Mitleid? Werden seine Beine wieder Grade?

Wie erklärt sich herr Bradley die Tatsache dass auf dieser Welt seitdem die Geschichte niedergeschrieben wurde, die schlechten Taten die Guten überwogen haben? Wieso ist das Böse augenscheinlich stärker als das Gute ich denke er wirkt nur in einem höheren Guten? Wieso ist er denn ausser Kontrolle geraten und so dominant geworden?


Wieso ist das bauen eines Hauses soviel schwieriger als das zerstören des selbigen? Wieso ist das aufziehen eines Kindes soviel schwieriger als das töten des Kindes? Wieso ist es so schwierig ein Kind Moral beizubringen, es in die richtigen Bahnen zu leiten während es ein Kinderspiel ist ein Kind zu einem bösen Menschen zu erziehen?

Wieso erkennen diese Idioten nicht dass das Böse von Natur aus stärker ist als das Gute und das das Gute stets eine grosse und teilweise unmenschliche Kraftanstrengung nötig hat um überhaupt zu überleben?

Zum Teufel mit Bradley dacht ich mir, schlug das Buch zu, machte das Licht aus und schlief.

Mittwoch, 5. März 2008

Warum schreib ich?

Um meinen Arsch zu retten. Ich hab viel zu erzählen, ich teile meine Geschichten aber nie in Angesicht zu Angesicht weil ich die meisten Menschen nicht mag. Ich verkehre mit vielen Menschen, ich hab viele Freunde mit denen ich trinken gehe und ab und an eine drauf mache. Ich hab dabei aber das Gefühl als ob ich meine Kontakte habe und pflege um mich nicht zu isolieren. Warum eigentlich nicht? Wenn ich soweit wäre dass ich mich irgendwie ganz isolieren könnte das wäre das meiste was ich erreichen könnte. Das wäre eine selbstveredelung. Das wäre eine nobele Stufe. Noch gehöre ich aber der dummen Masse an die in der eigenen Scheisse rumrudern und es nicht merken.

Ich weiss nicht aber wenn für die Menschheit eine Toilette lebensnotwendiger ist als Literatur und Kunst dann sagt das doch alles über unser Zustand. Ohne Toilette und Klo sitzen wir in der eigenen scheisse oder wir platzen, ohne Literatur und Kunst jedoch kann jeder problemlos überleben.

Ich muss ein Ventil haben, manchmal schreib ich wie unter Strom oder unter einem schlimmen Fieber. Es muss raus, dann hab ich frieden, dann ist mein Arsch für ne Weile gerettet bis sich wieder was aufstaut. Es ist gut dass die Menschen meine Geschichten lesen und nicht hören denn so haben sie die Möglichkeit meinem harten Urteil zu entgehen. Ich erachte die meisten Menschen als eintönig, einfältig, dumm und nichtssagend. Allein derren Visagen sagen mir Bände, ich lass sie das nicht oft spüren aber um Sie zu schonen, fress ich mich manchmal selbst von Innen auf. Ich schau sie an und sie kommen mir vor wie Lepra die langsam an einem nagt. Sie tun nichts bedeutungsvolles. Sie warten alle auf den Tod und wenn er da ist sind sie überrascht weil sie ein Leben lang das unvermeidliche, das letzte Teil ihr sinnloses Daseins einfach ignoriert haben. Sie werden depressiv, sie weinen, heulen, können es nicht fassen und warum? Weil sie einfach dumm sind. Weil sie ein leben lang sich selbst und andere beschissen haben wegen, Geld, Auto, Haus, Arbeitsstelle... und? Was nutzt dir deine S-Klasse die du gefahren hast weil andere dafür billig schuften mussten? Hättest du lieber in all den Jahren die du gehabt hast, nur eine halbe Stunde ehrlich zu dir selbst seien sollen, dann wärst du jetzt nicht der jämmerliche Haufen der jetzt da sitzt und vor etwas zittert dass seit du auf der Erde bist mit dir da ist und von dir ignoriert wurde.

Es geht mir schon viel besser

Mittwoch, 27. Februar 2008

Versteckte Verhaltensstörungen

Die Menschheit an sich bewegt sich ja rasend, sie hat sich das Wort Zivilisation auf die Fahne geschrieben. Die Menschheit jedoch hat grosse und globale probleme mit der Richtung die sie anschlägt. Sie erkennt kleine Macken, kleine Krankheiten jedoch fehlt es ihr an die Fähigkeit das grosse Bild zu sehen und somit übersieht sie auch die grossen Krankenheiten die unser tägliches Leben gestalten. Sie bleiben unbemerkt arten aber aus und nehmen die Überhand im täglichen Leben. Normale Krankheiten? Schnupfen? Grippe? ja sogar Krebs? Unbedeutende Verhaltensstörungen eines kleinen Jugendlichen der sich die Krankheit erlaubt 2 mal hintereinander ein Tafel Schokolade aus dem Laden mitgehenzulassen? Kein problem, schaffen wir, heilen wir. Zumindest glauben wir dass wir es tun.

Heute war ich kurz in einem mehrstockigen Einkaufszentrum um Rohlinge zu besorgen. In der Zeit erkannte ich einen Typen den ich hier und da mal gesehen hatte. Er war schon immer übergewichtig, zwar nicht schlimm aber man sah dass sein Gewicht nicht Ideal war. Neben den Rolltreppen gab es auch normale Treppen. Für einen Moment fiel mir etwas schräges ein. Wieso nahm eigentlich der korpulente Typ die Rolltreppe und nicht die normale Treppe? Ich weiss dass er in einem Fitnesszentrum Gewichte stemmt und fleissig rudert und Radfährt.

Wieso verdammt nochmal fährt der Mensch mit dem Auto einkaufen, bedient Fernsehr, Radio, CD Player und sein Garagentür mit einer Fernbedienung, fährt Rolltreppen etc. um dann monatlich dafür Geld zu zahlen um das Fett wieder abzutrainieren?

Das ist nur ein winziges Teil des grossen Problems und dieses eine allein ist schon gigantisch genug.

Ich denke der Mensch ist die unsinnigste Kreatur von allen. Er will in der kurzen Zeit die er hat zuviel machen und schafft dann vieles nicht, er widerspricht sich dann nur noch in allem was er tut und sagt. Er verkauft in seiner dumpfen Gier übermässig Fett und gleichzeitig verkauft er Geräte um eben dieses Fett abzutrainieren. Er fährt ein Luxuswagen der 12 Liter Super verbraucht und fährt damit dann auf die Sitzungen seiner Partei die sich grade unheimlich darüber aufregt dass die Amerikaner in der Umweltfrage nicht kooperieren wollen. Was der mickrige Mensch nicht versteht ist: Am ende zahlt jeder drauf. Nicht nur der käufer, auch der Verkäufer.

Dienstag, 30. Oktober 2007

USA vs. Iran?

Glaub ich nicht. Dafür kenn ich mich mit der Geschichte der USA und die damit verbundenen Auslandspolitik der US Administration zu gut aus. Kein Regime das angeblich über 30 Jahre gegen die Interessen der USA agiert hat, hätte so lange an der Macht bleiben dürfen wenn es wirklich gegen die interessen der Amerikaner operiert hätte.

Die Amerikaner kennen da traditionell keine Gnade und hätten die Mullahs innerhalb von nicht mehr als einem halben Jahr absetzen können. Sie lügen der Weltöffentlichkeit seit 30 Jahren etwas zurecht and fast alle habens gefressen. Das tun sie aber zugegebenermassen sehr gut obwohl es ein altgedienter trick ist der immer wieder angewendet wird: unterstütze ein korruptes Regime aber hüte dich davor dich öffentlich dazu zu bekennen, das kommt nicht gut, tu so als ob du das Regime bekämpfen würdest, tu so als ob dieses Regime gegen deine Interessen arbeiten würde, droh ihnen alle paar Monate mit Krieg und Sanktionen, aber hüte dich davor das auch umzusetzen, sieh nur zu dass erst deine Bevölkerung deine Geschichten glauben und dann versuch für deine Sache weltweit zu trommeln und deine Freunde auf der Welt in Angst und Panik zu versetzen (das gleiche wurde auch mit dem Irak gemacht), lass sie glauben dass sie von diesem Regime bedroht seien, aber hey du weisst doch innen drin dass dieses Regime so dermassen jämmerlich und marode ist dass es sogar leichter wäre sie abzusetzen als es im Falle von Saddam gewesen war.

Du musst sie nur gross genug machen. Dann kannst du zusehen wie die Nachbarn der Iraner langsam aber sicher den Köder annehmen erst nervös werden um schliesslich dann in Panik zu geraten, sie klopfen bei dir an und bestellen bei dir Waffen und Waffentechnologie in Wert von Milliarden von Dollar und machen sich längerfristig von dir abhängig weil sie ja immer wieder versorgt und beschützt werden müssen und die Waffen müssen gewartet werden, so warten immer weitere Milliardengeschäfte auf dich... mittlerweile hast du deine eigene Bevölkerung aber soweit verarscht dass sie den Iran wirklich als eine Bedrohung ansehen, dass sie dumm sind, darum brauchst du dich nicht zu kümmern, das kommt dir sogar entgegen. 52% von Ihnen befürworfen mittlerweile einen Angriff auf den Iran was dir alle Hände freilässt und dir weitere Optionen eröffnet die du natürlich nicht ausnutzen würdest. Lass uns den Anfang der Geschichte nicht vergessen, du willst die Mullahs ja nicht in wirklichkeit bekämpfen, sie sorgen doch dafür dass du in der strategisch wichtigsten Region der Welt präsent bleiben kannst, du kontrollierst damit die grössten Ölhäfen der Welt, du wirst grade zu von in Panik geratenen Araber wie die Saudis, Bahrainis, Kuwaitis, Qataris... angebettelt bloss dort zu bleiben weil sie ja glauben ohne dich würden die Iraner sie alle vernichten. Sie füttern deine Armee durch, sie bestellen bei dir Waffen und zwar immer wieder und plus wartung. Das wird ihnen alles in Rechnung gestellt. Haha.. was für ein genialer Plan denkst du dir und lachst dir ins Fäustchen. In der Zeit trifft ihr euch unter der Vorwand eines Gesprächs über Iraks Sicherheitslage regelmässig mit der iranischen Delegation und lässt da keine weiteren Einzelheiten über die Gespräche durchsickern. Warum auch? Es muss doch nicht jeder wissen dass hinter den verschlossenen Türen ihr beide sowohl der Iran als auch ihr Amerikaner ein Scheiss dreck drum kümmert wie es mit dem Irak weitergehen soll. In wahrheit koordiniert ihr nur eure weiteren Schritte, der Iran hat eine nationale Interesse daran dass ihr sie ständig als ein terroristisches Regime bezeichnet, sie leben quasi davon, sie stellen sich seit 30 Jahren als arme Opfer der imperialistischen amerikanischen Politik und beeinflussen damit die dumme Masse und kitzeln nationalistische Gefühle heraus, ihr macht eigentlich das gleiche in den Staaten auch ihr habt mit dem Iran seit 30 jahren den optimalen Feindbild kreiert die ihr braucht um bestimmte politische Ziele zu erreichen. Also auch ihr habt ein Interesse daran dass ihr den iran immer wieder als ein Schreckgespenst auf dem Silberteller präsentieren könnt. Hauptsache ihr beide wisst ja worum es geht, was der rest nicht weisst, macht sie auch nicht heiss.

Nein mein Lieber, Politik ist dreckiger als ihr glaubt, nicht immer und überall hat man die gleichen interessen und sehr oft hat man sogar interesse daran destabilisierende Faktoren über mehrere Dekaden zu unterstützen um daraus profit zu schlagen. Was sagte einmal einer der amerikanische Präsidenten über den nicaraguanischen diktator und amerikanischen Handlanger Somoza? Richtig er sagte " Somoza is a son of a bitch, but he is OUR son of the bitch".

Was für ein Satz, nur schade dass die meisten es niemals gehört haben und die die es mal irgendwo aufgeschnappt haben es schon längst wieder vergessen haben weil dieser Satz ein Grundpfeil eurer Auslandspolitik geblieben ist. Auch heute könnte der Satz heissen "Ahmadinejad is a son of a bitch but he is OUR son of a bitch".

Samstag, 4. August 2007

Eine Art Glück und Unglück

Eine Art Glück ist -zumindest für mich- wenn ich einer Person zuhöre und nicht das Gefühl habe dummes Zeug zu hören, antworten oder die Person unterbrechen bzw. korregieren zu müssen. Das ist Glück, ein sehr selten auftretender Glücksmoment. Es gibt nicht viele Menschen bei denen ich dieses Gefühl vermittelt bekomme. Es gibt Gärtner die mich mit ihrer einfachen Sprache glücklich machen weil sie Einfach aber nicht dumm sind, ihr Wortschatz ist nicht berauschend aber ihre Gedanken sind es schon. Andererseits gibt es Intellektuelle die ich einfach Abstossend finde weil sie einen grossen Wortschatz besitzen aber ihre Gedanken ziemlich einfältig und limitiert sind. Ich hab mal mit einige Pseudointellektuelle an einem Tisch gesessen, ich hörte ihnen zu und erkannte einfach nur Dummheit. Wie Krampfhaft sie versuchten ihren Ruf zu untermauern, wie offensichtlich sie bemüht waren sich überlegen zu zeigen, durch Worte, durch angeblich zivilisierten Gesten, durch verdeckte Sticheleien und ich beobachtete dass sie sehr amateuhaft und nervös lachten und das Thema wechselten wenn sie durch ziemlich einfachen Mitteln unter Druck gerieten und sich nicht weiter zu helfen wussten, in der Runde sah ich die personifizierte Lüge, Doppelzüngigkeit, Einfältigkeit, Nichtsnutzigkeit und vor allem Dummheit. Ehrlich gestanden mich stösst Dummheit ab vor allem wenn sie von Intellektuelle ausgestrahlt wird. Es ist ziemlich abstossend einen Menschen als Dumm einzustufen der aber selbst davon überzeugt ist Geistreich und Intellektuell zu sein. Wenn man in Gesellschaft solcher Menschen ist dann hat man zwar schöne Autos, schöne Frauen, schöne Häuser und schöne Feste und Parties um sich herum aber man verkehrt in einer unglücklichen Umgebung. Ich zumindest würde mich da sehr schnell Unglücklich fühlen. Klar es ist keine schöne Sache einen dummen, geistig limitierten Bauarbeiter vor sich zu haben der nicht mal einen richtigen Satz zusammensetzen kann und glücklich ist wenn er morgens seine Bildzeitung in der Hand halten darf. Glück ist aber einem Typen gegenüber zu sitzen und wissen dass man aufpassen muss was man sagt. Es gibt Menschen bei denen ich das Gefühl habe dass ich ganz genau aufpassen muss was ich sage weil ich davon überzeugt bin dass sie logisch denken und einiges an Wissen mitbringen. Sie würden es mir -womöglich aus Respekt- nicht sagen wenn ich etwas falsches sage aber ich weiss dass sie es sofort merken würden. Ist das anstrengend? Ja manchmal, manchmal möchte man auch einfach mal unbekümmert ein Scheiss von sich geben ohne angst zu haben umgehends durchleuchtet zu werden. Spannender und schöner fand ich aber immer die Gespräch bei denen sowohl ich als auch mein Gesprächspartner wussten dass wir uns bemühen müssen etwas brauchbares, logisches und wahres von uns zu geben weil beide um die Wissensstärke des anderen wussten....

Warum ich überhaupt mit so 'ner Scheisse angefangen habe? Weil ich mittlerweile unter Einfluss des Alkohols stehe und ziemlich limitierte Gedankengänge habe.. der Spätburgunder aus Ahrweiler ist ein guter Wein aber für den Preis -8 Euro- bekommt man in der Pfalz, Rheingau und Baden ganz andere Weine mit bedeutend mehr Qualität.

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Montag, 25. Juni 2007

Älter werden bedeutet...

...ja was bedeutet das denn? Verdammte Scheisse möchtegern Weise Menschen erzählen mir seit Dekaden vonwegen mit dem Alter kommt die Weisheit, die Gelassenheit, die Ruhe...

Fuck that kann ich da nur sagen. Wenn ich zu mir selbst ehrlich bin dann sieht die Entwicklung weniger erfreulich aus. Mit dem Alter kommt definitiv keine Weisheit, mit dem Alter kommt die Feigheit, die Konservatismus, die Angst, die Krankheit, das materielle Denken nimmt zu und die unbekümmertheit und Risikofreudigkeit nimmt ab. Ich sehe daran bedeutend viel mehr schlechtes als gutes. Das ganze scheinheilige und möchtegern weise Gerede kommt mir wie das pfeifen im dunklen Walde. Altern heisst absterben, physische und letztenendes auch geistige Schwäche, das Leben wird da immer schwächer und schon kommen religiöse Gedanken auf, sobald man den Tod spürt bekommt man es mit der Angst zutun und wird religiös. Noch ein weiterer Negativpunkt.

Als ich in Jungen Jahren noch in den Filialen der Banken, Parks, Bars und Telefonzellen schlief, mitten im Winter, unter harten Bedingungen, gings mir teilweise besser als jetzt. Jetzt wo es mir finanziell gut geht, jetzt wo ich älter aber keineswegs Weiser geworden bin. Fuck, ich war damals jünger, spritziger, auch mein Geist war spritziger, meine Würde war mir wichtiger als alles Geld in der Welt. Jahre lang bekam ich keine Erkältung weil mein Körper, mein Immunsystem in den Monaten die ich in freien verbrachte stärker wurde, ich hielt den Kopf immer nach oben, ich war zufrieden mit mir, ich las viel, ich lernte das Leben kennen, ich lernte wie man überlebte...

Heute bin ich vorsichtiger geworden, meinen Kopf halt ich zwar immernoch hoch, ich bin noch immer ein stolzer Mensch aber mein Gefühl sagt mir dass ich dabei bin von meiner Linie abzukommen, ich mache heute mehr Kompromisse die ich letztenendes doch nur hasse. Ich denke heute viel mehr ans Geld als ich es früher tat. Ich habe heute ein mulmiges Gefühl wenn ein Flugzeug started und landet während ich in jungen Jahren an Fenster sass und mich kaputt lachte wenn das Flugzeug torbulenzen auszustehen hatte, wenn es blitzte und die Flügel sich so unruhig verhielten dass andere Passagiere die Augen zumachten und keiner ein Laut von sich gab. Heute sitz ich zwar immernoch am Fenster aber ich schau nicht mehr auf die Flügel, ich klapp sogar teilweise die Klappe runter und versuch so zu tun als wär ich noch immer der unbekümmerte Junge von damals. Bullshit es klappt nicht. Eine allumfassende Angst hat sich bei mir eingeschlichen und ich kenne die Wurzel nicht und deshalb kann ich sie auch nicht bekämpfen.

Früher hab ich drauflos gegessen und getrunken, heute tu ich das auch aber mit einem schlechten Gewissen. Ich denke ans Cholesterin, Zucker, Gewicht, Abnahme, ....

Scheiss aufs Altwerden, ich hoffe wirklich dass mir bei der ersten ernsthaften Krankheit irgendjemand unbewusst und von hinten eine Kugel gibt und die Lichter ausbläst.

So jetzt trink ich einen Ingelheimer Spätburgunder von Wasem und Söhne und höre Blues und Jazz bis ich wieder der unbekümmerte Junge von früher bin. Schaut wie jämmerlich der Mensch doch in Wirklichkeit ist...

Cheers

Montag, 7. Mai 2007

Die Sache mit Kosovo

Warum eigentlich wird da von seiten der EU auf Serbien druck gemacht? Wieso wird da von Serbien verlangt auf Kosovo zu verzichten? Nur weil der Tito damals die albanischen Moslems liberal behandelte und sie haufenweise ins Land liess? Nur weil der Albaner seitdem er in Kosovo -das übrigens eindeutig und traditionell immer serbisches Staatsgebiet war- angekommen wie wild für Nachwuchs sorgt, da Serbien auf ein Teil seines eigenen Gebietes verzichten? Sollen die Serben die dort wohnen und längst zur Minderheit im eigenen Lande geworden sind, bald entweder ausreisen oder eben kosovalbanische Pässe besitzen und von heute auf Morgen Ausländer sein? Ausländer im eigenen Lande??

Wie wärs wenn die Türken demnächst Kreuzberg, Wedding und Neukölln aus den selben Gründen zum türkischen Staatsgebiet erklären würden? Wie wärs wenn die Hälfte von Offenbach, Duisburg, Hanau, Frankfurt, .... nicht mehr zum Deutschland sondern der Türkei gehören würde nur weil da mittlerweile teilweise mehr Türken leben als Deutsche?

Was da mit den Serben gemacht wird, ist Unrecht hoch drei. Kosovo ist nur ein serbischer Provinz worin sich eben die Einwanderer ziemlich zahlreich breitgemacht haben. Und? Muss Serbien noch dafür büssen dass sie sie damals aufgenommen haben? Wo gibts denn sowas?

Die neue Generation der Skrupellosen

Heute las ich die Berliner Zeitung dabei stiess ich auf ein Interview mit dem vositzenden der JU (Jungen Union) Phillip Missfelder.

Sofort musste ich an dem einen Satz von ihm denken den er 2003 als ein Vorschlag zur zukünftigen Finanzierbarkeit des deutschen Gesundheitssystems von sich gab. Da sagte er orginal: "Ich halte nichts davon, wenn 85-Jährige noch künstliche Hüftgelenke auf Kosten der Solidargemeinschaft bekommen"

Dieser Satz kommt bei vielen gut an, bei vielen dummen, noch jungen, arbeitenden und immer oberflächlicher und materieller werdenden Schicht. Dieser Satz ist aber verheerend und zeigt was für profil-, skrupel- und respektlose politikergeneration hier nachwächst und dass solch Gedankengüter immer salonfähiger werden und mittlerweile sogar für modern gehalten werden. Das ist verstumpfung, das ist die abkehr von Menschsein.

Was will dieser Drecksack eigentlich? Hat er vergessen dass die älteren in Deutschland den grössten Teil ausmachen? Will dieser Abschaum die überalterte Gesellschaft noch dazu verkrüpeln? Soll der alte 85 jährige der 50 Jahre geschuftet hat und sich den Arsch aufgerissen hat wie ein krüppel daheim sitzen und jämerlich vor sich hinvegetieren nur weil ein kleiner Snob und sein Anhängsel meinen für einen 85 jährigen würde es sich eh nicht mehr lohnen soviel Geld auszugeben? Und dieser Drecksschwein schimpft sich Christdemokrat?

Das schlimme ist dass grade solche Leute in der Zukunft die erfolgreichsten Politiker seien werden. Was für eine traurige Gesellschaft, was für ein respektloses, tierisches und widerliches Zeitalter.

Mittwoch, 18. April 2007

Die Deutsche Mentalität

Hat etwas was überhaupt nicht mit dem Bild übereinstimmt die weltweit und vor allem in den anglosächsischen Gesellschaften von Deutschen gekannt wird.

Das Bild der blonden, grossen, disziplinierten, rassistischen, kalten, heimatverbundenen, bodenständigen, hartarbeitenden, hausbauenden und sehr auf Zukunft bedachten Germanen stimmt nur bedingt mit der Wirklichkeit überein.

Grade in Texas habe ich viel über die deutsche Seele gelernt. Deutschen sind nicht die typischen Herrenmenschen, dazu waren und sind die Engländer und generell die Anglosächsischen Gesellschaften besser geeignet. In Texas gibt es eine grosse Deutsche Kolonie die mit zu den ersten Einwanderern gehörten. Norddeutsche aus Oldenburger, Bremer und Osnabrücker Gegenden waren mit die ersten die um das Jahr 1820 sich in Texas niederliessen. Sie haben -klar- bis heute einiges an Deutschtum am Leben erhalten aber als ich mit einen alten irischstämmigen Texaner sprach erzählte er mir Dinge die erstaunlich waren. Er meinte in Texas wurden die Deutschen damals von den anderen Einwanderern wie die Engländer, Iren oder Schotten ausgelacht weil sie in dem Umgang mit den Schwarzen Sklaven zu weich waren. Ich hörte zu wie er mir erklärte dass die Deutschen grosse Proleme damit hatten ihre "Neger" zu züchtigen und sie regelmässig zu schlagen und genau deshalb gab es Schwarze die damals viel lieber einen deutschstämmigen als einen englisch- oder irischstämmigen Herren hätten.

Neulich auf der Autobahn zwischen Saarbrücken und Kaiserslautern sah ich bei gutem Wetter ein altes Ehepaar in einem alten Aston Martin fahren. Ok das Auto ist bekanntlich Englisch aber was mich eher interessierte war die Aufmachung des Paares. Beide hatten Baseballmützen auf. Die Mützen hatten als Muster eine einzige grosse und die ganze Mütze bedeckende britische Fahne. Beide hatten die alten von der Kolonialzeit bekannten beige farbenen drei viertel hosen an und trugen Sonnenbrillen. Das ist etwas was mich immer wieder verwundert. Mir kommen viele Deutsche wie ein weisses Blatt vor das nur drauf wartet vollgekritzelt zu werden, wie eine Jungfrau die nur drauf wartet von Männern beeindruckt zu werden und seien diese Männer noch so durchschnittlich. Ehrlich ich kenne kein Volk das sich aufgrund eines einzigen Urlaubs oder aufgrund einer kleinen, positiven Erinnerung sich so dermassen mit einem fremden Land und mit fremden Kulturen identifiziert wie das Deutsche. Nirgendswo auf der Welt sieht man soviele "I Love Canada", "I love Greece", "I love Australia", I love Namibia, I love Newzealand, I love .... Aufkleber auf einheimische Autos kleben wie in Deutschland. In England wird man niemals -wirklich niemals- ein altes englisches Ehepaar einen alten Mercedes fahren sehen die dazu auch noch Mützen in den Farben der deutschen Fahne und bayerische Jägerkleidung tragen. Die Menschen hier lassen sich viel schneller von anderen Dingen, Kulturen oder auch Menschen beeindrucken als woanders. Während der Engländer, Franzose, Amerikaner... glaubt die anderen sollten sich auf sie und deren Kultur einstellen, glaubt der Deutsche sehr oft er müsse sich von dem alten loslösen und sich auf neue Dinge einstellen um bloss nichts verpasst zu haben. Oft gibt er sein eigenes auf, etwas neues beeindruck ihn, er eignet sich das neue an und stellt es über das eigene.

Freitag, 6. April 2007

Angst?

Hat irgend einer von euch überhaupt mal gewusst wovor man wirklich Angst haben müsste? Hat uns denn irgend jemand mal erzählt dass das wovor wir Angst haben, uns gezielt vorgespielt und bewusst eingeimpft seien könnte? Können wir uns vorstellen dass uns täglich bewusst Lügen vorgeworfen werden um uns das Gehirn zu waschen, unsere Gefühle in bestimmten Kanälen zu lenken um uns, die Masse, dann für ein bestimmtes -sei es auch für ein noch so dreckiges- Ziel zu gewinnen?

Wie wärs wenn wir mal anfangen die wahren Gründe kennen zu lernen wovor wir dann tatsächlich extrem viel angst haben sollten?

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