[>>]

Stories

Freitag, 18. Juli 2008

Dieser Hurensohn von Nabokov

Das Kokain zeigte nun Wirkung. Ich hatte einen trockenen Hals, nahm alles viel sensibeler auf, die Geräusche waren intensiver, mein Blick schärfer, die Musik dröhnte, der Bass war deutlich zu hören, sogar zu fühlen als hätte ich die Boxen geschluckt, es vibrierte in meinem Inneren. Ich kam aus der Toilette heraus und liess den Italiener und den Marrokaner allein. Was interessierte mich dass der Italiener den Marrokaner anflehte, ihn hektisch küsste um ihn weichzukriegen, ihn für sich zu gewinnen. Er wollte eine Line, der Marrokaner sagte er hätte kein Stoff. Jeder wusste er hatte was, er wollte den Italiener nur zappeln lassen und zwar für den ganzen Abend. Er sollte wissen wer der Chef im Ring ist und dafür nahm der Marrokaner auch ein Verlust von über 200 Euro im Kauf. Der Italiener hatte garantiert irgendwo eine alte aufgerissen und wollte sein Stehvermögen vergrössern. Der Marrokaner hatte was gegen seine Pläne. Später sah ich ihn mit der selben Frau in irgendeiner dunkelen Ecke plaudern. Die selbe Alte die 2 Stunden zuvor mit dem Italiener an der Theke gesessen hatte.

Der Gang war lang und dunkel, die Musik wurde immer deutlicher, ich nährte mich dem Geschehen und ich fühlte mich wie ein Gott. Scheiss auf Gott ich war grösser, ich war frei.

Am Tisch warteten 3 Individuen die ich woanders kennengelernt hatte, 2 davon lagen sich in den Armen und schoben sich die Zunge gegenseitig in den Hals, die dritte hatte ich im Suff in irgendeinem anderen Laden kennengelernt und sie hatte sich damit einverstanden erklärt mit mir diesen Laden zu besuchen. Hinter mir gingen die Menschen auf Toiltte und kamen wie ein Gott wieder zurück, Griechen, Deutsche, Amerikaner, Türken und Jugos. Die Bedienung die Sabine kneifte mir in den Arsch jedesmal wenn sie an mir vorbei ging, legte die Hand auf meiner Schulter und fragte ob ich was trinken wollte, ich war im Rausch, ich bestellte weiter und wusste nicht für wen, die 3 mit denen ich dort war hatten volle Gläser vor sich dennoch bestellte ich weiter, nochmal und nochmal. Ich griff in meiner Hosentasche meine Scheine waren zerknittert und um die EC Karte gewickelt. 19,50. Alles klar, ich schmiss 25 auf dem Tisch. Ok. Danke. Das ganze dann 4 oder 5 mal.

Die dritte am Bunde wurde immer nervöser, schaute in die Runde obwohl sie merkte dass ich auf sie fixiert war. Wollte mir zu verstehen geben dass sie eigentlich wegen mir hierher gekommen war. Ich sollte mich gefälligst auch um sie kümmern aber in mir stieg das Tier. Ich musste immer wieder meine Nase hochziehen, die Nase juckte vom Koks und war schon längst taub genauso wie meine Zunge. Sie bewegte sich decent zur Musik und schaute nach rechts und links obwohl man klar sehen konnte dass sie garnicht an die Musik dachte. Ich sagte "Trink". Sie fragte "Was?" ich sagte "Trink". Ein anderer Marrokaner stand nun hinter mir am Spielautomaten, er störte aber nicht, ich hab ihn nur kurz wahrgenommen. Wie gehts? Alles klar? Klar. Und er schmiss die nächsten Münzen in den Automaten.

Ich packte ihren Kopf und steckte meine Zunge in ihren Hals, sie erwiederte. Ich bekam einen Ständer aber ich war nicht mehr normal. Ich dachte an anormale Dinge, an Absurditäten.

Ich sah Bobby Moreno in einer Ecke stehen, ein halbspanier, ich kannte ihn vom Fussball. Ein guter Fussballer der zu hoch gepokert hatte, es bis in die Landesliga geschafft hatte aber irgendwie immer öfter für die zweite Mannschaft in der Bezirksliga ran musste.

"Hey Bobby"

"Heyyyyy, Hank was ist los mit dir, du bist ja auseinander gegangen. Machst du Kraftsport?"

"Nein Bobby hör mal..."

"Ey ich freu mich wirklich dich zu sehen Hank. Fuck wen hast du denn da bei dir? ist sie deine Freundin?"

"Hier Bobby hör zu.."

Bobby sprach zu mir hatte seine Hand auf meiner Schulter schaute aber die 20 jährige Blondine an die neben mir stand, sich von mir alkoholisch bedienen liess und auf ein Schwanz wartete.

"Hey hey Bobby, halts maul jetzt, hör gut zu -nun hatte ich meine Hand auf seiner Schulter- willst du sie ficken?"

Bobby schaute mich aufeinmal an wie ein Typ der grade einen Tennisball unerwartet und von der Seite in die Fresse bekommen hatte und erstmal sehen wollte wo der Ball überhaupt herkam.

"Hank darf ich?"

"Klar Bobby, du darfst, komm schon, komm zu uns"

Bobby kam an unseren Tisch, völlig auf die junge Frau fixiert die neben mir stand. Hob die hand wie ein behinderter um ihre Hand zu schüttlen, nahm den Blick aber nicht von ihr weg.

Sie hatte gehört wie ich sie einem anderen angeboten hatte und machte das Spiel mit.

Ich wurde Zusammenhangslos.

"Wisst ihr dass Nabokov ein Arschloch war?"
Hä? war die Antwort des Mädchens sowie auch des Bobby Moreno. Sie schauten sich gegenseitig an und grinsten.

"Nabokov war ein snobistisches Arschloch wie die meisten hurensöhne die meinten nur schreiben zu können wenn sie die sovietische Staatsbürgerschaft abgaben bzw. eine westliche Staatsbürgerschaft annahmen. Dieser Hurensohn hatte nichts, aber auch gar nichts anzubieten, hatte kaum Talent, kritisierte aber einen wie Dostojewski..."

Mittlerweile ignorierten sie mich und kamen ins Gespräch. Ich denke sie wollten so langsam ficken wussten aber nicht wie sie sich von mir verabschieden sollten.

Ich fuhr fort..

"Der Drecksack hat ein absolut lächerliches Buch geschrieben das "Lolita" heisst. Soviel langatmiges Geschwafel hatte ich bei kaum einen Schreiber zuvor gelesen. Der Typ wollte James Joyce nachahmen, konnte es aber nicht. Ich konnte immer die Langatmigkeit des James Joyce verzeihen aber die des Nabokovs war so widerlich, so träge und nichtssagend dass ich jede Seite des Buches einzeln ausreissen, in sein Maul stopfen und drauf pissen könnte"

Ich bekam einen harten. Nahm das Mädchen mit raus, sie lachte nur, kam breitwillig mit, machte die Tür des Lokals auf und ging auf die Strasse, lehnte mich an die Wand, machte meinen Hosenstall auf. In der Zeit war das Mädchen schon auf ihre Knie gegangen, als hätte ich sie erlöst, als hätte ich sie aus einer dumpfen und langweiligen Umgebung herausgerissen. Sie machte den Rest. Sie lutschte mir den Schwanz, spielte mit meinen Eiern. Im hintergrund lief die Musik noch aber nun dumpfer und leiser, der Bass war noch gut hörbar aber die Feinheiten der Lieder nicht mehr. Sie spielte mir zuviel mit dem Schwanz rum. Ich nahm ihre Hände weg, nahm mit der linken hand ihren Kopf und bewegte ihn vor und zurück, erst vorsichtig aber dann heftiger so dass sie würgen musste. Ich holte ihn raus und fragte sie ob es ihr zu heftig wäre, nein meinte sie, sie würde es mögen, manchmal würde ich halt etwas zutief eindringen aber es wäre kein Problem also begann ich mein Ding bis zum anschlag in ihre Kehle zu drücken. Nach 5 Minuten kam ich, sie schluckte alles runter wobei ich das Gefühl hatte dass es ihr wichtiger war dass ihr Kleid unbefleckt blieb. Sie liess keinen Tropfen daneben gehen. Ich zog sie hoch, küsste sie und schmeckte meinen eigenen Samen. Während sie vor mir stand, tat sie meinen halbschlaffen Schwanz wieder in die Hose und machte sie zu. Wir gingen wieder rein zu Bobby. Er stand da und grinste während er an einer Wodka-Redbull Glas nippte.

"Wo wart ihr denn?"

"Sie hat mir eine geblasen"

"Echt?"

"Hör zu Bobby ich bin müde, es ist schon 4 Uhr morgens. Ich mach mich heim."

"Nimmst du sie mit?"

Sie bekam unsere Gespräche mit.

"Sie entscheidet selbst ob sie mitkommen oder bei dir bleiben will"

Ich drehte mich um und ging. Sie blieb bei Bobby.

Chicane-Offshore

Montag, 14. Juli 2008

Stille Traurigkeit

Er kam an. Die elektrische Schiebetür der Wartehalle des frankfurter Flughafen ging mal wieder auf und ich sah den alten Mann den ich erwartet hatte, mit seinen weissen Haaren, mit der dunkelbraunen Anzug und einer beigefarbenen Pullover. Er schaute in die Menge während er seinen Wagen mit 2 grossen Koffer vor sich hin schob. Seine Augen waren aufgerissen, er strich sich ein paar Strähnen von den mittlerweile dünner gewordenen Haaren aus dem Gesicht, er sah nervös, etwas befremdet aus, dann sah er mich und fing an zu weinen und hunderte schauten zu. Dieser Mann war mein Vater, der Mann der mich als ich noch ein Kind war aus dem Land geschafft hatte damit ich am Leben bleiben konnte und damit ich nicht mehr zum Krieg musste. Mittlerweile war ich 23 und er hatte mich 8 jahre Lang nicht gesehen, er hatte es verpasst zu beobachten wie sein Kind heranwächst wie er zum jungen Mann wurde. Meine Lippen fingen an zu zittern, mein Gesicht glühte, ich presste die Lippen aufeinander um die Fassung nicht zu verlieren. Ich konnte es nicht. Auch ich fing an zu weinen obwohl ich dachte dass ich es als Folge meiner jahrelangen Abstumpfung womöglich nicht hätte tun können aber ich konnte. Ich merkte dass selbst wenn ich es unbedingt hätte verhindern wollen, wäre ich nicht in der Lage gewesen dies zu tun.

Tage später an einen nebeligen Tag sass ich mit meinem Vater an einen kleinen Teich voller Schwanen wo eine grosse Anzahl von Tauben sich um den Teich niedergelassen hatten. Wir hatten vorher Brot gekauft und auf den Weg zurück zu meiner Wohnung spazierten wir durch einen schönen und sehr grünen Park. Mein Vater liebte Blumen und Bäume mehr als Menschen, er meinte sie würden ausser Schönheit nichts zurückgeben das wäre bei den Menschen nicht der Fall.

Als wir uns auf eine Bank am Teich hinsetzen wollten mussten wir durch die Taubenmenge durch. Ausser zwei drei Tauben die wegflogen blieb der Rest aber am Boden und lief lediglich zur Seite um von uns nicht niedergetrampelt zu werden. Mein Vater war erstaunt: "Weisst du Hank, das ist auch ein Zeichen der grossen Unterschiede die zwischen den verschiedenen Kulturen bestehen. Es kommt nicht von Ungefähr dass diese Tauben vor Menschen nicht wegfliegen. Bei uns im Iran erkennen die Tauben die Menschen auf 500 Meter entfernung und fliegen hektisch weg weil sie bei uns einfach gequält werden, sie werden von den Dächern abgeschossen, die Menschen treten nach ihnen... Die Tauben hier sind es gewöhnt in ruhe gelassen zu werden, die Menschen hier gestehen Ihnen ein Lebensraum zu and akzeptieren sie neben sich also gewöhnen sich diese Tiere an die Menschen weil sie keine Gefahr wittern. Da wächst selbst bei einer Taube ein gewisses Vertrauen in die Umgebung. Bei uns lassen sie ja nicht mal die Menschen in ruhe geschweige denn Tauben."

Ich sagte nichts aber ich bewunderte meinen Vater für seine Auffassungsgabe, Tiefsinnigkeit und seine absolute Menschlichkeit. Er hatte recht.

Ennio Morricone - Chi Mai

Mittwoch, 19. Dezember 2007

Ein eiskalter und unbedeutender Herbstnachmittag

Es ist Grau und Dunkel und ein eisiger Wind weht mir ins Gesicht. Es ist 16 Uhr, die Türgriffe meines Wagens are eissig kalt und die Tür klemmt ein wenig wenn ich daran ziehe was immer ein Zeichen dafür ist dass wir minustemperaturen haben. Ein Tag an dem ich mir nichts sehnlicher Wünsche als unterwegs nach Hause beim Steh-Chinesen vorbeizuschauen, ein bisschen mit dem Chef, den kleinen höflichen Vietnamesen plaudern und beobachten wie er bei jedem zweiten Wort den Kopf leicht nach unten nickt und lächelt. Ich hab immer extrawünsche, möchte eine Kombination die er gar nicht auf der Karte hat und die erfüllt er mir immer sehr freundlich und verlangt kein Aufpreis.

Während ich auf mein essen warte und mir den Arsch abfriere, denke ich an dem Wein den ich in der Mittagspause geholt hatte und der jetzt mittlerweile eisig kalt seien musste nach so langer Zeit im Auto. Es ist ein Spätburgunder aus Rietburg in der Pfalz und der darf nicht gekühlt getrunken werden. Egal denk ich mir, ich werde ne andere Flasche öffenen die ich schon zuhause habe. Es ist verdammt kalt, wenn nur dieser Wind nicht wäre...

Eine hinkende Frau mit einer Krücke nähert sich dem Laden. Sie steht nun an der Theke und schaut sich die Menütafel an, ich rücke ein wenig zur Seite damit sie die volle Sicht hat, sie lächelt und bedankt sich. Sie ist mitte dreissig, hat schon ein paar feine Falten um den Augen die in der Regel erst richtig in Erscheinung treten wenn man lächelt und lacht. Wie absurd denk ich mir.

Sie ist blond, hat eine robuste und dunkelblaue Rollkragen Pulli an an dessen Ärmel eine kleine norwegische Flagge zu sehen ist. Die Norweger machen wohl mit die besten, chicsten und teuersten Winterklamotten...

Mein Essen ist fertig, die Frau bestellt ihr Essen nachdem ich mein Essen ausgehändigt bekomme. Ich zwinker dem Vietnamesen einfach nur mit einem Auge zu und er weiss dass es Tchüss heisst, er lacht und macht sich auf dem Weg um das Essen der Frau zuzubereiten. Ich sehe nur flüchtig wie sie versucht sich das Geld aus der Tasche herauszuholen. Es funktioniert nicht. Sie kann nicht gleichzeitig die Krücke an der Theke lehnen die dazu noch ständig rutscht, das Gleichgewicht halten, ihr Handschuh ausziehen und in die Tasche greifen. Ohne Warnung komm ich von hinten, nehme ihr die Krücke weg und greife mit der einen Arm unter ihrem Arm, sie lächelt und bedankt sich wieder während sie ihre Handschuhe auszieht.

Die Handschuhe sind aus und ich sehe Hände die nicht zum feinen Gesicht passen. Die hände sind kräftig und man sieht dass sie schon einiges durchgemacht haben. Ich frage sie danach ob sie handwerklich tätig ist, sie schaut mich ungläubig an und sagt ja, warum? Ich sage ach nichts, reine Neugier. Ich lasse sie lächelnd wieder los und verabschiede mich von ihr obwohl sie den Eindruck macht als ob sie gern gewusst hätte wie ich sie als Handwerkerin erkennen konnte...

Montag, 6. August 2007

Der Araber aus Champs Elysees!

Ich lief auf der Champs Elysees herum, es war ein sonniger Tag, ich schaute mir die Geschäfte an vor allem der offizielle Nike laden interessierte mich, PSG (Paris Saint Germain) der pariser Vorzeigefussballklub trug damals Nike und hinter der Festerscheibe sah ich alles von dem Verein, die neuen Nike Trikots, Schals,...

Ich bin immer ein Girondins Bordeaux Fan gewesen. Seit meiner Kindheit, um genau zu sein seit 1984. Damals spielte die französische Nationalmannschaft einen romantischen, einen sehr ansehnlichen Fussball mit sehr viel Spielwitz, kreativität und mit grosser Vitalität...und Girondins Bordeaux stellte damals die meisten Nationalspieler. Wie dem auch sei, für Bordeaux Fans ist Paris Saint Germain ein rotes Tuch also vermied ich den Nike laden und ging nicht rein.

Neben dem Laden war ein Strassencafe direkt an der Strasse, ein sehr belebter laden, viele sassen draussen, viele drinnen aber man hatte nicht das Gefühl dass die Bedienung grossem Stress ausgesetzt war. In Frankreich trinkt man den Kaffee langsam und gemütlich und es kann ewig dauern bis die Gäste wieder was neues bestellen, bezahlen und die Tische wieder freimachen.

Ich setzte mich hin und bestellte einen einfachen Kaffee und ein Mineralwasser. In der Zeit machte ich die Beine unterm Tisch lang und schaute mich ein bisschen um. Ein Typ, ein einziger Typ stach heraus: Ein Algerier oder ein Marrokaner, ein Nordafrikaner jedenfalls. Er hatte die typischen Merkmale der Menschen die aus dieser Region stammen: eine wenig behaarte braune Haut, etwas hervorgehobene Wangenknochen, verhältnismässig kleine Augen, kurze extrem gelockten Haare und ein Schnurbart. Ein Berber eben.

Der Mann war hager und klein, hatte eine dunkelblaue Stoffhose und ein karriertes Hemd mit ebenfalls dunekeln Farben. Seine alten und braunen Schuhe trug er augenscheinlich nur provisorisch weil er die Fersen umgeklappt hatte und somit konnte er die wenig princkelnd aussehenden Füsse immer wieder aus den Schuhen herausholen und wieder reinschieben.

Als ein etwas pummeligere Bedienung mit blonden Haaren und Brille rauskam um die Bestellung aufzunehmen, fingen sie aufeinmal an zu lachen und zwar beide. Der Mann hatte herrliche weisse Zähne obwohl er insgesammt ein hässlicher Typ war. Ich konnte aus der entfernung nicht verstehen was er ihr zugeflüstert hatte, und warum er lachte und wieso die Bedienung rot wurde und lächelte. Sie ging wieder rein und da erst begann die richtige Arbeit:
Der Typ fing an seine Eier und den Schwanz nach rechts zu schieben und zog danach die Hose etwas weiter hoch so dass da nun schon ein kleiner Hügel zu sehen war. Die Bedienung kam wieder und brachte sein Kaffee und warf ein Blick auf seine Hose und lächelte abermals, und er lächelte sowieso. Ich warf auch ein Blick dahin und musste auch lachen. Der Mann der bestimmt 10 -15 Jahre älter war als die junge Bedienung war dermassen unbekümmert der interessierte sich null für die anderen sondern nur für die blonde Frau die augenscheinlich auch nicht abgeneigt war. Der hügel in der Hose war nicht so berauschend aber wen kümmerte es? Die Bedienung gab dem hässlichen Mann am ende doch eine Nummer und der Nordafrikaner zog zufrieden wieder ab, davor aber zog er die Hose wieder etwas runter und zog das Hemd über die Hose. Irgendwie war danach als der Araber wieder weg war nichts mehr los. Ich trank mein Kaffee und das Mineralwasser schnell aus, bezahlte und ging.

Mittwoch, 1. August 2007

Die Holzhütte am Meer

Ich musste 2 Kilometer laufen bis ich Menschen begegnete. Dort konnt ich dann auch einkaufen. Ich musste ein Teil des Weges auf dem Strand parallel zur Küste laufen und dann musste ich auf kleine Steinhügel klettern um dann nochmal 1 Kilometer entlang der heissen und kaum befahrenen Strasse. Es waren 45 Grad in Korsikas süden, ich hatte eine einsame Holzhütte weniger als 100 Meter vom Strand gemietet, den Mieter kannte ich nun seit 3 Jahren. Das war ein einfacher, grimmiger Korse der zu mir in den 3 Jahren die ich ihn kannte so langsam vertrauen aufbaute und am ende schon gar kein Geld mehr verlangte. Es war die Zeit der Scirocco. Der heisse Wind der aus Afrika nach norden wehte und Sardinien und Korsika jedes Jahr und für einen halben Monat unaushaltbar machte. 24 Stunden lang heisse Temperaturen, Trocken, kein Entkommen, es sei denn man flüchtete aus der Insel. Das wollt ich nicht. Ich liebte Scirocco. Ich ernährte mich vom korsischen Rosewein, von Feigen die ich selber vom Baum pflückte, vom hervorragenden französischen Reblochon, Baguette, Pfirsische und Melonen.

Ich kam mir vor wie Robinson Crusue. An den Holzwänden der Hütte liefen kleine schwarze Eidechsen hoch und runter, das Wasser war meistens ruhig und tükisgrün, nur Abends hörte ich das rauschen des Meeres und das schlagen der Wellen an den Klippen und Steinhügeln. Ich schwam den ganzen Tag, schlief am Strand ein, machte Abends Feuer, betrank mich mit Wein und schlief abermals ein. Ich las John Fante, Guy de Maupassant, ich las Gedichte von Puschkin und Lermontow und began zu schreiben und zwar immer dann wenn ich endgültig besoffen war. Es klappte. Ich schrieb hemmungslos ohne mich zu korrigieren, ich schrieb und schrieb, und am nächsten Morgen las ich die Geschichten wieder und ich konnte es nicht glauben dass ich es war der das alles geschrieben hatte. Es war so als hätte jemand die ganze Nacht unter Fieber gestanden und pausenlos geschrieben. Immer wenn ich Sex brauchte fuhr ich per Anhalter nach Ajaccio, suchte mir irgendeinen gemütlichen Cafe am Hafen wo meines Erachtens schöne Frauen anwesend waren, ass Fisch, fing an zu trinken und nicht selten bekam ich was ich gesucht hatte. 5 Wochen meines Lebens hab ich in völliger Ruhe und Freiheit verbracht, eines abends als ich völlig besoffen schrieb, fing ich an über mich selbst zu lachen und mich selbst zu beschimpfen, so heftig dass mir die Tränen kamen. Einmal onanierte ich um 3 Uhr morgens, vor meiner kleinen Tür mit freiem Blick richtung Meer und fühlte mich prächtig danach. Der Scirocco blies unablässig, Tag und Nacht und manchmal war meine Matratze voller Sand, es gab Nächte in denen der heisse Wind durch die ritze der Holzhütte blies und pfiff, so dass es eine unheimliche Atmosphäre aufkam, meine Sinne schärften sich, ich blies die Kerzen aus und machte die Öllampe aus, legte mich hin. Ich konnte den Wein riechen weil die leeren Weinflaschen sich in der einen Ecke der Hütte angesammelt hatten...aber im Hintergrund hörte ich noch die Grillen und die Wellen und es beruhigte mich wieder...

Mittwoch, 11. Juli 2007

Wenn man zuschlagen muss!

Ich war Student und arbeitete in irgendeine Bar hinter der Theke als Barkeeper, es war schon nach 2 Uhr morgens und der Laden lichtete sich langsam und ich war dabei die Gläser zu polieren die ich zwischen durch gespült hatte.

Die Tür ging auf und 3 Leute kamen rein, ich war nicht erfreut aber sie sahen zivilisiert aus und das war schon mal erfreulich. Ich hatte oft Gäste die nach 2 Uhr ja teilweise nach 4 Uhr kamen, stock besoffen und eigentlich mehr auf randale aus waren als noch mal einen letzten Drink zu nehmen und friedlich nach hause zu taumeln.

Zwei Deutsche und eine attraktive Afghanerin -die übrigens meine Sprache nämlich persich sprechen- , allesamt über 30, kamen herein und fragten höflich ob sie noch was zu trinken bekommen könnten und ich bejahte während ich noch immer ein Glas polierte.

Sie setzten sich hin und waren absolut amüsant. Sie lachten und tranken ausschliesslich Bier was mir nur recht war weil ich kein Cocktail mehr machen brauchte und hatten Spass mit sich und mit dem Alkohol. Die Stimmung aber kippte als die junge Afghanerin anfing ein bisschen über ihren Limit zu trinken und die kontrolle verlor. Sie wollte sich erst unbedingt mit mir unterhalten und wissen wo ich denn her kommen würde, mein Antwort vonwegen ob es denn so wichtig sei zu erfahren wo ich herkomme, gefiel ihr nicht und sie gestikulierte mit der halbvollen Glas in meiner Richtung und drohte mir das Bier über den Kopf zu giessen, weil sie aber dabei immernoch lachte, machte ich mit und lachte ebenfalls, polierte weiter meine Gläser und beantwortete sogar ihre Frage und verriet dass ich ein Perser bin.

Nun wusste sie dass sie mich verstehen würde und fing an ihre beiden Begleiter vollständig zu ignorieren in dem sie fortan nur noch persisch sprach, die allerdings waren ganz nette Zeitgenossen und dachten sich nichts dabei. Sie sprach persisch und ich antwortete auf Deutsch weil ich es den zwei anderen Gästen gegenüber als Respektlos ansah mit ihrer Begleitung auf eine fremde Sprache zu sprechen.

Sie verlangte noch mehr Bier obwohl sich sie sich nur noch unkoordiniert bewegte und ihre Augen ganz glassig nur noch einen Punkt anstarrten. Ich entsprach den Wunsch nicht und habe den Begleitern erklärt dass es vielleicht besser wäre sie nach Hause zu bringen; sie entschuldigten sich für ihr Verhalten und sprachen mit ihr und versuchten ihr klar zu machen dass ich Recht hätte wenn ich ihr kein Alkohol mehr einschenken würde. Sie aber war nur noch voller Wut, sie fing an mich und meine Familie aufs übelste zu beschimpfen und dieses mal in ein Mixtur von persisch und deutsch. Nun wurde ich ernst, ich sagte zu den Begleitern nun mit einer völlig ernsten Miene dass es langsam reichen würde und es wäre besser diese Frau nun hier rauszuschaffen. Als einer von Ihnen aufstand um sie zu umarmen und vielleicht zu überreden, schlug die Frau um sich und der zaghafte Begleiter war völlig eingeschüchtert. Sie schmetterte das Bierglas gegen die Wand und schrie, bedrohte mich und meinte sie würde mich umbringen oder umbringen lassen wenn ich ihr nicht sofort ein Bier einschenken würde. Als ich die Unfähigkeit der Begleitung erkannte, nahm ich die Sache selbst in der Hand. Ich kam um die Theke herum, nahm sie bei der Hand und zerrte sie auf die Strasse, sie wehrte sich, kratzte mich und beschimpfte meine Mutter und nannte mich einen dreckigen Perser. Meine Arme fingen an zu bluten, mein Gesicht genauso, aber ich liess nicht los und schaffte die kranke Hure raus aus dem Laden, die Männer standen da und waren völlig schockiert. Auf der Strasse als ich sie loslassen wollte, hielt sie sich fest an mir und wollte nun ihrerseits mich nicht mehr loslassen. Ich hielt ihre Handgelenke damit sie mich nicht weiter kratzen konnte, aber nun trat sie mir heftigst in den Weichteilen, als ich das Bein festhalten wollte, merkte ich sofort den nächsten blutigen Kratzer in meinem Gesicht und vergass die Tritte. Mein selbsterhaltungstrieb sagte mir dass es wichtiger sei das Gesicht zu schützen. Ein Gesicht was mittlerweile nur noch blutete und glühte. Irgendwann hab ich mich von ihr losreissen können und sobald ich mich umdrehen wollte knallte sie mir mit der flachen Hand und mit voller Wucht ins Gesicht und da wars dann vorbei mit meiner Geduld. Reflexartig versetzte ich ihr 2 dermassen heftige Ohrfeigen dass sie umfiel und erstmal für 10 Sekunden gar nichts mehr tat. Ich stand da über ihren Kopf und starrte sie an, sie starrte mich genauso an, streckte mir die Hand entgegen während sie mit der anderen Hand die eine Backe festhielt. Ich half ihr hoch und sie ging. Die zwei Männer die die ganze Zeit zugeschaut hatten, liefen hinter ihr her und ich ging zurück in den Laden um mir das Gesicht zu waschen.

"Faramarz Aslani"

Donnerstag, 22. März 2007

Der lautlose Engel

Es gab in der Zeit als ich auf der Strasse und in den Filialen der Dresdner Bank übernachtete auch Zeiten in denen ich über 2 Wochen mal ein Dach über den Kopf hatte. Irgendwie geriet ich an einem sehr hübschen dunkelhaarigen etwas kräftigeren Mädchen, 19 Jahre alt aber sie wirkte ziemlich Reif, sehr scheu, sehr intelligent was ich an ihren wenigen sarkastischen und ironischen Sätze und Seitenhiebe feststellte die sie ab und an an mich richtete. Diese junge Frau lebte allein in ihrer Wohnung. Ich lernte sie kennen in der Kneipe (Irish Pub) in der ich arbeitete und in der sie ab un an als Gast auftauchte.

Irgendwann ging ich wohl in besoffenem Zustand zu ihr nach hause und von da an entstand zwischen uns eine ganz besondere und wortkarge Beziehung über 2 Wochen. Sie akzeptierte mich einfach als Zimmergenossen. Sie gab mir eine Schlüssel, ich kam und ging wann ich wollte, es interessierte sie gar nicht. Für mich jedoch war sie wie ein Engel mitten im harten Winter. Sie nahm mich auf und dafür wollte sie nichts zurück, vielleicht nur ein bisschen Sex und Nähe wenn ich mal da war. Ich kam meistens sehr spät, 4 Uhr Morgens, 6 Uhr Morgens... ich stellte fest dass ich nicht mehr mit anderen Frauen schlief, ich ging direkt "nach Hause", legte mich zu ihr ins Bett, zog ihren Slip aus und tat das wonach es mir war. Mal war ich besoffen und legte ein ziemlich humorloses Program hin, mal kam ich früher Heim, schaute mit ihr Fern, kochte mit ihr zusammen das Essen, trank mit ihr Wein und befriedigte sie über Stunden und bis in den Morgengrauen... noch immer war es eine sehr wortkarge Beziehung. Sie schickte mich nie weg, sie hat mir nie was abgeschlagen, nie mir was vorenthalten. Ihr Körper gehörte mir. An den Nächten an denen ich spät nach Hause kam und ihren Körper ziemlich humorlos in Anspruch nahm, fühlte ich mich an dem nächsten Tag dermassen schlecht, dermassen Dreckig dass ich immer versuchte es wieder grade zu biegen. Sie verstand es wie keine zweite, mir Dinge zu verstehen zu geben ohne mich ansprechen zu müssen, was für ihr Alter sehr erstaunlich war. An solchen Nächten stand sie nach dem ich mit dem Job fertig war ziemlich teilnahmslos auf, ging zur Toilette und entledigte sich meines Spermas, kam zurück und lag sich wieder hin, an den Nächten hingegen an denen ich mir Zeit nahm, es ihr recht tat und sie Gefallen daran fand jedoch schlief sie mit dem Sperma in ihrer Scheide neben mir ein und gab mir damit einiges zu verstehen.

Irgendwann lernte ich eine andere Frau in der selben Kneipe kennen und verabschiedete mich von dem Engel. Sie nahm es gelassen hin, nahm mir die Wohnungsschlüssel wieder ab, verabschiedete sich mit einem Handschlag wie unter Männern und wünschte mir alles gute.

"Lass dich mal wieder blicken wenn es dir danach ist"
"'Tu ich. Danke für alles" und weg war ich.

Freitag, 2. März 2007

Lebensphilosophie in Osttexas!

Rex kam mit starkem, schwarzem Kaffee zurück. Bill sagte, er wär das Geheimnis für ein langes Leben. Rex grinste nur spöttisch während er den Rauch der Zigarette abbekam und deshalb das eine Auge zukneifen musste.

"Nee" sagt er "is nich der Kaffee, is der liebe Gott, der ein langes Leben schenkt. Und ein sündenfreies Leben. Wir haben immer im Wald gelebt. Is' ein anständiges Leben, saubere Luft. Die Leute sagen, dass rauchen dich umbringt. Sie sagen dass fettes Fleisch dich umbringt. Sie sagen dass Trinken dich umbringt. Alles gottverdammte Lügen. Tabak bringt dich nich' um, White Lightning bringt dich nich' um."

"Grandma, Ma, all unsere Frauen haben Pfeife geraucht, wir alle haben Schweinefleisch gegessen. Whisky getrunken. Nicht einer aus der Sippe ist vor 85 gestorben. Grandpa ist 97 geworden. Wenn harte Arbeit und Kinderkriegen eine Frau umbringen, dann machen sie heute keine richtigen Frauen mehr. Ma hatte 17 Kids. Sie pflügte den ganzen Tag, is nur zwischendurch mal ins Haus, um ein Baby zu kriegen. Mit 87 hat sie mal im Neches River mit einem Elfender gerungen und ihn ertränkt"

"Für jemand anderes zu arbeiten, das isses, was dich umbringt" sagte Bill.

"Amen, Bruder" sagte Rex "Genau das isses!"

Mittwoch, 7. Februar 2007

Sklaven der US Army

Pedro hiess er. Soldat der US Army aus Pennsylvania. Nicht mal Amerikaner sondern noch Mexikaner. Ich dachte um in der US Army dienen zu können muss man die amerikanische Staatsbürgerschaft besitzen, von vielen Mexikanern habe ich mir eines besseren belehren lassen. Die Mexikaner die dort keine Möglichkeit sehen sich und ihre Familien zu ernähren melden sich bei der Army um ihr Leben für ein Land aufs Spiel zu setzen das nicht mal bereit ist Ihnen die amerikanische Staatsbürgerschaft zu geben. Viele arme nicht amerikaner sterben in den Kriegen die von den Amerikanern angezettelt werden. Diese Jungs sind dort aufgewachsen, sprechen genauso gut englisch wie spanisch kennen Mexiko teilweise nur von den Geschichten die ihnen die Eltern erzählt haben aber Amerikaner sind sie immer noch nicht. Aus Not und aus finanziellen Engpässen heraus melden sie sich zur Armee weil Ihnen die amerikanische Staatsbürgerschaft versprochen wird. Auch dem Pedro wurde es versprochen. Bekommen hatte er sie nicht obwohl er schon 4 Jahre bei der Army war.

"This is not my war man, this is not my buisness" hat er mir mal gesagt als wir zusammen Basketball spielten.

"What the fuck are we doing in iraq? This is not our country, i am ashamed. We bomb people and i dont even know why, i hate it hank, i am honest with you i am so sorry. I mean look i am a mexican, i couldnt have accepted if the americans had invaded Mexico. I cant wait to get outta the army hank"

Er war ein guter Jump shooter ich war etwas grösser, physischer und ich dribbelte besser. Die Sonne schien uns auf den Köpfen aber wir spielten, machten etwas "trash talk" zwischen Freunden und ich gewann meistens. Sowohl das Spiel als auch den trash talk.

Ich kannte viele Amerikaner aus der Bar in der ich arbeitete. Es war mir vorher schon aufgefallen dass die weissen Soldaten meistens in einer Gruppe weggingen, die Domenikaner und Mexikaner waren meist unter sich und die Schwarzen gingen auch nur mit gleichfarbigen weg. Zwischen durch sah man auch mal einen Schwarzen oder Latino unter den Weissen aber das war wirklich die Ausnahme.

Der Junge hatte mal in der Kaserne mit einigen anderen Soldaten gesprochen und ihnen erzählt dass er mich kennen würde und als sie ihn fragten wo ich denn her kommen würde sagte der Pedro halt die Wahrheit: "He's Persian".

Dieser Satze "My friend is a persian" sorgte dafür dass Pedro ab sofort mit Samthandshuhen angefasst wurde. Die restlichen dummen Opfer der Gehirnwäsche vermieden seine Nähe ab sofort. Die Anti-Iran Propaganda der US Administration hatte sie im Glauben versetzt Iraner seien generell teuflische, einäugige Drachen. Keiner sagte ihm was direkt ins Gesicht, nur er merkte dass der Kontakt zwischen ihm und seine Kameraden immer kälter wurde. Wenn es sich machen liess, machten sie ein Bogen um ihn. Er wurde letztenendes wie ein Aussätziger behandelt weil er halt kontakt mit einem "Persian" pflegte. Was die Sache in ihren dummen Augen noch schlimmer machte war die Tatsache dass dieser Kerl nicht nur einen persischen Kumpel hatte, nein, hinzu kam noch dass er selbst ja auch nur ein braunhäutiger Mexikaner war. Als er mir das erzählte bat ich ihm an sich ruhig von mir fern zu halten. Er lehnte es ab. Wir spielen noch immer Basketball wenn er aus Würzburg hierher kommt um mich zu besuchen. Im sommer gehen wir oft in den Park und werfen uns den Football solange zu bis irgendwelche interessierte dazu kommen und mit uns mitspielen wollen. Dann machen wir zwei Mannschaften und spielen "touch football". Er ist ein grosser Fan der Pittsburgh Steelers und der Cleveland Browns, ich war immer ein St.Louis Rams und SanFrancisco 49ers fan. Wegen dieser Kombination wurden wir beide eigentlich ausgelacht da normalerweise weder die Browns die Steelers noch die Rams die 49ers abkönnen. Wir unterstützten rivalisierende teams deren Fans sich nie riechen konnten.

Einmal in Sommer hatten wir Football gespielt und gingen Abends weg. Wir tranken die ganze Nacht bis in den frühen Morgenstunden. Wir sassen in ein Irish Pub. Alles, die Stühle, die Tische die Theke ..alles war aus Dunkelholz, das Licht Gelb und die Wände waren voll von alten irischen Schwarz-Weiss Bilder auf denen Arbeiter zu sehen waren die in der Whiskyherstellung arbeiteten und die Fässer hin und her schoben. Der bekannte irische Whiskyhersteller "Jamison" war da gross vertreten.

Pedro umarmte mich und heulte wie ein Wasserfall. Mein Hellgrünes Hemd wurde nass und mein Schulter wurde immer wärmer weil er sein Stirn drauf stutzte. Plötzlich stand er auf, nahm die linke hand in die Luft während er die linke Hand auf der linken Seite der Brust ruhen liess.

"I swear if america would invade iran and if i had to kill you i would put down my gun. I would let you decide what to do, but i wouldnt kill you man". Ich war besoffen aber dieser Junge musste unter dieser Vorstellung so gelitten haben dass er sie nicht mehr für sich behalten konnte. Diese Szene bewegte mich für einen Moment.

Ich nahm seine Hand und zog ihn runter zum Stuhl und während ich mit der linken Hand noch seinen Arm hielt, hob ich die rechte Hand als zeichen einer Bestellung. Die Bedienung kam, eine hübsche russische Studentin:

"Gib ihm Jacky Cola und mir ein Wodka-Redbull".

Er begann sich zusammenzureissen und lächelte. Ich umarmte ihn und küsste ihn auf der Wange und zog ihn grob zu mir so dass unsere Köpfe zusammen kollidierten. In dem Moment kam auch die Bedienung.

Ich nahm die Getränke vom Tablett bevor sie es tat und gab ihm sein Getränk.

"Cheers man"

"Yeah cheers"

Freitag, 2. Februar 2007

Nicht der Rede wert

Ich sass da am Tresen und trank Bluemoon, ein Cocktail den ich selbst kreierte und der dann auf der Menükarte des Bars gesetzt wurde. Eine Hellgrüne frische Brühe mit viel Limetten, Limonen und Orangensaft, zwei Minzblättern und Smirnoff, Blue coracao, lime juice, cocos Zucker und eine kleine menge Gin.

Eine Frau, um die 50 oder vielleicht auch 55 sass neben mir, die Beine übereinander gerschlagen, Brille, dunkelbraune Haare, einen riesen grossen orangenen Indioschal um den hals der so gross war dass er als Jacke fungierte. Sie trank Bailys on ice und gab sich sehr Würdevoll, fragte die Männer um sich sehr höflich nach Feuer, nahm eine lange dünne weisse Zigarette aus der weissen Schachtel heraus, nahm sie zwischen den Lippen, schmiss dann beide Hände in den Schoss und lächelte mit der unangezündeten Zigarette in dem Mundwinkel den Mann an, der sich sich hektisch alle Taschen durchtastete um das Feuer zu finden.

Ich hatte einiges intus und die Szene kam mir lächerlich vor. Ich drehte mich um und kippte weiter meinen Cocktail, ich kippte wohl solange bis ich keine Ansprüche mehr stellte. Es war 3 Uhr morgens als ich mit ihr zusammen in das Taxi einstieg und richtung ihrer Wohnung fuhr. So besoffen war ich garnicht aber ich schlief zu der Zeit auf der Strasse und in der Dresdner Bank also muss ich wohl in Unterbewusstsein sogar ganz rational überlegt haben als ich mit ihr in den Wagen einstieg. Ein warmes Bett reizte mich, ich hatte schon seit einer Woche keine Matratze mehr unter mir gehabt. Ich zahlte das Taxi und hängte mich an der Schulter der älteren Dame als Zeichen des Besoffenseins.

Ich trat ein, sie knipste das Licht an. Das Badezimmer war grade gegenüber der Eingangstür, das Schlafzimmer rechts davon, das Wohnzimmer links vom Bad, links vom Wohnzimmer noch ein Zimmer ...es war wie in einem Kreisverkehr.

Ich ging direkt ins Schlafzimmer und schaute mich um ohne das Licht anmachen zu brauchen. Es lag Schnee und das Zimmer bestand aus riesige Fenster. Es gab praktisch keine Wand zum Garten sondern ein riesiges Glasfenster. Der Mond kam jetzt immer öfter zum Vorschein und liess den weissen Schnee dermassen reflektieren dass das Zimmer ziemlich hell wirkte. Ich fragte mich ob ich sie noch alle haben könnte mit dieser alten Frau hierher zu kommen, aber ich hätte auch nichts mehr ändern können. Ziemlich dicht neben dem Fenster war ein grosser alter Birnenbaum der selbst in der Nacht Schatten spendete. In der Wohnung lagen überall alte getroknete Blätter, dann sah ich eine riesige Vase in der irgendeine getroknete Pflanze mit sehr vielen trockenen braunen und gelben Blättern, steckte. Daher auch die Blätter überall auf dem Boden. Wann hatte sie das letzte mal die Wohnung sauber gemacht. Aber analysieren wollte ich die Sache nun auch wieder nicht und liess mich auf dem altmodischen aber sehr bequemen Bett fallen. Genau gegenüber hatte sie ein Schwarz-Weiss Poster an die Wand genagelt auf dem ein schwarzer Typ mit Six-packs und weisser unterhose abgebildet war. Solch einen Poster hatte ich hier nicht erwartet. Die Frau schien mir zu alt dafür und die Wohnung zu altmodisch. Für einen Moment fragte ich mich ob ich hier an einer alten abgebrühten Frau geraten bin die schon einige Black Giants hinter sich hatte. Aus dem Bad hörte ich mittlerweile das plätschern des Wassers. Wegen den grossen schwarzen Schwänzen machte ich mir augenblicklich keine Sorgen mehr. Ich hatte Schwarze unter der Dusche erlebt die nur die hälfte von dem vorweisen konnten was ich anzubieten hatte. Ich lief zum Bad und sah sie in der Badewanne sitzen. Sie wusch sich die Vagina. Es gab also kein zurück mehr. Das erstaunliche war dass wir seit einer halben Stunde kein wort miteinander gesprochen hatten. Ich zog mich aus und ging unter der Decke. Sie kam nackt und legte sich zu mir, tastete unter der decke und merkte dass ich noch die Unterhose anhatte. Ihr unterleib war jetzt kalt obwohl sie sich mit dem lauwarmen Wasser wusch. Sie wollte küssen aber das wollte ich unbedingt verhindern. Ich drehte sie um zur Seite und rieb mich von hinten an ihr, für einen Moment wurde ich wild und began an ihren Haaren zu ziehen, sie lachte und liess alles über sich ergehen. Das pulsierende Ding konnte nun nicht mehr zurück gehalten werden, sie drehte sich plötzlich um und drehte mich um auf den Rücken und begann zu saugen, ich könnte förmlich das Wasser spüren das sich bei ihr in dem Mund sammelte. Sie sabberte förmlich aber alles was sie tat, tat sie mit einer erstaunlichen Hingabe. Sie nahm freiwillig wieder die Stellung an zu der ich sie vor einigen Minuten gedrängt hatte und das Spiel konnte anfangen. Es hörte nach einer knappen Stunde auf. Die Frau hatte etwas ruhiges aber verständlichvoll mütterliches an sich was mich eigentlich aus der Rolle des dominanten herauskatapultierte. Ich hatte das Gefühl als ob eine ältere Dame mir einen Gefallen tun wollte. Ich fand mich garnicht gut. Sie sagte ich wäre gut, aber was heisst das schon.

Ich schlief ein wie ein Baby und wachte kurz vor Mittag wieder auf. Sie schlief noch als ich aufstand um auf die Toilette zu gehen. Ich wollte unbedingt mein Ding waschen. Als ich gepinkelt hatte und schon unter der Dusche stand, fühlte ich plötzlich von hinten zwei arme die mich umarmten und Hände die meine Brust massierten. Die Hände bewegten sich nach unten und wuschen mein Dinge während ich meine Haare wusch. Immernoch kein Ton. Weder ich noch sie hatten was zu sagen. Sie behandelte mich Sanft und lächelte ohne ein Ton von sich zu geben. Ich zog mich an und wollte aus der Tür und glaubte ihr ein Satz oder irgendwas in der Richtung schuldig zu sein, aber sie lächelte mich an und sagte:

"Wir sehen uns irgendwann"

"Klar" sagte ich aus verzweifelung heraus und wusste genau dass weder ich sie noch sie mich wieder sehen wollte.

Ich nahm den Bus und fuhr in die Stadt um irgendwo zu frühstücken. Ich hab sie dann Monate später nur noch ein mal in besoffenem Zustand gesehen, fickte sie auf offener Strasse ohne an ihr rumzuspielen und sie vorzubereiten, sie war nicht nass und es tat ihr so weh dass sie nach einer Minute aufgab und sich verabschiedete. Ich stand da mit einem erregten Geschlechtsteil in der Hand und hatte probleme ihn wieder in die Hose zu stecken. Ich musste warten bis er sich wieder beruhigt hatte. Danach sah ich sie nie mehr.

Search

 

Latest Entries

Sar Oomad Zemestoon”...
Sar Oomad Zemestoon” (”The Winter Has Come...
Gitty (Gast) - 11. Jul, 22:44
Wir wünschen deinen...
Wir wünschen deinen Landsleuten, dass sie endlich...
sillerbetrachter - 11. Jul, 18:14
Demos
Liebe Leute, um diese Freiheitsbewegung im Iran zu...
xyz (Gast) - 5. Jul, 17:47
Ich weine mit dir.
Auf deinen Beitrag habe ich schon gewartet, du bringst...
lightly - 25. Jun, 15:49
Die Tragödie des...
Die Tragödie des Vielvölkerstaates Iran nimmt...
--- (Gast) - 23. Jun, 21:40
politisches Spannunsgfeld
Hallo Hank, ich habe mir schon gedacht, dass du leidest,...
Lange-Weile - 22. Jun, 09:55
Dass hoffe ich natürlich...
Dass hoffe ich natürlich auch. Irgendwie kam das...
Human (Gast) - 21. Jun, 22:16
Ja das wünsch ich...
Ja das wünsch ich den Leuten dort auch. Es wäre...
Chinaski - 21. Jun, 21:15

Archiv

November 2009
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 
 
 
 
 
 
 1 
 2 
 3 
 4 
 5 
 6 
 7 
 8 
 9 
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Book Recommendations


Michel Houellebecq
Elementarteilchen

Clarification

Da irgendein Gericht in Hamburg beschlossen hat, dass man für gelinkte Seiten verantwortlich ist, ausser man distanziert sich ausdrücklich davon, will ich das auch hiermit tun. Ich distanziere mich vom Inhalt jeglicher von mir verlinkter Seiten.

-------------------- Texte und Bilder aus diesem Blog, dürfen nur mit Rücksprache mit mir und wenn dann unter Angabe der Quelle benutzt werden

RSS

Knallgrau New Media Solutions - Web Agentur für neue Medien

powered by Antville powered by Helma


xml version of this page
xml version of this page (summary)
xml version of this topic

twoday.net AGB

Visitors

Status

Online seit 1340 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 19. Jul, 01:46